Radarfallen Blitzen Freisteller

US-Bürgerrechtler John Lewis: „Wir müssen Lärm machen”

Von: wm
Letzte Aktualisierung:
lewisbild
„I have a dream”: Der Bürgerrechtler John Lewis (3. v. i.) träumt davon, dass alle Menschen gleich sind. Bei seinem Besuch in Monschau trug er sich am Freitag in das Goldene Buch der Stadt Monschau im Roten Haus ein. Unser Bild zeigt Lewis mit F. Maintz, Eveline Y. Metzen, Alexander Lenders, Wolfgang Maintz, Baronin Jeane von Oppenheim, Dr. Juliane Kronen und Bürgermeisterin Margareta Ritter. Foto: Walter Mertens

Monschau. „We are honored” - „Wir fühlen uns geehrt”. Der amerikanische Bürgerrechtler und Kongressabgeordnete John Lewis beendete am Freitag seinen Deutschlandbesuch mit einem Besuch in der Stadt Monschau und mit einem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt.

John Lewis hat sein Leben lang gekämpft. Er ist aufgestanden und hat sich erhoben gegen die Ungerechtigkeit der Apartheit angefangen in den frühen 60er Jahren bis hin zur Gegenwart. Er war Zeitzeuge von Martin Luther Kings historischer Rede („I have a dream”) und wie Martin Luther King kämpft er den Kampf gewaltfrei. Für seine Überzeugung war er inhaftiert, und auch heute noch schaut Lewis genau hin.

„Trotz der vielen Veränderungen, die wir bereits bewirkt haben, leiden noch zu viele Menschen in dieser Welt. Unser Kampf für eine friedliche Gemeinschaft ist ein endloser Kampf.” Lewis möchte niemanden diskriminiert sehen und steht für Religionsfreiheit - auch beim umstrittenen Bau einer Moschee in Manhattan. Der rechten Tea-Party-Bewegung hält er entgegen: „Amerika gehört uns allen, wem sollen wir es zurückgeben?”

Viele Rückschläge

Auf die Frage, was man denn gegen einen solchen gesellschaftlichen „Roll Back” tun könne, antwortet Lewis: „Wir müssen Lärm machen! Stand up!”. Sicherlich sei der Weg nicht immer einfach und gradlinig, es gäbe viele Rückschläge und braucht auch viel Geduld. Seine Eltern hätten ihm immer gesagt, er solle nicht in Trouble geraten, „but I got into trouble. It was good trouble, necessary trouble.”

Lewis zeigte sich sichtlich bewegt, als er durch die Straßen der Altstadt flanierte, auf denen von nunmehr 65 Jahren amerikanische Soldaten für die Freiheit gekämpft hatten. Nach dem Besuch der historischen Altstadt wurde Lewis im Roten Haus von Bürgermeisterin Margareta Ritter empfangen. Dem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt folgte ein Dinner im Roten Haus.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert