Vierbeiner füllen die Kasse der Gemeinde Simmerath

Von: rpa
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Die Hunde im Blick behalten möchte die Gemeinde Simmerath. Mit einer Zählung soll der Bestand der Vierbeiner auf den neuesten Stand gebracht Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Wie viele Hunde in der Gemeinde Simmerath leben, das weiß so genau niemand. Die Gemeinde Simmerath will nun die Hunde zählen: Im gesamten Gemeindegebiet wird in den nächsten Wochen eine „Hundebestandsaufnahme” durchgeführt, wie die Gemeinde nun ihren Bürgern und damit auch allen Hundebesitzern und Hundehalter per Bekanntmachung mitteilt.

Die Gemeinde will überprüfen, „ob alle Hundehalter ihre Hunde ordnungsgemäß” angemeldet haben.

Die Gemeinde weist auf diese Pflicht hin: Ein Hundehalter ist verpflichtet, einen Hund innerhalb von zwei Wochen „nach Aufnahme” den Hund bei der Gemeinde anzumelden und dabei auch die Hunderasse anzugeben. Für die Hunde, besser für die Hundehalter, hat die Gemeinde eine eigene Satzung erlassen - die Hundesteuersatzung. Darin festgelegt sind der Steuermaßstab und der Steuersatz. So kostet ein Hund im Jahr 73,29 Euro Steuer.

Je Hund werden 85,20 Euro fällig, wenn ein Bürger zwei Hunde hat. Für so genannte Kampfhunde (in der Satzung auch „gefährliche Hunde” genannt), müssen je Hund und Jahr 441,60 Euro an Steuern bezahlt werden. Zu den gefährlichen Hunden gehören nach der Satzung Hunde, die in „gefahrbedrohender Weise” Menschen angesprungen haben, die auf „Angriffslust oder Schärfe” gezüchtet werden, die „unkontrolliert Wild, Vieh, Katzen und Hunde hetzen oder reißen”. Als „gefährliche Hunde” stuft die Gemeinde in ihrer Satzung unter anderem Pitbull Terrier und Bullterrier und deren Kreuzungen ein.

Die Hundesteuer ist eine feste Größe im Haushalt der Gemeinde: In den nächsten Jahren rechnet die Gemeinde jeweils mit einer Einnahme von 87.700 Euro. Das sind immerhin rund 34000 Euro mehr, als die Vergnügungssteuer einbringt.
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