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Viele Fragen zum Hochwasserschutz entlang der Vicht

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:
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Die Vicht kann bei Hochwasser über sich hinauswachsen und die Stolberger Altstadt gefährden. Auf dem Gebiet der Gemeinde Roetgen plant der WVER daher Schutzmaßnahmen. Foto: Archiv/P. Stollenwerk

Roetgen. Entlang der Vicht plant der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) umfangreiche Hochwasserschutzmaßnahmen, von denen auch die Gemeinde Roetgen, in erster Linie die Orte Rott und Mulartshütte erheblich betroffen wären. In der nächsten Sitzung des Roetgener Bauausschusses, die am Dienstag, 18. Februar, stattfindet (18 Uhr im Rathaus) möchte ein Mitarbeiter des WVER das Projekt näher erläutern.

Im Vorfeld der Sitzung hat Roetgens grüne Fraktion bereits einen detaillierten Fragenkatalog zusammengestellt. In den letzten Wochen sei in mehreren Zeitungsartikeln über vom WVER geplante technische Hochwasserschutzmaßnahmen auf Roetgener Gebiet berichtet worden, schreibt Fraktionsvorsitzender Gerd Pagnia. „In diesen Artikeln wurde der Eindruck vermittelt, sämtliche Planungen seien abgeschlossen und der Baubeginn stehe bald bevor.

Da es sich um einschneidende und kostspielige Maßnahmen in Naturschutzgebieten handelt, denen sowohl die Festsetzungen des Landschaftsplans der Städteregion Aachen als auch die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (diese steht für ökologisch ausgerichteten ganzheitlichen Gewässerschutz) entgegenstehen, halten wir es für geboten, den Bauausschuss und die Öffentlichkeit über dieses Vorhaben zu informieren.“

Dem Wunsch der Grünen, einen Vertreter des WVER in die Sitzung einzuladen, um die Planungen vorzustellen, ist die Verwaltung bereits gefolgt. Die Grünen bitten nun um „ausführliche Stellungnahme“ zu zahlreichen Punkten. Man möchte wissen, in welchem Stadium sich das Verfahren derzeit befinde. Ferner wünscht man „detaillierte Angaben“ zu den im Rahmen der Vorstudie untersuchten Varianten. Hier gehe es insbesondere um den Rückhalteraum Dreilägerbachtalsperre und die Rückführung des Weserbachs.

Dann möchten die Grünen wissen, wann der WVER gedenke, die ersten Maßnahmen für den Gewässerschutz auf Roetgener Gebiet, die im Umsetzungsfahrplan aufgelistet seien, umzusetzen? Im Anschluss an den Erörterungstermin im Januar letzten Jahres habe die Bezirksregierung einen umfangreichen Katalog zur Erstellung des Untersuchungsrahmens vorgelegt. „Gibt es dazu irgendwelche Ergebnisse?“, fragen die Grünen.

Um eine Handhabe gegen die geplanten Rückhaltebecken zu haben, sei der Gemeinde Roetgen geraten worden, die beiden Maßnahmen in die Erfassungstabelle für die Hochwasserrisikomanagementplanung der Bezirksregierung aufnehmen zu lassen. Dazu habe es den Stichtag 17. Januar 2014 gegeben. Die Grünen fragen nach, warum die Gemeinde Roetgen hier nichts unternommen und diese Chance habe verstreichen lassen?

Wo liegt die Gefährdung?

Ferner wünschen sich die Antragsteller detaillierte Angaben zu Hochwasserereignissen in den letzten 100 Jahren unter Angabe der Schäden, Schadenssummen und Pegelstände in der Stolberger Altstadt und eine detaillierte Auflistung der Schutzgüter, die durch Hochwasserereignisse der Vicht gefährdet werden könnten.

Weitere Fragen der Grünen betreffen die detaillierte Auflistung der Schadenssummen, die durch Hochwasserereignisse der Vicht prognostiziert werden sowie jährliche Kosten, die durch das Vorhaben entstehen, inklusive der Unterhaltungskosten, aufgeschlüsselt nach regulierbaren und nicht regulierbaren Staudämmen.

Schließlich wünschen die Roetgener Grünen eine detaillierte Auflistung möglicher vorbeugender Maßnahmen zum passiven Hochwasserschutz inklusive Kostenkalkulation.

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