Vogelsang: Der Adlerhof ist eine riesige Baustelle

Von: Bernd Kehren
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Mit dem Bagger wird die Bauste
Mit dem Bagger wird die Baustelle am Adlerhof vorbereitet, wo später der Eingang zum neuen Besucherzentrum entsteht: Mehr als vier Meter tief wird hier Erdreich ausgehoben. Foto: Hilgers

Vogelsang. Große Teile des Platzes vor dem Adlerhof in Vogelsang sind bereits geräumt. Demnächst geht der Bagger daran, das gut vier Meter tiefe Loch auszuheben, durch das die Besucher in zwei Jahren in das neue Besucherzentrum hinabsteigen. Mit den eigentlichen Arbeiten am Eingangsbereich soll im September begonnen werden.

Die beiden Adler, die der Anlage den Namen gaben, sind beiseite geräumt worden. Sie sollen später wieder aufgestellt werden.

Das Sanitärgebäude rechts vom Adlerhof, das von den Belgiern gebaut wurde, wird derzeit abgerissen. Die Gebäudekomplexe um den Adlerhof stehen leer und sind weitgehend entkernt. Erst jetzt kann man sich ein Bild von den Ausmaßen der Anlage machen.

Rechts vom Adlerhof, so Albert Moritz, Geschäftsführer der „Vogelsang ip”, und Lothar Winkler, der baufachliche Projektleiter, entsteht im ehemaligen Besucherzentrum und in der ehemaligen Gastronomie auf zwei Etagen die Nationalpark-Ausstellung. Im gegenüberliegenden Westflügel wird die NS-Ausstellung ihren Platz finden.

Bei den Baggerarbeiten vor den Gebäuden wurden die Grundmauern der früheren NS-Bauten, die heute nicht mehr stehen, freigelegt. Der Bereich war rundum bebaut, vorne - vom Adlerhof aus - konnte man durch einen überdachten Eingang auf den gepflasterten Platz gelangen, von dem aus man später ins Besucherzentrum gelangt.

Einblicke vom Rundweg

Die Baustelle selbst ist gesperrt. Aber Gäste können sie über einen knapp zwei Kilometer langen, mit leichten Steigungen versehenen Rundweg einsehen. An der Terrasse der Burgschenke gibt es schon jetzt einen Aussichtspunkt. Er wird noch mit Informationstafeln versehen. Von hier kann man auf den Adlerhof schauen, von der Terrasse im Innenbereich auf die Baustelle am Westflügel. Hier wird derzeit mit dem Bagger viel Erde bewegt.

Die dort vorhandene Terrasse ist verschwunden. Hier wird ein neuer Seminarraum und eine neue Terrasse für die Gastronomie angebaut. Von hier aus haben die Besucher dann künftig in Richtung Wollseifen den Blick frei auf die untergehende Abendsonne und den Urftsee. Der obere Bereich der Gastronomie wird in Richtung See komplett verglast. Früher befand sich hier eine offene Wandelhalle, von wo aus das Regenwasser über Wasserspeier abgeführt wurde. Diese Wasserspeier sind an den Außenwänden zu sehen. In der Gastronomie können in zwei Jahren 200 Gäste Platz finden. Der Boden ist zur Sicherheit abgedeckt worden, denn er steht unter Denkmalschutz.

Die untere Etage dient später als Lager- und Kühlraum für die Gastronomie.

Das Kaminzimmer wird abgerissen. Hier wird ein Aufzug in die untere Etage eingebaut, dann wird dieser Gebäudeteil wieder aufgebaut. Der 45 Meter hohe Turm wird mit einem Außenaufzug versehen.

Die alten Heizkessel dürfen nicht abgebaut werden, weil auch sie unter Denkmalschutz stehen. Beheizt werden soll die neue Anlage mit Erdwärme. Eine erste, 100 Meter tiefe Probebohrung wurde neben dem Turm bereits durchgeführt.

42 Millionen Euro werden investiert. Am 1. Mai 2014 soll der Adlerhof wieder zugänglich sein. Bis dahin ist das Kino Anlaufstelle für Besucher. Führungen, Rangertouren und das pädagogische Programm für Schulen werden weiterhin ohne Einschränkungen angeboten. Es soll auch einen Tag der offenen Baustelle geben. Ein Termin steht noch nicht fest.
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