Nordeifel - Urlaub auf dem Bauernhof

Urlaub auf dem Bauernhof

Von: dm
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Landrat Günter Rosenke aus Euskirchen (links) gehörte wie Aachens Kreisdirektor Helmut Etschenberg (rechts) zu den Gratulanten bei der Feier zum zehnjährigen Bestehen der Interessengemeinschaft „Urlaub auf dem Bauernhof”. Zweite von links Christel Kaulen aus Vossenack, daneben Anja Esser, deren Höfe nun in die Interessengemeinschaft aufgenommen wurden. Zweiter von rechts Dieter Esser vom „Vennhof”, daneben Monika Breuer, Vorsitzende der Interessengemeinschaft Nordeifel.

Nordeifel. Ziegen füttern, Kälber tränken, Kühe melken, Pony reiten oder mit Bauer Elmar eine Runde Traktor fahren: Auf dem „Victorhof” im Hatzevenn zwischen Konzen und Mützenich lässt sich gut und erlebnisreich Urlaub machen.

„Urlaub auf dem Bauernhof” - da ist der Hof von Elmar und Iris Victor mit seinen Angeboten, Aktionen und mit seinem Service vorbildlich und recht erfolgreich. Erfolgreich wie das Projekt „NatUrlaub bei Freunden”.

Also war es fast schon zwangsläufig, dass die Interessengemeinschaft Nordeifel „NatUrlaub bei Freunden - Urlaub auf dem Bauernhof” ihr zehn-jähriges Bestehen auf dem „Victorhof” feierte. Zum Feiern dazu hatten sich am Freitagmorgen zahlreiche Gäste aus der gesamten Eifel auf dem Hof der Familie Victor versammelt.

Urlaub auf einem Eifeler Bauernhof ist längst zum festen und auch besonderen Angebot auf dem Tourismus-Markt geworden. Und die Chancen, in Zukunft noch mehr Gäste zu gewinnen und sich damit noch mehr Marktanteile zu sichern, sind sehr gut. Davon sind auch Landrat Günter Rosenke aus Euskirchen und Aachens Kreisdirektor Helmut Etschenberg überzeugt, wie sie in ihren Grußworten zum Jubiläum deutlich machten.

Günter Rosenke erinnerte: Bei der Gründung der Interessengemeinschaft vor mehr als zehn Jahren (genau am 23. Juni 1998) auf der Burg Heimbach beteiligten sich zehn Betriebe am Projekt „Urlaub auf dem Bauernhof”, heute sind es im Bereich der Nordeifel schon 21 Betriebe. Ziel war und ist es, so Rosenke, die touristischen Angebote dieser Urlaubsform in der Region Eifel-Ardennen zu verbessern und gut auf dem touristischen Markt zu platzieren.

Das Konzept war und ist erfolgreich. Günter Rosenke aber mahnte zugleich: Das Angebot „Urlaub auf dem Bauernhof” lässt sich „nicht einfach so nebenher machen”, es verlange vielmehr „die stetige und aktive Beteiligung” der Betriebe, die zudem ihre Angebote ständig weiterentwickeln müssten.

Dass dies auch geschieht, versicherte Monika Breuer aus Udenbreth, Vorsitzende der Interessengemeinschaft „NatUrlaub bei Freunden”. „Wir stehen für Qualität”, betonte sie und dankte vor allem auch der Eifel-Touristik und der Landwirtschaftskammer für die gute Beratung und Betreuung seit der Gründung der Gemeinschaft.

Monika Breuer erinnerte an den mühsamen Start des Projektes: Mit großer Überzeugungskraft und „festem Glauben an den Erfolg” habe damals Marianne Stein von der Landwirtschaftskammer Rheinland „so manchen heutigen Anbieter sehr hartnäckig bearbeitet, denn die Vorstellung, Fremde auf dem Hof zu haben, freundlich zu ihnen zu sein und dafür erst einmal Geld zu investieren, rief nicht überall Begeisterung hervor”.

Steigendes Interesse

Ziel der Interessengemeinschaft ist auch die gemeinsame Vermarktung, dazu wurde auch ein attraktives „Bauernhof-Magazin” entwickelt, das gemeinsam mit dem Projekt selbst auf Messen wie zuletzt noch auf der „Grünen Woche” in Berlin präsentiert wird.

Helmut Etschenberg machte den Erfolg des Projektes „Urlaub auf dem Bauernhof” deutlich: Die Anzahl der Bauernhof-Urlauber ist von 2004 bis 2006 um rund 38 Prozent auf 2,9 Millionen gestiegen, dann nochmals um rund 23 Prozent auf nunmehr 8,7 Millionen im Zeitraum 2007 bis 2009. Ermittelt hat das Europäische Tourismus-Institut diese Daten.

Die direkte Lage zu den Ballungszentren in NRW (rund 30 Millionen Einwohner im Umkreis von gut zwei Autostunden) eröffnet den Anbietern der Eifel eine besondere Chance. Eifelweit gibt es inzwischen 60 Anbieter von „Urlaub auf dem Bauernhof” mit mehr als 200 Gästebetten. Die Auslastung der Betriebe liegt bei einigen Betrieben bei mehr als 250 Tagen im Jahr, berichtete Birgit Biermann von der Landwirtschaftskammer: „Urlaub auf dem Bauernhof” - das bedeute auch Investitionen und Arbeitsplätze und damit auch eine Stärkung der Wirtschaftskraft in der Eifel-Region.

Zielgruppen für „Urlaub auf dem Bauernhof” sind künftig, so verwies Helmut Etschenberg auf eine Studie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, zunehmend ältere Paare, Reisende mit Handicap, Alleinerziehende, Patchworkfamilien, Großeltern mit Kindern, Gesundheits- und Aktivurlauber.

Für den Erfolg, so Etschenberg, gibt es zwei Grundsätze: Das Angebot der Höfe muss ergänzt und differenziert werden. Und: Die schon enge Zusammenarbeit mit der touristischen Regionalagentur Eifel-Tourismus muss weiter vertieft werden. Dann sind „die Aussichten für die Zukunft gut”, ist auch Birgit Biermann überzeugt. Im Bereich der Stadt Monschau gibt es sechs Betriebe, die Urlaub auf dem Bauernhof anbieten.

Am Freitag neu in die Interessengemeinschaft aufgenommen wurde der „Vennhof” von Anja und Dieter Esser aus Mützenich.
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