Nordeifel - Vennomenal: Die „etwas andere Band“ in der Eifeler Musikszene

Downsizing Matt Damon Kino Freisteller

Vennomenal: Die „etwas andere Band“ in der Eifeler Musikszene

Von: Carmen Krämer
Letzte Aktualisierung:
5665589.jpg
Gruppenbild mit Dame: Eigentlich sollte Vennomenal eine reine Männerband werden, aber Eva Schneider (hinten, 3. v. li.) passte nach Meinung der Gründerherren so gut dazu, dass sie die Musik mit weiblicher Stimme verschönt. Foto: Carmen Krämer

Nordeifel. Es ist Anfang Dezember 2011 und ein ganz normaler Abend in einer Monschauer Wirtschaft. Lutz Müller und Michael Jollet trinken ein Bierchen und philosophieren über das Leben. Wer die fünf Worte, die ihrer Meinung nach jeder Mann in seinem Leben einmal sagt, an diesem Abend laut ausgesprochen hat, wissen sie heute nicht mehr. Aber sie sollten zumindest einen Teil ihres Lebens verändern. Die Worte lauteten: Wir sollten eine Band gründen!

Gesagt, getan. „Schon an dem Abend haben wir überlegt, welche Besetzung man für eine Band braucht“, erinnert sich Lutz Müller. Denn das Besondere an dieser Band sollte sein, dass der Schwerpunkt auf Blasinstrumenten liegt.

Am nächsten Tag haben die beiden angefangen, herumzutelefonieren, um die nötigen Leute zusammen zu bekommen. Innerhalb kürzester Zeit hatten sie einige gute Musiker gefunden, die großes Interesse an der Gründung einer Band hatten und so fanden schon kurze Zeit später die ersten Proben statt. Dabei zeigten sie sich offen für alles: „Immer wieder brachte jemand einen mit, der auch gern aufgenommen wurde. Und eigentlich wollten wir eine reine Männerband gründen, aber Eva Schneider war an dem Abend auch in der Wirtschaft und sie passte da einfach gut rein.“

Jetzt ist die Kalterherbergerin die einzige Frau unter 14 Männern, die sich mehr oder weniger regelmäßig zum Proben treffen. „Einige von uns sind Studenten und wohnen eigentlich nicht mehr hier. Aber unsere Leidenschaft zur Musik und unsere Heimatverbundenheit bringt uns immer mal wieder – mindestens einmal alle zwei Wochen – nach Mützenich in die Uraalt Scholl, wo wir dann proben, wenn wir Zeit haben“, erklärt Eva Schneider.

Ihre Verbindung zur Heimat drücken sie auch im Bandnamen aus: „Vennomenal“ nennen sich die Musiker, die aus der gesamten Nordeifelregion stammen. Ihr Repertoire ist ebenso wie ihre Instrumente vielseitig, ihre Hemden sind kunterbunt und ihre Musikrichtung beschreiben sie als „alles was Spaß macht“. Dazu zählen zum Beispiel Tina Turner, Udo Jürgens und Amy McDonald. Und Spaß haben die jungen Leute, die alle zwischen 16 und 25 Jahre alt sind, nicht nur beim Proben, sondern auch bei ihren Auftritten. Mit viel Witz und Charme moderieren sie zwischen den Songs, wobei sie meist ihr Publikum mit einem Udo Jürgens Medley schon zu Beginn zum Mitsingen animieren.

Konzert in der Taverne

„Für uns ist der Spaß an der Sache das wichtigste. Und ich denke, das bringen wir auch rüber. Bei uns ist es nicht wie im Verein, wo die Eltern dem Kind sagen: ‚Geh da mal hin‘. Hier kommt jeder freiwillig, wir machen das, worauf wir Lust haben und können uns auf die Anderen verlassen“, erklärt Eva Schneider. „Dazu muss man noch sagen, dass wirklich alle sehr gute Musiker sind.“

Wer Lust hat, sich von Vennomenal einmal verwöhnen zu lassen, hat am 21. Juli bei einem stimmungsvollen Nachmittag in der „Taverne Lutze“ in Kalterherberg die Möglichkeit dazu. Der nächste Termin ist dann auf der Kirmes in Eicherscheid am 4. August.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert