Gey - Umgehung fertig: Für die Bürger von Gey wird ein Traum wahr

Umgehung fertig: Für die Bürger von Gey wird ein Traum wahr

Von: Fred Schröder
Letzte Aktualisierung:
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Nachdem die beiden Seelsorger die Straße eingesegnet hatten, enthüllten Dietmar Nietan, Rolf Seel, Liesel Koschorreck, Axel Buch und Thomas Rachel (von links) ein neues Straßenschild. Foto: Sandra Kinkel

Gey. „Sie sehen heute den glücklichsten Ortsvorsteher der Welt.” Helmut Rösseler war nicht der Einzige, der trotz nasskalten Winterwetters am Rande der neuen Bundesstraße 399 strahlte. „Der Einsatz hat sich gelohnt”, befand auch der Bürgermeister der Gemeinde Hürtgenwald, Axel Buch, und sprach von „einem großen Tag für Gey”.

Denn mit der offiziellen Verkehrsfreigabe geht für die Bewohner der Ortschaft Gey ein Traum in Erfüllung. Endlich eine Ortsumgehung.

Ein schöner Tag sei es auch für den Landesbetrieb Straßenbau NRW, meinte dessen Geschäftsführer Harald Friedrich Austmeyer und stimmte mit den anderen Rednern in der Prognose überein, dass die Bewohner von Gey nun eine neue Wohn- und Lebensqualität genießen werden.

Günter Kozlowski, Staatssekretär im NRW-Bau- und Verkehrsministerium, zeigte im Nachhinein Mitleid „mit den vom Durchgangsverkehr geschlagenen Geyern” und riet der Gemeinde Hürtgenwald, „nun noch einen draufzusetzen in Sachen Dorfentwicklung”. Diese Anregung hat Bürgermeister Axel Buch schon aufgegriffen. Erste Gespräche wurden geführt.

In Anwesenheit zahlreicher Vertreter aus Politik und Verwaltung segneten die Pfarrer Neuenhofer und Schmidtlein das Straßenbauwerk ein. Im Moment der offiziellen Verkehrsfreigabe übte sich Ortsvorsteher Helmut Rösseler in Dankbarkeit. Parteiübergreifend hätten Bundes- und Landtagsabgeordnete an der Seite der Geyer gestanden.

„Der Einsatz ist von Erfolg gekrönt”, stellte Rösseler stolz fest und nahm ausdrücklich die Grünen von seiner Lob- und Dankeshymne aus. „Die haben immer wieder neue Gründe gefunden, das Verfahren zu verzögern”, so Rösseler. „Das Geld für lange Krötenschutzzäune wäre für einen Radweg zwischen Gey und Straß besser angelegt”.

Als Vertreter der Bundesregierung unterstrich Staatssekretär Thomas Rachel die Bedeutung der Umgehung, die rund 8000 Fahrzeuge täglich aus dem Ort Gey heraus hält. „Die 6,3 Millionen Euro in den 2,4 Kilometer langen Streckenabschnitt sind eine gut angelegte Investition”, sagte Rachel.

In einigen Redebeiträgen schien durch alle Freude leichte Kritik durch. „Man hat alles getan, um nicht fertig zu werden”, kritisierte NRW-Staatssekretär Kozlowski die lange Planungsphase, „aber wir haben es angepackt und zu Ende geführt”. Kozlowski sprach auch „die holprige Anfangsphase” mit drei Verkehrsunfällen an. Für Ortsvorsteher Helmut Rösseler haben diese allerdings nichts mit der Straße zu tun. „Das war menschliches Versagen oder die Macht der Gewohnheit”.

Bürgermeister Axel Buch hatte ein anderes Problem: „An die Probleme mit der Sprungschanze in Richtung Straß werden wir uns auch noch gewöhnen.” Aber: Der Karnevalszug, der bisher unbehelligt vom Verkehr von Straß nach Gey zog, muss jetzt die Bundesstraße kreuzen. „Aber das schaffen wir auch”, versprach Buch.
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