Viele Eifelteams blicken optimistisch nach vorne

Von: Kurt Kaiser
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Für Rotts Trainer Jürgen Lipka war Patrick Stepinski der Spieler der Hinrunde. Auch im Test gegen die U23 von Alemannia Aachen lieferte der Abwehrchef des SV wieder eine gute Leistung ab.

Nordeifel. Nach der längsten Winterpause die es je gab, steht in diesen Tagen bei den meisten Fußballvereinen der Region die Überprüfung des Formbarometers im Fokus.

SV Rott

Beim SV Rott, dem bestplatzierten Nordeifelverein, zeigte das Formbarometer in den meisten Testspielen in der Vorbereitungsphase auf die Rückrunde oft positive Tendenzen. „Bisher sieht es gut aus, denn wir haben kaum noch Fragezeichen“, konstatierte Trainer Jürgen Lipka nach der 1:3-Niederlage gegen die U23 von Alemannia Aachen.

Gegen die Zweite des Viertligisten zeigten die Rot-Weißen über weite Strecken eine ansprechende Leistung. „In der ersten Halbzeit haben wir gut gespielt, leider haben wir uns in der zweiten Halbzeit ein paar Fehler zu viel erlaubt und sind dafür bestraft worden.“ Nach einer torlosen ersten Halbzeit gingen die Aachener durch einen unhaltbaren Freistoß von der Strafraumgrenze in Führung. Nach einer Stunde erlief Calvin Page einen Steilpass und erzielte den verdienten Ausgleich. In den letzten zwanzig Minuten bestimmten die Aachener das Geschehen und trafen noch zweimal.

Am Karnevalssamstag (Anstoß 14.30 Uhr) stellt ich beim Landesligisten der Ortsnachbar aus Roetgen vor. Am Karnevalsdienstag (Anstoß 19.30 Uhr) erwarten die Rotter dann zum letzten Test vor Meisterschaftsbeginn noch den Bezirksligisten FV Haaren. In beiden Spielen wird Jürgen Lipka noch einige Experimente wagen.

FC Roetgen

Für eine Überraschung sorgte der Aachener A-Ligist, FC Roetgen, am Sonntagmorgen durch einen 3:0-Erfolg gegen den Tabellenführer der Kreisliga A Düren TuS Schmidt. Nach einer torlosen ersten Halbzeit, in der die Schmidter aber die weitaus besseren Möglichkeiten hatten, fanden die Roetgener im zweiten Abschnitt besser ins Spiel und kamen nach einem lupenreinen Hattrick von Jochen Schartmann zu den drei Toren.

„In der ersten halben Stunde waren die Schmidter klar besser, weil wir ihnen zu viel Raum gelassen haben. In der zweiten Halbzeit haben wir uns auf den Gegner besser eingestellt und nichts mehr zugelassen“, war Roetgens Trainer Ralf Said in erster Linie mit dem zweiten Spielabschnitt zufrieden. Er ist gespannt, wie sein Team sich am Samstag beim Ortsderby in Rott aus der Affäre ziehen wird. Der FC Trainer geht davon aus, dass seine Defensivabteilung sich nicht über Arbeitsmangel zu beklagen braucht.

TuS Schmidt

Als Spiegelbild der leider nur durchwachsenen Vorbereitungszeit sah der Schmidter Trainer, Bernd Born, die Begegnung beim FC Roetgen. „Wir haben in der ersten Halbzeit den Ball gut laufen lassen und hätten aufgrund der Möglichkeiten in Führung gehen müssen. Nur eine Halbzeit gut zu spielen reicht aber nicht, wir müssen in der Lage sein über neunzig Minuten ein Spiel zu diktieren“.

Als riesiges Handicap sieht der sportlich Verantwortliche des TuS eine Woche vor dem Rückrundenbeginn die schwere Schulterverletzung von Torwart Sebastian Knie, der nicht adäquat zu ersetzen ist. Er wird den Schmidtern zumindest auch noch im ersten Meisterschaftsspiel gegen Rhenania Lohn fehlen.

Nach dem die bisherigen Vorbereitungsspiele nur suboptimal verlaufen sind, plant der Coach für Aschermittwoch noch einen weiteren Test, der bisher nicht auf dem Plan stand. In dem soll die Mannschaft wieder das nötige Selbstvertrauen tanken, dass sie dringend braucht, um wieder an die starken Leistungen der Hinrunde anzuknüpfen.

TuS Mützenich

Beim TuS Mützenich ist Trainer Wolfgang Zimmer mit der Vorbereitung zufrieden. Für den Eifel erprobten Trainer war es schon ein Novum, dass er in der gesamten Wintervorbereitung im Venndorf keinen Schnee fand. „Das habe ich noch nie erlebt, wir haben richtig gut trainieren können.“

Den ersten Test gewannen die Grün-Weißen nach zwei Treffern von Mario Casselmann und weiteren Toren von „Michi“ Claßen und Henning Böttcher beim B-Ligisten SV Orsbach 4:3. Beim Ligakonkurrenten FC Roetgen erreichten die Mützenicher ein beachtliches 1:1, jedoch fiel das Feedback des Trainers weniger euphorisch aus. „Das Ergebnis stimmte, aber spielerisch stimmte nicht viel bei uns.“

