Simmerath - Viele Wege führen zur Weiterbildung

Viele Wege führen zur Weiterbildung

Von: P. St.
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Startbahn für den Weg in die Berufswelt: Das Berufskolleg Simmerath bietet viele Möglichkeiten der Weiterbildung.

Simmerath. „Ich ein Fan der fundierten Berufsausbildung”, bekennt Hartmut Mahnke, Koordinator für die Höhere Handelsschule am Berufskolleg Simmerath/Stolberg. Der Schulkomplex am Simmerather Ortsrand ist ein bedeutender Baustein des schulischen Angebotes in der Region, insbesondere wenn es um die berufliche Orientierung geht.

Die 1995 fusionierte Schule mit zwei Standorten in der Nordeifel und in Stolberg unterrichtet in Simmerath 535 und in Stolberg 2380 Schüler in den Bereichen Wirtschaft und Verwaltung, Technik sowie Sozial- und Gesundheitswesen.

Nachdem die Anmeldungen für weiterführenden Schulen zum Jahresende über die Bühne sind, rückt zum Beginn des neuen Jahres das Berufskolleg wieder in den Blickpunkt, wo die Anmeldefrist Ende Februar endet.

Harald Mahnke ist überzeugt davon, dass das Berufskolleg viele Wege in den Beruf und die Weiterbindung öffnet, die vielfach in der Öffentlichkeit noch nicht hinnreichend bekannt sind. Gerade jetzt, wo mit dem Start der Städteregion eine langfristige Bestands- und Standortzusage für das Berufskolleg Simmerath/Stolberg abgegeben wurden, sieht Mahnke das Berufskolleg vor einer Erfolg versprechenden Zukunft, was sich auch äußerlich durch die komplette energetische Sanierung des Gebäudetraktes in Simmerath dokumentiert.

Geschätzte Qualifikation

Für den Bereich der Höheren Handelsschule weiß Koordinator Hartmut Mahnke, dass „viele Firmen diese Qualifikation schätzen, weil die Absolventen kaufmännisches Denken mitbringen.” Klassische Zubringer für die Handelsschule sind die Realschulen. Aber es geht auch anders: Auch mit einem Abschluss der Klasse 10b lässt sich die am Ende stehende Fachhochschulreife erreichen; ebenso gut am Berufskolleg aufgehoben sieht Mahnke auch Gymnasiasten, für die nach der Klasse 10 „ein Wechsel sinnvoll erscheint.”

Industrie- oder Bankkaufmann sind die typischen Berufsfelder nach Abschluss der „HöHa”, aber auch eine technische Ausbildung kann ohne Weiteres eingeschlagen werden, und man kann sogar das Abitur mit der allgemeinen Hochschulreife ablegen, auch wenn dafür eine schulische Weiterbildung außerhalb der Standorte Simmerath und Stolberg erforderlich ist.

Mit Blick auf die spätere berufliche Tätigkeit, spielt das Praktikum eine bedeutende Rolle an der „HöHa.” Es ist nicht Bedingung für den Abschluss, es sei denn, der Schüler möchte die volle Fachhochschulreife erreichen. Ein solches Praktikum ist allerdings nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Es ist laut Mahnke nur für jemanden zu empfehlen, „der klare berufliche Vorstellungen besitzt und eine hohe Lernbereitschaft mitbringt.” Schließlich zieht sich ein solches Praktikum über 24 Wochen, davon 20 Wochen außerhalb der Schule. Ein solches Mammut-Praktikum lässt nur bewältigen, wenn der Schüler bereit ist, auch Ferienzeiten mit einzubringen.

In seiner Tätigkeit als Lehrer sieht sich Hartmut Mahnke in erster Linie „als Teammitglied.” So gibt er den Schülern auch wertvolle Tips aus der Praxis, beispielsweise bei Bewerbungen. Er rät dringen davon ab, „Massensendungen” zu verschicken. Bei einer Bewerbung müsse klar ein eigenes Profil erkennbar bleiben. Auch der Erziehungsauftrag an der Höheren Handelsschule spielt für den Lehrer eine große Rolle, den neben dem Fachwissen spielen die Kopfnoten für die Betriebe eine „ganz wichtige Rolle.”

Ebenso empfiehlt Mahnke unbedingt, das Erlernen einer zweiten Fremdsprache, was die Chancen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz deutlich erhöhe; zudem erfordere die wirtschaftliche Globalisierung unbedingt Fremdsprachenkenntnisse. So ist es für ihn auch kein Wunder, dass in letzter Zeit Spanisch immer mehr Interessenten findet. Hartmut Mahnke: „Auf der Welt wird wesentlich mehr Spanisch als Französisch gesprochen.”

Für den Koordinator am Berufskolleg bedeutet die Höhere Handelsschule die „Eintrittskarte” für die Fachhochschulreife. Dabei verschweigt er aber auch nicht die Startvoraussetzungen, als da wären: Eigeninitiative, Teamfähigkeit, Anwesenheit, Zuverlässigkeit, Lernbereitschaft und Pünktlichkeit.
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