Umsatz geht weiter zurück: Rohren bangt um den Dorfladen

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Rohren. „Wenn wir unseren Konsum weiter erhalten wollen, darf der Umsatz nicht weiter fallen“, sagte Heinz Josef Hermanns, Vorstandsmitglied und Geschäftsführer der Konsum-Genossenschaft Rohren e.G., jetzt bei der 65. Genossenschaftsversammlung.

Im Geschäftsjahr 2012 blieb nur ein kleiner Überschuss von 292 Euro übrig, wobei es 2011 noch 635 Euro waren, die Bilanz ist also insgesamt schlechter. Auch die Umsatzerlöse reduzierten sich von 241.000 Euro auf 238.000 Euro. Zudem steigerten sich die Kosten, die zum Einkauf der Ware aufgewendet werden mussten, um 6000 Euro.

Um Einsparungen zu tätigen, wurden betriebliche Aufwendungen reduziert sowie Löhne und Gehälter gekürzt. Dadurch konnte letztlich ein Überschuss von 7000 Euro erarbeitet werden. Damit der Konsum Ende diesen Jahres keine roten Zahlen schreibt, müssen notgedrungen einige Preise moderat erhöht werden.

Im laufenden Jahr setzt sich dieser Trend fort: Auch die Umsätze im Jahr 2013 sind bislang rückläufig; bis April wurden 75.000 Euro erzielt, 2012 waren das zur gleichen Zeit noch 3000 Euro mehr.

Bei den Wahlen der Genossenschaft wurde Bruno Gerhards als Vorstandsmitglied für drei Jahre wiedergewählt. Nicht zur Wahl standen in diesem Jahr die weiteren Vorstandsmitglieder Peter Josef Strauch und Heinz Josef Hermanns. Im Aufsichtsrat wurde die Vorsitzende Monika Krings wiedergewählt, bis 2014 ist noch Mathilde Schmitz, bis 2015 Klaus Riehl gewählt.

Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde auch die Namensänderung in „Konsum Rohren“ angesprochen, für die auch die Satzung geändert werden soll. Hierzu erklärte sich der Rechtspfleger des Amtsgerichts in Monschau, Andreas Hermanns, bereit, die Genossenschaft zu unterstützen.

Positiv wurde bei der Genossenschaftsversammlung angemerkt, dass 2012 erstmals nach langer Zeit noch einmal im Geschäft investiert werden konnte. So wurden drei neue, moderne Kühlschränke angeschafft. Die Familie Hermanns stellte zudem eine Gefrierzelle zur Verfügung. Diese wurde in eine Gefrier- und Kühlzelle umgebaut, so dass beim Kühlen der Ware viel Energie gespart wird und das optische Bild aufgebessert wird.

Außerdem wurde in der Versammlung die Anschaffung einer weiteren (gebrauchten) Kasse angeregt, damit zukünftig die Umsätze nach 7 und 19 Prozent erfasst werden können. Ansonsten sei die Treppe im Außenbereich noch sanierunsgsbedürftig, hieß es. Hier wird im Moment noch nach einer preiswerten Lösung gesucht.

Veränderungen stehen aber nicht nur bei der Einrichtung an, sondern auch beim Sortiment. Die Metzgerei Kaczmarek, die bisher verlässlich den Rohrener Konsum belieferte, stellt ihr Geschäft ein. Daher setzte man sich schon mit der Metzgerei Kirschfink in Verbindung, um der Kundschaft auch künftig Frischfleisch vom Metzger anbieten zu können.

Nach einer lebhaften Diskussion mit dem nochmaligen Appell an alle Bürger, den Konsum mit dem täglichen Einkauf zu unterstützen, Versammlung.

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