Simmerath - Vier Kommunden, eine Schule: Um Vertrauen der Eltern geworben

CHIO-Header

Vier Kommunden, eine Schule: Um Vertrauen der Eltern geworben

Von: ho
Letzte Aktualisierung:
Reges Interesse fand die Infor
Reges Interesse fand die Informationsveranstaltung zur Sekundarschule Nordeifel, die in der Aula der Gemeinschaftshauptschule Simmerath stattfand. Gut 80 Personen hatten sich dort eingefunden, um sich über das pädagogische Konzept der neuen Schulform zu informieren. Foto: Hoffmann

Simmerath. Gut besucht war auch die zweite Informationsveranstaltung zur Errichtung der Sekundarschule Nordeifel, die am Dienstagabend in der Aula der Gemeinschaftshauptschule stattfand.

Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns konnte knapp 80 Interessierte begrüßen, von denen die meisten wohl Eltern von Dritt- und Viertklässlern waren, die sich als direkt Betroffene für ihre Sprösslinge vor Ort informieren wollten. Ab dem Schuljahr 2013/14 soll anstelle der Gemeinschaftshauptschulen Hürtgenwald, Monschau-Roetgen und Simmerath sowie der Elwin-Christoffel-Realschule und der Realschule Hürtgenwald die gemeinsame neue Sekundarschule Nordeifel an den Standorten in Simmerath (dreizügig mit 75 Schülern) und Hürtgenwald-Kleinau (zweizügig mit 50 Schülern) ihren Betrieb aufnehmen.

Bürgermeister Hermanns erinnerte nochmals daran, dass der interkommunale Schulausschuss vor zwei Wochen entschieden habe, die Sekundarschule „in Simmerath beginnen zu lassen”. Aufgrund baulicher Probleme bei der Sanierung des Simmerather Schulgebäudes, wodurch bis Mitte nächsten Jahres laut Hermanns keine optimalen Lernbedingungen für die Hauptschüler gegeben sind, habe man nach Rücksprache mit Amtskollegin Margareta Ritter aus Monschau beschlossen, dass die Simmerather Hauptschüler nach Monschau wechseln.

Wie bereits am Vortag bei der Infoveranstaltung zur gleichen Thematik in Roetgener Bürgersaal erläuterte Albert Rieger, stellvertretender Leiter der Elwin-Christoffel-Realschule Monschau, hiernach mit Unterstützung von Rolf Sieben (Gemeinschaftshauptschule Simmerath) den anwesenden Eltern ausführlich die neue Sekundarschule und deren pädagogisches Konzept. Rieger erklärte, dass die Sekundarschule praktisch die kleinere Ausgabe der Gesamtschule sei und bat die Eltern um ihre aktive Mitarbeit bei diesem Projekt.

Da mit dem qualifizierten Abschluss nach Klasse 10 die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe gegeben ist, standen als Ansprechpartner auch Dr. Lothar Stresius vom Monschauer St.-Michael-Gymnasium und Dr. Peter Cordes vom Vossenacker Franziskus-Gymnasium zur Verfügung. Sie versicherten den Eltern der Grundschüler, die bereits an diesem Abend für ihre Kinder weit in die Zukunft schauten, dass in ihren Gymnasien Plätze für Schüler mit qualifiziertem Abschluss (wie bisher) zur Verfügung stehen würden.

Neben Simmeraths Bürgermeister Hermanns warb auch Amtskollege Axel Buch aus Hürtgenwald bei den Eltern eindringlich für das neue Schulmodell mit seinen beiden Standorten. Beide wiesen darauf hin, dass am 9. November an die Dritt- und Viertklässlern Fragebögen für die Eltern verteilt werden, auf denen diese (anonym) u.a. ihr Votum für oder gegen die Sekundarschule abgeben können. Hermanns wies auf die Wichtigkeit dieser Fragebögen hin, weil nach deren Rücksendung eine Hochrechnung des Ergebnisses auf eine fiktive volle Wahlbeteiligung vorgenommen werde. Um eine hohe Beteiligung wurde deshalb gebeten.

Nach den gesetzlichen Vorlagen und zur Einhaltung der Verfahrensvorschriften müssen die Fragebögen bis zum 16. November zurückgegeben werden. Hermanns machte auf Nachfrage aus dem Elternkreis auch deutlich, was geschieht, falls an der neuen Sekundarschule aufgrund der Anmeldezahlen keine Dreizügigkeit erreicht wird. „Wenn wir an einem der beiden Standorte keine Dreizügigkeit hinbekommen”, so der Bürgermeister, „dann ist die Sache gestorben!” Diesbezüglich appellierten Albert Rieger, Ursula Mertens (Gemeinschaftshauptschule Hürtgenwald) und Studiendirektor Helge Pipoh als schulfachlicher Berater nochmals eindringlich, sich für die Sekundarschule zu entscheiden und Werbung zu betreiben.

Ursula Mertens, die mit ihrem Stolberger Kollegen Pipoh detailliert auf Fragen aus dem Plenum einging, hielt gegenüber einigen leicht zweifelnden Eltern fest: „Ich sehe einfach, dass das gut werden kann, und ich möchte Ihnen Mut machen, Ihr Kind in dieser neuen Sekundarschule anzumelden.” Dafür gab es dann schließlich auch noch Applaus, bevor die Veranstaltung gegen 22 Uhr endete.

Für diejenigen, die sich ausführlich informieren wollen, wurde im Internet http://www.sekundarschule-nordeifel.de eine informative Plattform geschaffen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert