Voller Leidenschaft und süßem Schmerz

Von: ale
Letzte Aktualisierung:
7487282.jpg
Beim Frühjahrskonzert in der Aula der Sekundarschule zeigten die Aktiven der BMV die ganze Bandbreite ihres Könnens. Foto: A. Lauscher

Simmerath. Die Blasmusikvereinigung Strauch (BMV) bescherte den Freunden der Blasmusik ein buntes Frühjahrskonzert voller musikalischer Höhepunkte. In der Aula der Sekundarschule erlebten die Gäste am Samstagabend gut aufgelegte Musiker und einen energiegeladenen, eigenwilligen Dirigenten.

„Wir haben gern mit dir geprobt, es hat uns viel Freude bereitet“, sagte Otmar Braun, der 1. Vorsitzende der BMV zum neuen Dirigenten, Sander Hendrix. Die Zuhörer konnten sich im Laufe des Abends von der Spielfreude und dem vielseitigen Können des Orchesters überzeugen.

Dunkle Töne

Mit „Orion“, einem majestätischen Marsch von Jan van der Roost, wurden die Gäste eingestimmt; erst hörte man dunkle Töne im schreitenden Rhythmus, später gesellten sich mit Klarinetten und Flöten die helleren Klangfarben dazu. In „Canzoni“, einer abwechslungsreichen Liederfolge, glänzte Stefan Offermann als Solist am Altsaxophon.

Astor Piazolla, ein argentinischer Komponist, habe mit „Oblivion“ einen Tango geschrieben, der den Zauber dieses Tanzes vermittelt, ließ Walter Offermann, der durch das Programm führte, die Zuhörer wissen. Und tatsächlich wurde das Arrangement von Lorenzo Bacci, wie es die BMV spielte, ein hinreißender Vortrag voller Leidenschaft, Sinnlichkeit und süßem Schmerz. Stefan Schmidt bekam für sein meisterliches Klarinettenspiel Sonderapplaus. „Contrasto Grosso“ ist eine dreiteilige Suite von Jacob de Haan, der sich ein fantasievolles, flottes Stück ausgedacht hat, mal im Zweiviertel-, mal im Dreivierteltakt. Keck klopft das Schlagzeug im dritten Teil, bevor synkopische Takte den effektvollen Schluss setzen.

Etwas fürs Auge bot die Showtanzgruppe „Starlights“ aus Eicherscheid; die fünfzehn Mädels hatten unter der Regie von Anja Förster und Petra Offermann eine originelle Tanzdarbietung einstudiert. Ihr gelenkiger und charmanter Tanz zum Thema Fußball erntete viel Beifall.

Mit Schwung und Schmiss

Dann waren die Blasmusiker wieder an der Reihe; sie entführten das Publikum mit der „African Symphony“ in den schwarzen Kontinent. Da machte zunächst die Percussion auf sich aufmerksam, die Bongos klangen geheimnisvoll mit der Pauke zusammen. Und das ganze Orchester stimmte mit vollem Klang ein.

Eine zünftige Polka durfte natürlich nicht im Programm fehlen; Karel Gott ließ grüßen mit „Zeit für die Polka“, einem Stück mit Schwung und Schmiss, brillant gespielt von den Musikern. Richtig spanisch ging es anschließend zu im „Consuelo Ciscar“ von Ferrer Ferran: schmeichelnde Klarinetten und weiche Hörner, dazu der Klang von Kastagnetten, und das alles im Rhythmus eines Paso Doble – pure Freude für die Zuhörer.

Welch ein Kontrast! Den Abschluss bildete „Smoke on the Water“, auch das kann die BMV. Mit viel Gefühl, mal piano, mal forte, überraschten die Musiker ihre Zuhörer bei dem weltbekannten Rockstück. Ohne Zugabe ließ man sie nicht gehen. „Schönes Prag“, das war wieder mal ein Marsch mit Schmackes; die Gäste klatschten begeistert im Takt. Höchst zufrieden und mit viel Lobesworten machten sie sich auf den Heimweg.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert