Simmerath - Umkämpfter Markt bei den Alttextilien

FuPa Freisteller Logo

Umkämpfter Markt bei den Alttextilien

Von: ho
Letzte Aktualisierung:

Simmerath. Mit dem Entwurf des Ökologischen Abfallwirtschaftsplanes (AWP) der Landesregierung hatte sich der Umwelt-, Forst- und Agrarausschuss in seiner ersten Sitzung zu beschäftigen.

Die Gemeinde Simmerath hat bis zum Monatsende Zeit zur Stellungnahme. Mit dem Plan sollen drei Ziele erreicht werden: Abfälle vermeiden, hochwertig verwerten und ortsnah beseitigen. Ein weiterer Schwerpunkt des AWP ist die stärkere Verwertung von Bioabfällen, wozu festgelegt werden soll, wie viel Kilogramm Bioabfall (einschließlich Grünschnitt) pro Einwohner im Schnitt getrennt gesammelt werden soll. Damit will man Zielmarken schaffen.

Für die Städteregion würde sich für 2016 hierbei ein Leitwert von 130 kg pro Einwohner ergeben (2013: 102 kg, 2021: 160 kg). Die Gemeinde Simmerath liegt 2013 bei der Zielmarke von 94 kg.

Aufgrund der stark gestiegenen Verwertungserlöse für Alttextilien und Schuhe hat sich deren Sammlung und Verwertung zwischenzeitlich zu einem stark umkämpften Markt entwickelt. Dabei versuchen immer mehr gewerbliche Firmen, ihre Altkleidercontainer auf öffentlichen und privaten Stellplätzen aufzustellen. Aufgrund der zu befürchtenden negativen Auswirkungen auf das Ortsbild und die Sauberkeit in den Kommunen wurde von der Regioentsorgung daher ein Abfallkonzept erarbeitet.

Mit ihm soll ausgeschlossen werden, dass gewerbliche Altkleidersammler einen Anspruch auf die Durchführung von entsprechenden Sammlungen und das Aufstellen von Altkleidercontainer auf öffentlichen Straßen und Plätzen durchsetzen können. Da in den letzten Jahren auch in Simmerath viele Container von gewerblichen Anbietern auf Privatgrundstücken aufgestellt wurden, rückt die angesprochene Problematik auch für die Kommunen in den Vordergrund.

In Simmerath gibt es derzeit 16 Standplätze für Altglassammelbehälter, von denen die meisten zusätzlich mit Altkleidercontainern von gemeinnützigen Organisationen versehen sind. Auch wenn die Gemeinde, wie vom Ausschuss empfohlen, sich dem Konzept der Regioentsorgung anschließt, wird sich hieran nichts ändern. Die Altkleidercontainer von allen derzeit im Gemeindegebiet tätigen gemeinnützigen Organisationen bleiben also unangetastet. Darüber hinaus sollen ohne Zustimmung der Gemeinde keine weiteren Containeraufstellungen durch die Regioentsorgung erfolgen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert