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Videowände in Simmerath: Jetzt flackert es am Bushof

Von: jpm
Letzte Aktualisierung:
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Sie blinkt Passanten am Simmerather Bushof entgegen: Eine von zwei sechs Quadratmeter großen Videowänden des Gewerbevereins. Foto: Jan Mönch

Simmerath. Nun sind sie da: Eine Videowand blinkt gehenden und fahrenden Passanten am Simmerather Bushof in Richtung Monschau entgegen. Eine weitere macht auf Höhe der Straße „In der Mahr“ auf Veranstaltungen aller Art aufmerksam. Bereits vergangene Woche wurden die vom Gewerbeverein Simmerath betriebenen LED-Tafeln angeschmissen.

Auf einer Fläche von je sechs Quadratmeter fügen sich nun je 150.000 Pixel etwa zu einem elektronischen Werbeplakat für den Kraremannstag zusammen. Werbekunden können aber auch auf Stellenangebote, Dienstleistungen oder Neueröffnungen aufmerksam machen. Die Kosten für die Wände liefen auf Rechnung des Gewerbevereins. Wie teuer sie waren, möchte der Verein nicht sagen.

„Eine gute Werbemöglichkeit, mit der wir die Simmerather Unternehmen, aber auch die Vereine unterstützen wollen“, hält Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns fest. Mit ihrem Okay habe die Politik auch die Aktivitäten des Gewerbevereins honorieren wollen. „Dort wird nicht gemeckert, sondern selbst angepackt.“

Hermanns weiß allerdings auch, dass es im Vorfeld unter der Bevölkerung nicht nur begeisterte Reaktionen auf das Vorhaben des Gewerbevereins gegeben hatte. Im März hatten so zahlreiche Leser unserer Zeitung kritisch bis entsetzt auf erste Ankündigungen reagiert. „Simmerath wird seine Seele verkaufen“, schrieb damals Gudrun Meßing aus Roetgen.

Und Kurt Grooz aus Rollesbroich sparte in seinem Leserbrief nicht an Sarkasmus: „Der Bericht über die geplante Einführung so genannter I-Walls (...) hat mich geradezu überwältigt und erneut von der Weltoffenheit der Gemeinde überzeugt. Ganz zweifellos werden diese I-Walls wesentlich zur Verschönerung des Ortsbildes beitragen.“

Damals allerdings war auch angedacht, gleich fünf der Tafeln in Simmerath zu verteilen. Schon rein quantitativ wurde das Projekt I-Wall also ein Sück weit gesund geschrumpft. Auch einigte man sich darauf, die Geräte zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr früh auszuschalten. „Man braucht nicht nachts um 2 Uhr buntes Flackerlicht“, findet Bürgermeister Hermanns.

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