Roetgen - UWG noch unschlüssig über Bürgermeister-Kandidaten

UWG noch unschlüssig über Bürgermeister-Kandidaten

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:
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Als Vorsitzender der UWG Roetgener Bürger bei der 1. Mitgliederversammlung bestätigt: Hans Joachim Mathee.

Roetgen. Die am 11. Dezember 2008 neugegründete UWG Roetgener Bürger e. V. nimmt langsam Fahrt auf. Bei der 1. ordentlichen Mitgliederversammlung am Mittwochabend in der Gaststätte „Zum Hövel” ging der Blick der rund 20 Anwesenden schon eindeutig in Richtung Kommunalwahl am Sonntag, 7. Juni.

Unschlüssig sind die Roetgener Unabhängigen noch darüber, ob sie einen eigenen Bürgermeister Kandidaten ins Rennen schicken sollen. Die Entscheidung soll bei der nächsten Versammlung fallen. Einerseits sah man die Chance , mit einem eigenen Kandidaten beim Wähler zu punkten, andererseits aber auch die Gefahr, nicht ernst genommen zu werden.

Drei Ratsvertreter?

Außer Zweifel steht für die UWG hingegen, dass man alle 13 Roetgener Wahlkreise mit Direktkandidaten besetzen möchte. Bei derzeit 15 eingetragenen Mitgliedern ist man zuversichtlich, dieses Ziel zu errreichen.

Das Selbstbewusstsein der neuen politischen Initiative ist allerdings schon beachtlich. Man glaubt, eine allgemeine Unzufriedenheit der Roetgener Wähler mit derzeit agierenden politischen Kräften festgestellt zu haben, so dass man fest damit rechnet, nach der Wahl mindestens drei Vertreter in den Gemeinderat zu schicken.

Für UWG-Pressesprecher Hubert vom Venn ist eine klare Positionierung im Wahlkampf wichtig. Man wolle deutlich machen, dass die UWG weder eine Unterstützungsinitiative für Bürgermeister Manfred Eis sei, noch ein verlängerter Arm der Schulinitiative, die seinerzeit das Bürgerbegehren auf den Weg brachte.

Auf das Diskussions-Niveau im Roetgener Gemeinderat will man sich auf keinen Fall begeben; vielmehr gelte es, sachlich die eigenen Positionen zu vertreten.

Gegenüber der Gründungsversammlung hatte es keine Veränderungen mehr im Vorstand gegeben, sodass die Amtsinhaber von der Versammlung bestätigt wurden. Festgelegt wurde noch der Mitgliedsbeitrag mit 24 Euro pro Jahr (ein Familienrabatt wird eingeräumt).

Auch das Wahlprogramm der UWG Roetgener Bürger nimmt Gestalt an. Die Anwesenden nannte ihre Wünsche und Ziele, die sie mit Hilfe der UWG umsetzen möchten: Immer wieder wurde die Forderung nach mehr Transparenz und Bürgernähe laut, ebenso auch der Wunsch nach einer Verbesserung des politischen Klimas im Rat.

„Die Aldi-Diskussion wird unter der Decke geführt”, hieß es, das städtebaulich Konzept für Roetgen sei „eine Katastrophe”, dem Tourismus müsse man mehr Gestalt geben, ein Kultursaal für den Ort wurde gewünscht, auch sollten sie Zäune um die Talsperre verschwinden.

Die Straße zwischen Roetgen und Rott stelle ein Sicherheitsrisiko dar, es müsse ein bessere Angebot für Jugendliche geschaffen werden, die Vereine müssten gleichmäßig gefördert werden, die Kinder sollten „ein vernünftiges” Schulgebäude vorfinden, und durch behutsame Ausweisung von Neubaugebieten solle der ländliche Charakter Roetgens erhalten bleiben, lauteten weitere Vorschläge, die in das Wahlprogramm eingearbeitet werden sollen.

Der nächste Schritt ist jetzt die Bildung von Arbeitsgruppen, die die verschiedenen Themenkomplexe programmatisch in Form bringen sollen.
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