Umweltminister Remmel in Monschau: „Ein Juwel in der Perlenkette”

Von: hes
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NRW-Umweltminister Johannes Re
NRW-Umweltminister Johannes Remmel trug sich bei seinem Kurzbesuch gestern Mittag auch ins Goldene Buch der Stadt Monschau ein. Rechts Bürgermeisterin Margareta Ritter. Foto: Heiner Schepp

Monschau. Er gilt als Kenner von Landwirtschaft und Tourismus, Heimat- und Kulturpflege - Themen, die auch in Monschau immer aktuell sind. Bei seinem ersten offiziellen Besuch in der Eifelstadt am Donnerstag jedoch drehte sich für NRW-Umweltminister Johannes Remmel alles um das Thema Nationalpark.

Und so wurde aus dem repräsentativen Besuch des Grünen-Politikers am Ende „ein Arbeitsgespräch, bei dem wir uns in einigen Dingen bereits erfreulich konkret verständigen konnten”, wie Bürgermeisterin Margareta Ritter nach der Kurzvisite feststellte.

Begonnen hatte der halbe Nordeifeltag des Ministers aus dem Kabinett Kraft am Morgen, als der 48-Jährige den barrierefreien Wanderweg „Wilder Kermeter” im Nationalparkgebiet am Rursee offiziell seiner Bestimmung übergab.

Um das Thema Nationalpark drehte sich dann auch alles beim anschließenden Besuch in Monschau, wo Johannes Remmel im Beisein von Vertretern aller Ratsfraktionen und der Verwaltungsspitze mit Bürgermeisterin Ritter insbesondere die Problematik der Jagd im und rund um das Schutzgebiet erörterte.

Das Land sei bemüht, „mit den Nachbarn des Nationalparks eine gute Nachbarschaft zu pflegen”, und dazu gehöre, dass man über Probleme miteinander spreche. Das „Problem” in diesem Falle ist die Jagd im Nationalpark, die per Landesgesetz untersagt ist, schlussendlich aber doch so intensiv betrieben wird, dass die Jagdpächter der angrenzenden Bezirke buchstäblich in die Röhre schauen.

Der Stadt Monschau drohen daher Pachtausfälle im sechsstelligen Bereich, und so bemüht man sich um einen Kompromiss zwischen den Interessen des Naturschutzes („Wald vor Wild”) und denen der Jagd. Eine - weitere - systematische Erfassung („Monitoring”) von Beständen, Schäden, Verhalten und Raumnutzung im Nationalpark soll bis Jahresende mehr Klarheit bringen und die Grundlage bilden für einen Muster-Jagdpachtvertrag, der auch die ökologischen Interessen des Nationalparks berücksichtigt.

Indes könnte die Eifel das Alleinstellungsmerkmal Nationalpark im Lande bald verlieren, denn im Ministerium Remmel wird eifrig an einem zweiten Nationalpark für NRW im Bereich Senne gewerkelt, wo nach dem überraschenden Abzug der britischen Rheinarmee ein weiteres Schutzgebiet unter Landesregie entstehen soll.

Eine klare Absage erteilte der Grünen-Politiker hingegen Erweiterungsplänen im Nationalpark Eifel. „Daran ist derzeit nicht gedacht”, betonte der Minister, stellte aber fest: „Die Naturschutzgebiete sind die Juwelen auf der Perlenkette unseres Landes, und da ist Monschau ganz vorne mit dabei”.
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