Monschau - Unsterblich verliebt in einen guten Vampir

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Unsterblich verliebt in einen guten Vampir

Von: V.M.
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Ganz schön gefährlich: Die W
Ganz schön gefährlich: Die Werwölfe spielten in der Theaterproduktion „Biss ins neue Leben” der Mädchenrealschule St. Ursula eine mörderische Rolle. Foto: V. Monterey

Monschau. Es gibt tatsächlich Augenblicke, da wünscht man sich als Erwachsener, noch einmal in die Schule zu gehen. Die Aufführung des Stückes „Biss ins neue Leben” der Theater-AG der Mädchenrealschule St. Ursula am vergangenen Freitag und Samstag in der Monschauer Markthalle erweckte wohl bei vielen Besuchern diesen Wunsch.

Unter der Leitung von Claudia Rampazzo, Lehrerin für Religion und Textilgestaltung, war im Laufe des vergangenen Schuljahres ein Theaterstück auf die Beine gestellt worden, welches sich sehen lassen kann.

Das von den Schülerinnen selbst geschriebene Stück basiert auf der Idee von „Twilight”, dem inzwischen vier Bücher und Filme zugrunde liegen.

Insgesamt 30 Schülerinnen aus den Klassen 5 bis 9, im Alter von elf bis 15 Jahren, kreierten das Stück, eine Collage aus Musical, Film, Musik und Theater mit einer hervorragenden Choreographie fast komplett eigenständig, inklusiv des Bühnenbildes, der Kostüme und Requisiten, Licht und Tongestaltung und zogen damit die Besucher in den Bann.

Brillantes Spiel

Jede Schauspielerin, sowohl die Zweitbesetzung am Freitagabend als auch die Erstbesetzung am Samstag, brillierte in ihrer Rolle. Allen voran Stephanie Palm in der Rolle der Sterblichen Isabella und Celine Jahns in der des guten Vampiers Edward. Eine Liebesgeschichte, deren Handlung schnell erzählt ist: Die Tochter des Polizeichefs kehrt in den kleinen Ort Forks zu ihrem geschiedenen Vater zurück und setzt dort ihre Schulzeit auf der Highschool fort. In der Klasse sitzen einige zarte, blasse Gestalten, die sich seltsam verhalten und gleichzeitig faszinieren, darunter auch der attraktive Edward.

Bella verliebt sich in den jungen Mann, der sich jedoch zunächst gegen ihre Liebe wehrt. Sie verwirrt Edward, denn bei ihr schaltet sich seine Fähigkeit, die Gedanken der Menschen zu lesen, ab. Schließlich verrät er ihr das Geheimnis seiner Familie und seiner Unsterblichkeit. Bella wird in den Kreis der guten Vampire aufgenommen.

Derweil treiben böse Vampire ihr Unwesen in Forks, ermorden mehrere Touristen und machen ein altes Ehepaar, hervorragend gespielt von Nele Lufy und Nele Müllejans zu Vampiren. Der Höhepunkt findet sich in der Ermordung der bösen Vampire durch die Werwölfe und schließlich dem Wunsch Bellas, mit Edward ein Leben lang zusammenbleiben zu wollen, als Unsterbliche.

Die durchdachte Choreographie, die Einbeziehung des Mittelganges im Zuschauerraum und die eingebauten Lieder, gesungen von der Hauptdarstellerin zur Klavierbegleitung von Julia Thomas machten das Stück zu einem großen Spektakel und rissen das Puplikum mit. Rauch, Filmfragmente und die stets begleitende Stimme aus dem „Off”, gesprochen von Shereen Heynen, auch Darstellerin der Bella neben Nathalie Prickartz als Edward am Vorabend, sorgte für eine mystische Atmosphäre.

„Alles zusammen wirklich klasse”, meinte Eva Wagemann, Mutter einer Schülerin in der Pause begeistert. Enorm seien vor allem die extrem langen Texte, welche die Schülerinnen zu lernen hatten, dazu die Lieder, wie zum Beispiel „New Age” von Marlon Rondette, „Someone like you” von Adele oder „We found love”. Den Text von „Eiskalt” von Culture Candela haben die Schülerinnen „selbst umgetextet”, erläuterte Claudia Rampazzo.

Anfangs „sehr aufgeregt”

Egal ob Kostüme, Bühnenbild oder die Wolfsmasken, hergestellt von Corinna Lentzen - alles sei „fast ohne Hilfestellung der Eltern entstanden”.

Die Schülerinnen selbst waren zufrieden. Natürlich sei man „sehr aufgeregt”, insbesondere in den ersten Minuten auf der Bühne, aber das vergehe mit der Zeit. Und die grellen Scheinwerfer sorgten dafür, dass man „das Puplikum kaum wahrnehme”, so Celine, auch das sei hilfreich.

Mit großem Beifall wurden die jungen Schauspielerinnen belohnt. Schulleiter Hans-Peter Müsch lobte seine Schülerinnen und die junge Kollegin. Dieses Projekt hätte nicht nur allen Beteiligten enorm viel Spaß gemacht, es mache auch ganz andere Talente der Schülerinnen sichtbar.

Das klassenübergreifende Projekt fördere jede Einzelne mit ihrer ganz eigenen Begabungen, indem „die Älteren die Jüngeren mitziehen”, so Müsch. Man darf gespannt sein, was die Theater AG im nächsten Jahr auf die Bühne bringt.
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