Im Fokus der Vorbereitungszeit stand das dreitägige Trainingslager am vergangenen Wochenende in Köln. „Da hat die Mannschaft fünf Trainingseinheiten absolviert und richtig was getan“, war „Wolli“ Zimmer angetan, wie engagiert sein Team die Übungseinheiten im Schatten des Doms absolvierte. Von Köln ging es dann am Sonntag direkt zum Test bei VfL 05 Aachen. Nach der 0:1-Niederlage „auf Steinebrück“ konstatierte der Coach: „Das war eine unglückliche Niederlage durch einen Elfmeter in der 85. Minute. Viel mehr konnten wir aber auch nicht erwarten, denn die Mannschaft war platt, und alle hatten schwere Beine.“

Weitere Testspiele sind bei den Grün-Weißen nicht mehr geplant, dafür aber noch einige Trainingseinheiten, bevor man zum Rückrundenauftakt Germania Eicherscheid zum Derby erwartet.

TV Konzen

Höhepunkt der Vorbereitung des TV Konzen war das dreitägige Trainingslager Mitte Februar in Bitburg. „Da haben wir gut gearbeitet, so ein gutes Trainingslager habe ich noch nicht erlebt“, schwärmte Konzens Trainer, Georg Bauer, nach den Fußballtagen in Bitburg. Die bisherigen Trainingseindrücke stimmen den Konzener Trainer zufrieden, das tun die Ergebnisse der Vorbereitungsspiele leider nicht. „Damit kann ich nicht zufrieden sein, denn wir haben zu viele Gegentore nach persönlichen Fehlern kassiert.“

Beim Landesligisten SV Rott kassierten die Schwarz-Gelben eine 1:5-Niederlage, die der Coach aber als „nicht so schlimm“ ansah weil der Gegner zwei Klassen höher spielt. Ärgerlicher war für ihn das 5:5 gegen den Dürener A-Ligisten TuS Schmidt. In dieser Begegnung ließen beide Defensivreihen ihre A-Ligatauglichkeit vermissen. Vier Gegentore gab es für den TV auch bei der 3:4-Niederlage gegen den FC Rocherath.

Im vorletzten Test am Mittwochabend bei SC Lichtenbusch erkannte der Trainer, nach einem intensiven Spiel gegen einen starken Gegner, ein besseres Defensivverhalten. Der Treffer zum 1:3-Endstand fiel erst in der 90. Minute, als die Konzener auf den Ausgleich drängten.

Der letzte Test wartet am Dienstagabend, dann geht es gegen die Zweitvertretung von Westwacht Aachen. „Mit der Entwicklung meiner jungen Mannschaft in der Vorbereitung bin ich zufrieden, mit den Ergebnissen der Testspiele kann ich nicht einverstanden sein“, lautet das bisherige Fazit des Trainers. Aus personeller Sicht bereiteten ihm wenige Tage vor Saisonstart noch die Knieprobleme von Spielmacher Chris Offermann Sorgen.

Germania Eicherscheid

Zufrieden blickt auch der Eicherscheider Obmann Detlef Bouge auf die bisherige Vorbereitungszeit zurück. „Wir haben zwar nur eine kurze, dafür aber eine heftige Vorbereitung, in der die Jungs richtig rangenommen werden.“ Nach der ersten Trainingseinheit am 9. Februar stand der erste richtige Test für die Blau-Weißen beim Turnier in Hehlrath auf dem Winterfahrplan.

Im ersten Vorrundenspiel ging der Landesligist SV Breinig zwar in Führung, jedoch fand der A-Ligist im weiteren Spielverlauf immer besser in die Begegnung und gewann zur Freude des Obmann noch 2:1. „Fürs erste Spiel war das schon ganz gut.“ Chancenlos war der VfL 08 Langerwehe in der zweiten Vorrundenbegegnung. „Das war eine ganz klare Angelegenheit“, meinte Detlef Bouge, nach dem 3:0-Sieg seines Teams gegen den Dürener A-Ligisten.

Samstags wartete dann im Halbfinale die Zweite von Borussia Freialdenhoven, die ebenfalls in der Dürener A-Liga beheimatet ist. Nach einer 0:3-Niederlage blieb für die Zweite des Mittelrheinligisten nur noch das kleine Finale. Im großen Finale trafen die Eicherscheider auf den Bezirksligisten Jugendsport Wenau, der von Exprofi André Winkhold trainiert wird. Der Bezirksligist diktierte über weite Strecken das Geschehen, und letztendlich mussten die Blau-Weißen sich bei ihrem Torwart Dominik Rollesbroich bedanken, der sie mit einigen gekonnten Paraden ins Elfmeterschießen rettete.

Das konnte der Nordeifelclub dann aber mit 6:5 für sich entscheiden und den Turniersieg in Hehlrath feiern. „Das war eine gelungene Veranstaltung, bei der wir uns sehr gut verkauft haben, auch wenn wir im Endspiel etwas Glück gehabt haben“, war der Obmann mit dem Verlauf der Hehlrather Fußballtage mehr als zufrieden.

Für Karnevalssamstag hatte die Germania einen Test gegen den FV Eschweiler geplant, jedoch sagte der B-Ligist kurzfristig ab. Den letzten Test vor Saisonstart bestreiten die Blau-Weißen nächsten Donnerstag gegen den TuS Lammersdorf.

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