Roetgen - Viel Lob für die Roetgener Feuerwehr

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Viel Lob für die Roetgener Feuerwehr

Von: ho
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Auch die Jugendfeuerwehr ist in Roetgen gut aufgestellt. Nach erfolgtem Zuwachs umfasst die Gruppe laut den Wehrführern Joachim Wynands und Joachim Grefen nunmehr 26 Mitglieder. Foto: Hoffmann

Roetgen. Obwohl es letztlich um eine brenzlige Thematik ging und Bürgermeister Manfred Eis diese zu Beginn mit „Feuer frei“ entflammt hatte, gab es am Ende bei der Gemeinderatssitzung des Roetgener Gemeinderates in harmonischer Eintracht Dank von allen Seiten.

Michael Seidel und Klaus Onasch, die Fraktionsvorsitzenden von CDU und SPD, überschütteten die Führungsspitze der Roetgener Feuerwehr in Gestalt von Joachim Wynands und Joachim Grefen ebenso mit Lob und Anerkennung wie die Fraktionsspitzen der UWG, Grünen und FDP.

Die Roetgener Wehrführung hatte den Gemeinderat detailliert und ausführlich über die aktuelle Situation der Freiwilligen Feuerwehr informiert und dabei auch noch einmal das große ehrenamtliche Engagement der „Feuerfighter“ von den Löschzügen aus Rott und Roetgen den Ratsvertretern näher gebracht. 69 aktive Wehrleute, 26 Mitglieder bei der Jugendfeuerwehr und beachtliche 11.600 Einsatz- und 5100 Ausbildungsstunden, sowie 75 Einsätze im vergangenen Jahr spiegeln dies laut Joachim Grefen im Ansatz wieder.

„All diese Stunden bedeuten auch Abwesenheit von zu Hause und stellen somit auch eine Belastung für die Familien der Feuerwehrleute dar“, brachte Grefen dazu in Erinnerung. In diesem Jahr erfolgten bisher 54 Einsätze, wobei es sich überwiegend um Brände handelte, bei denen von den Wehrleuten stets ein großes „Know-how“ gefragt ist. Daneben ist das Einsatzspektrum der Freiwilligen Feuerwehr vielfältig. Von der Beseitigung einer Ölspur oder einem Wassereinbruch im Keller bis hin zur Rettung einer verletzten Person von einem Flachdach mittels Drehleiter werden die Wehrleute immer wieder mit wechselnden Szenarien bei ihren Einsätzen konfrontiert.

Erfreut zeigte sich Grefen über den Zuwachs in der Jugendgruppe und sprach in diesem Zusammenhang auch die Mitgliederwerbung an. Hierzu gehört auch die „Infothek“ auf der Internetseite der Feuerwehr (www.feuerwehr-roetgen.de), wo interessierte Besucher unter anderem nützliche Informationen zum Brandschutz und zum Absetzen eines Notrufs erhalten können.

Hohe Akzeptanz

Wehrleiter Joachim Wynands dankte zunächst einmal für die immer wieder erfahrene Akzeptanz der Feuerwehr durch die Mitglieder des Gemeinderates. Insgesamt positiv bewertete er die seit zwanzig Monaten in Betrieb befindliche gemeinsame Leitstelle der Feuerwehren, wo es erfreulicherweise nur selten zu lästigen Fehlalarmierungen gekommen sei. Ein gemeinsamer Werbeflyer aller Feuerwehren, welcher bei der Gemeinde mit 70 Euro zu Buche schlägt, wird demnächst zum Einsatz kommen und auf die Arbeit der Wehr aufmerksam machen.

Zur seit April diesen Jahres in Kraft getretenen Rauchmelder-Pflicht in Neubauten, die ab 2016 im Rahmen der Nachrüstung auch für Altbauten gilt, ist laut Wynands gleichfalls ein Flyer in Arbeit. Wynands sprach auch die erfolgten Einbrüche in einigen Gerätehäusern in der Region an, wovon Roetgen erfreulicherweise nicht betroffen war. Auf den von allen Beteiligten herbei gesehnten Digitalfunk wird man noch etwas warten müssen. Die Fahrzeugumrüstung in der Region, die nach Wynands schon vier bis fünf Mal verschoben wurde, ist für 2014 geplant, wobei von der Städteregion für alle Feuerwehren einheitliche Geräte angeschafft werden. Als großen Vorteil nannte Wynands beim Digitalfunkverkehr die gleichzeitige Führung von mehreren Gesprächen. Die Einsatzflotte der Roetgener Wehr besteht derzeit aus sechs Fahrzeugen.

Vom Kommandowagen (Opel Astra) bis zum 12,5 Tonnen schweren Drehleiterfahrzeug mit einer Leistung von 180 KW und einer Länge von 24 Metern sind darunter auch zwei Löschfahrzeuge, ein Rüstwagen und ein Mannschaftstransportwagen. Wynands informierte die Ratsvertreter darüber, dass die notwendige Anschaffung eines Einsatzleitwagens als moderne Kommandozentrale anstehe. Die Ausschreibung für das rund 70000 Euro teure Fahrzeug sei durch die Feuerwehr Roetgen erfolgt. Ganz hoch auf der Prioritätenliste steht zudem bei der Löschgruppe Rott der notwendige Austausch eines 16 Jahre alten Einsatzfahrzeuges.

Diplomatisch teilte man den Ratsvertretern dazu mit, dass ein Austausch des Oldtimers für 2014 gewünscht werde. Zudem bestehe am Rotter Gerätehaus dringender Sanierungsbedarf. Dort sind laut Wynands keine Duschen und getrennte Umkleidemöglichkeiten vorhanden und auch die Heizungsanlage sei ein großes Sorgenkind. Der vom Bauamt vorgeschlagene moderne Anbau wird von der Wehrleitung natürlich positiv zur Kenntnis genommen. Nach den Ausführungen der Roetgener Feuerwehrspitze teilte Klaus Onasch quasi als Tenor der Ratsvertreter beruhigend mit: „Ich gehe davon aus, dass das, was Sie hier angesprochen haben, wohlwollend von allen beurteilt wird.“

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