Steckenborn - Verkehrswacht gibt den Kindern mehr Sicherheit

Verkehrswacht gibt den Kindern mehr Sicherheit

Von: breu
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Vor 35 Jahren wurde die erste mobile Verkehrsschule eingeweiht. Aus diesem Anlass hatte die Verkehrswacht Monschau zu einer Feier in die Grundschule Steckenborn eingeladen. Foto: Kornelia Breuer

Steckenborn. In den 70er Jahren ist die Zahl der Unfälle mit Kindern im Straßenverkehr drastisch gestiegen. Entsprechende Untersuchungen kamen zu dem Ergebnis, dass Grundschulkinder die theoretischen Kenntnisse, die ihnen im Unterricht vermittelt wurden, noch nicht in die Praxis umsetzen können.

Man erkannte die Notwendigkeit, die Kinder auch praktisch zu unterweisen. Es wurden, vorwiegend in den Städten Jugendverkehrsschulen errichtet. Die Kinder die in ländlicher Umgebung aufwuchsen, wurden mit Bussen zu diesen Orten gefahren und dort unterrichtet. Der Aufwand war sehr hoch und das Angebot wurde deswegen eher selten genutzt.

Schon im Jahr 1954 hatte Peter Gronen im Kreis Monschau die Verkehrswacht Monschau gegründet. Im Jahr 1970 entstand in Zusammenarbeit mit dem damaligen Motorsportclub Steckenborn, unter dem Vorsitz von Otto Stollenwerk, eine Jugendverkehrsschule.

Angeregt durch die Deutsche Verkehrswacht Erkelenz bemühten die Verantwortlichen sich um die Einrichtung einer mobilen Jugendverkehrsschule. Dafür musste zunächst ein Fahrzeug angeschafft werden.

1972 wurde von Lehrer Peter Sistemich ein entsprechender Antrag an den Oberkreisdirektor Georg Stieler gestellt. Dieser versprach die Beratung über die Zuschüsse in den Haushaltsplan für 1973 aufzunehmen.

Um die 35-jährige Erfolgsgeschichte der Verkehrswacht Monschau noch einmal in Erinnerung zu rufen, hatte der Verein jetzt zu einer Feier in die Grundschule Steckenborn eingeladen.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Otto Stollenwerk, zeigten Kornelia Breuer und Michaela Frauenrath mit einem Bildervortrag die Entstehungs- und Wirkungsgeschichte der Fahrzeuge im Dienste der Jugendverkehrsschule.

Das Jugendwerk der Deutschen Shell AG erkannte seinerzeit ebenfalls die Notwendigkeit der Jugendverkehrschule im ehemaligen Kreis Monschau und stellte vier Go-Karts, sechs Fahrräder, einen kompletter Satz Verkehrszeichen, Bodenstative, Absperrketten und einen Spurenstreuer kostenlos zur Verfügung.

Im Mai 1973 konnte die Verkehrswacht einen Brief mit folgendem Text an den Kreis senden: „Der guten Zusammenarbeit mit der deutschen Verkehrswacht Erkelenz und der Kraftverkehr GmbH Erkelenz, vor allen Dingen mit dem Geschäftsführer Otto Dobrowski, ist es zu verdanken, dass wir preisgünstig den Kauf eines Omnibusses tätigen konnten. Der Kaufpreis in Höhe von 2775 DM inkl. Mehrwertsteuer wurde von Fachleuten als sehr günstig bezeichnet.”

Bei dem Fahrzeug handelte es sich um einen Bus mit Werbeaufschrift der Firma Doornkaat. Das Fahrzeug wurde in den Farben der Verkehrswacht neu lackiert und nach dem Ausbau der Sitze wurden Halterungen für die Go-Karts und Fahrräder eingebaut.

Am 7. Juni 1975 war es dann endlich soweit. Die Jugendverkehrsschule konnte in Steckenborn ihr erstes Fahrzeug einweihen.

Erwin Ungermann, langjähriger Verkehrssicherheitsberater der Grundschulen, bedankte sich im Rahmen der Feierstunde für die Arbeit des Vereins und dessen unermüdlichen Vorsitzenden. Ohne die Jugendverkehrsschule wäre eine Verkehrserziehung an den Schulen so nicht möglich gewesen. „Otto Stollenwerk hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, um dieses Ziel zu erreichen und somit viel Gutes in die Schulen getragen.”

Der stellvertretende Simmerather Bürgermeister Bernd Goffart dankte allen Ehrenamtlern, die diesen guten Dienst an der Gesellschaft leisten, besonders in Zeiten leerer Kassen.

Stellvertretender Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck bezeichnete es als den „richtigen Weg, die Jugendverkehrsschule zu den Schülern zu bringen und damit die Kinder sicherer zu machen für die Teilnahme am Straßenverkehr”.

Polizeioberrat Ralf Mallmann bedankte sich für die gute Zusammenarbeit der Verkehrswacht mit der Polizei und den Verkehrssicherheitsbeamten. „Die Unfallhäufigkeit mit Kindern ist in der Eifelregion erfreulich gering.”

Auch die Kindergartenkinder der Region sind oft auf den Straßen unterwegs. Aus diesem Anlass überreichte Otto Stollenwerk an die anwesenden Kindergärtnerinnen jeweils vier Sicherheitswesten für Kinder.

Anschließend lud er die Gäste zu einem kleinen Imbiss ein. Da auch einige ehemalige Schüler anwesend wurden lebhaft Erinnerungen an die Schulzeit und die Einweihungsfeier im Jahre 1975 ausgetauscht.
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