„Viele Straßen in einem saumiserablen Zustand”

Von: hes
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Die Hohe Straße in Konzen ist ein Paradebeispiel für den Zustand vieler Straßen im Stadtgebiet Monschau. Für dieses Jahr steht der Abschnitt zwischen Am Lutterbach und Hoheweg endlich zur Sanierung durch eine Straßenbaufirma an, nachdem das untere Stück bereits vor Jahren instandgesetzt wurde. Mit 60.000 Euro ist die Hohe Straße der dickste Batzen im Paket für 2009. Foto: Heiner Schepp

Monschau. Rund 400.000 Euro wird die Stadt Monschau in diesem Jahr aufwenden, um zumindest einen Teil des maroden städtischen Wegenetzes zu sanieren. Der Bauausschuss hat am Dienstagabend dem Maßnahmenkatalog der Straßeninstandsetzung für 2009 verabschiedet.

Bauingenieur und Ortsvorsteher

Grundlage für die Liste, die es nun abzuarbeiten gilt, war zunächst eine Bewertung aller städtischen Straßen durch Tiefbauingenieur Ralf Kreutz von der Monschauer Bauverwaltung. Dieser hatte die einzelnen Straßen je nach Zustand und Sanierungsbedarf in drei Kategorien eingestuft und die Instandsetzungskosten geschätzt. Auf der Grundlage dieser Straßenzustandserfassung hatte die Bauverwaltung dann mit den jeweiligen Ortsvorstehern einen Plan ausgearbeitet, welche Maßnahmen am dringlichsten und vor allem finanziell realisierbar sind.

„Dieses System hat sich bewährt, wir haben keinen Grund, an der fachlich fundierten Prioritätenliste der Bauverwaltung und der Ortsvorsteher herumzudoktern”, wunderte sich Micha Kreitz (CDU), dass Bernd Bauer (SPD) die ein oder andere Maßnahme hinterfragte und einige „sehr stark beschädigte Straßen” in der Liste vermisste. Auch Michael Schreiber (Grüne) hat „vollstes Vertrauen in Bauingenieur und Ortsvorsteher” und bedauerte, letzten Samstag den Lotto-Jackpot nicht geknackt zu haben: „Dann hätte ich alle Straßen im Stadtgebiet auf einmal flicken lassen”, träumte Schreiber.

„Die vielen miserablen städtischen Straßen auf einmal machen zu lassen - das würde rund drei Millionen Euro kosten”, umriss Bürgermeister Theo Steinröx den Gesamt-Sanierungsaufwand und -stau. Darunter sind auch einige größere Maßnahmen, deren Sanierung aber anderweitig finanziert werden sollen („Feuerbach” in Konzen mit Mitteln des Amtes für Agrarordnung) oder aufgeschoben werden, weil sie im Moment schlicht zu teuer sind: Die Sanierung der Straße Alzerplatzweg in Höfen-Alzen beispielsweise dürfte alleine über 60000 Euro kosten, und damit wäre schon fast ein Drittel der Gesamtsumme, die für 2009 vorgesehen ist, aufgebraucht. „Wir wollen aber möglichst in allen Stadtteilen etwas tun”, erläuterte der Bürgermeister.

Abzuwarten bleibt, ob die ein oder andere Maßnahme Dank des Konjunkturpakets II vorgezogen werden kann, wurde dieses Paket doch ausdrücklich neben der Investition in die Bildung auch für Strukturverbesserungen aufgestellt. Paul Hüllekremer (FDP) würde sich jedenfalls wünschen, „dass nicht immer nur gestückelt wird”, sondern man etwas mehr Mittel in die Herrichtung eines vernünftigen Straßen- und Wegenetzes investiere. „Es gibt zig Straßen in der Stadt, die saumiserabel sind. Aber wir müssen von Jahr zu denken und uns auf bestimmte Maßnahmen konzentrieren”, sieht auch Peter Theißen (CDU) mit Blick auf die Finanzen keine Chance auf einen Sanierungs-Rundumschlag.

Neben den 220.000 Euro, die der Bauausschuss am Dienstagabend verplante, stehen im Jahr 2009 weitere Straßenbaumaßnahmen an. In Kalterherberg wird der untere Teil der Staße „Fedderbach” instandgesetzt, der beim „Jahrhundertregen” im Juli arg in Mitleidenschaft gezogen worden war, Kostenpunkt: rund 80.000 Euro.

Weitere 78.000 Euro kostet die Reparatur der Fahrbahnen Steinbüchel, Steindriesch und Wirtschaftsweg Kleinbüchel in Mützenich, die im Herbst begonnen wurde, dann wegen des frühen Wintereinbruchs aber nicht fortgeführt werden konnte.

Mützenich und Kalterherberg tauchen deshalb im neuen Sanierungspaket nicht auf, ebenso die Altstadt, die dann im Jahr 2010 verstärkt an der Reihe ist.
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