Kalterherberg - Urlaub auf dem Bauernhof wird zum Trend

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Urlaub auf dem Bauernhof wird zum Trend

Von: Karl-Heinz Hoffmann
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Ein Spiel-Paradies für Kinder in ländlicher Idylle: Auf dem schwarzgelben Traktor kann man sich für Fahrten mit Bauer Förster einstimmen und Fahrräder, Bobby- und Kettcars stehen auf dem Bauernhof „Rodehof“ ebenso reichlich zur Verfügung, wie Kühe, Kälbchen, Ponys, Hängebauchschweine, Kaninchen und Katzen. Foto: Karl-Heinz Hoffmann

Kalterherberg. Der 10-jährige Jan ist begeistert. Es ist kurz nach 9 Uhr und offensichtlich hat der mit Latzhose und Gummistiefeln fachgerecht gekleidete Bursche neben Hofhund Maggy einen ganzen Bauernhof für sich allein. Verträumt schwingt er sich auf ein Kettcar und dreht mit sich und der Welt zufrieden eine Runde über den Hof.

Jan macht mit seinen Eltern Ferien auf dem Bauernhof, wozu sich die Familie auf dem Rodehof in Kalterherberg einquartiert hat. Seinen Urlaub auf dem Bauernhof zu verbringen, bezeichnet Rose-Marie Förster, die zusammen mit ihrem Mann Hans-Otto Förster den Rodehof betreibt, als immer beliebter werdenden Trend der Zeit. „Die Leute haben wieder das Wandern, Radfahren und Naturerleben entdeckt“, erklärt die Bäuerin mit touristischem Blut in den Adern.

Wie sehr das wieder gefragt ist, wird auf dem Rodehof auch daran deutlich, dass bis Ende August alle Ferienwohnungen ausgebucht sind.

„An erster Stelle steht“, so Förster, „dass sich die Urlauber wohlfühlen. Urlaub auf dem Bauernhof soll ‚Naturlaub‘ bei Freunden sein.“ Da sprach natürlich auch die bäuerliche Touristik-Fachfrau, die im Vorstand der Initiative „Natururlaub“ ist, in der sich in der Eifel von Heimbach bis Bitburg 60 Betriebe zur Vermarktung ihrer Ferienhöfe zusammengeschlossen haben: „Die Eifel hat im Tourismus wahnsinnig zugelegt“, beschreibt Förster ergänzend die Gesamtsituation. So profitiere auch der Rodehof von solchen touristischen Highlights wie dem Vennbahnradweg, dem Eifelsteig oder der Klosterroute. „Neben unseren Feriengästen sind hier auf dem Rodehof auch jederzeit vorbeikommende Wanderer und Fahrradfahrer willkommen“, will Rose-Marie Förster dazu festgehalten wissen.

Auch Erwachsenen haben Spaß

Ferien auf dem Bauernhof kann man bei den Försters im übrigen seit 15 Jahren machen. „2000 haben wir mit zwei Wohnungen zur Vermietung angefangen“, erklärt Hans-Otto Förster. Auf dem Grünland-/Biobetrieb wurde zwar zwischenzeitlich die Milchwirtschaft eingestellt, jedoch wimmelt es dort immer noch vor Tieren. Kühe, Kälbchen, Ponys, Hängebauchschweine, Kaninchen, Katzen, Hühner, Ziegen und Hofhund Mandy werden nicht nur von den Kindern bestaunt. Auch den Erwachsenen macht es beispielsweise einen Riesenspaß zur „Raubtierfütterung“ der Ziegen zu schreiten. Zur Freizeitbeschäftigung stehen für die Kinder auf dem Hof neben dem Spielplatz, dem Trampolin und der Spielscheune (für Regentage) jede Menge Fahrräder, Bobby- und Kettcars zur Verfügung. Highlights für die kleinen Feriengäste sind natürlich Ponyreiten und die Traktorfahrten mit Bauer Förster. Dafür nimmt der sich auch reichlich Zeit und tuckert mit seinen kleinen und großen Gästen in aller Ruhe und mit bäuerlicher Gelassenheit über die Felder und durch das nahe gelegene Dorf.

Die Gäste auf dem Roderhof kommen aus der näheren und weiteren Umgebung. „Als wir anfingen“, so Förster, „haben wir hauptsächlich Gäste aus den Niederlanden gehabt“. Das hat sich im Laufe der Jahre geändert. Heute ist das Ferienpublikum gemischt und Gäste aus Leverkusen, Köln und Bergisch-Gladbach gehören zur Tagesordnung. „Aber man will es gar nicht glauben, wie viele aus der näheren Umgebung hier Urlaub machen“, erklärt Hans-Otto Förster und verweist hierzu auf Stammgäste aus Aachen und Düren. In der Regel machen die Gäste auf dem Bauernhof eine Woche Urlaub. „Aber wir haben auch immer wieder Gäste, die länger bleiben. Ab nächster Woche kommt eine Familie aus Stuttgart für drei Wochen zu uns.“

Warum man nun Urlaub auf dem Bauernhof macht, erklärte im Vorbeigehen eine ältere Dame aus Leverkusen: „Weil das hier schön ist. Und dann fahren Oma und Opa eben mit den Enkeln auf den Bauernhof.“ Dort wird es nach Rose-Marie Förster selbst an Regentagen nicht langweilig. „Wir haben hier so viel zu bieten“, sprudelt es aus ihr hieraus. „Malmedy, Eupen, Lüttich und die Stadt Luxemburg sind ganz in der Nähe. In Monschau kann man beispielsweise das Waldmuseum, die Senfmühle und das Glasmuseum besuchen.“ Bei schönem Wetter empfiehlt sie ihren Gästen die Schwimmbäder in Rurberg, Einruhr, Robertville und Büttgenbach oder auch die Bobbahn in Rohren. Als Highlight stehe bei den Urlaubern aber nach wie vor „belgische Fritten essen“ an.

Am Ende fasst Rose-Marie Förster all das zusammen und hält überzeugt und mit leuchtenden Augen fest: „Drei Wochen Urlaub in der Eifel und trotzdem jeden Tag etwas Neues entdecken.“

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