Monschau - Viele Bäume fallen der Motorsäge zum Opfer

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Viele Bäume fallen der Motorsäge zum Opfer

Von: P. St.
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An Baumbestand nicht arm ist die Altstadt Monschau, aber es lauern auch Gefahren. Diese Kastanie im Kurpark Monschau liegt leicht schräg über der Rur und soll entfernt werden.

Monschau. Wenn man historische Fotoaufnahmen der Altstadt Monschau betrachtet, dann fällt dem Betrachter als erstes die total ausgeräumte Landschaft auf. Bäume und Wälder sind hier kaum zu finden. Das ist heute völlig anders.

Die Steilhänge rund um Monschau sind stark bewachsen, und auch an altem Baumbestand herrscht kein Mangel. In Kürze aber dürfte es einige Lücken im geschlossenen Grün geben, das Monschau umschließt, denn auf der Sitzung des Umweltausschusses am Dienstag dominiert das Thema „Bäume” die Tagesordnung.

Es geht um die Entfernung von Alleebäumen auf der Walter Scheibler-Straße sowie um Einzelbäume rund um die Burg, an der Umgehungsstraße im Stadtpark und und anderen Stellen in der Altstadt.

In einer auf drei Stunden angesetzten Ortsbesichtigung will sich der Ausschuss ein Bild von den geplanten Maßnahmen machen. An etwa zwei Dutzend Stellen soll die Motorsäge angesetzt werden.

Schon tauchten in Monschau Gerüchte auf, dass die Stadt den Erlass einer Baumschutzsatzung plane, sich aber zuvor noch des problematischen Baumbestandes entledigen wolle.

Über solche Gedankenspiele kann Franz-Karl Boden, Kämmerer der Stadtverwaltung Monschau, aber nur milde schmunzeln. „Eine Baumschutzsatzung steht derzeit nicht zur Diskussion”, sagt Boden weiter.

Es gehe einzig und allein darum, die an vielen Stellen nicht mehr vorhandene Sicherheit herzustellen. Zudem sein seien eine Reihe von Schäden an Böschungsmauern, , Fahrbahnen und Bürgersteigen festgestellt worden, die ein umgehendes Handeln erforderten. Franz-Karl Boden: „Als Stadt Stehen wird da in der Verkehrssicherungspflicht.”

Außerdem würden zahlreiche Eingaben von Bürgern vorliegen, die in altem Baumbestand eine Gefährdung sehen würden und um ihre Sicherheit fürchteten. Nicht zuletzt durch einige Witterungsereignisse in diesem Jahr seien viele Bürger vorsichtiger und ängstlich geworden. „Der Verwaltung liegen noch nie so viele Eingaben wie in diesem Jahr vor.”

Überlegungen zu einer Baumschutzsatzung, die angeblich von den Grünen forciert werden soll, kann Werner Krickel nicht bestätigen.

Auf Anfrage sagt der Ratsvertreter aus Monschau, das eine solche Satzung vor allem wohl zum kollektiven „Anwerfen der Kettensägen” führen würde. Dennoch sei er „etwas überrascht” über die Fülle von Bäumen, die gefällt werden solle und noch einigen Diskussionsbedarf sieht.
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