Umfrage: Gemeinschaftsschule in Monschau gewünscht

Von: P. St.
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Zukünftiger Standort für eine Gemeinschaftsschule Nordeifel, wird - die entsprechende Genehmigung vorausgesetzt - die Elwin Christoffel-Realschule Monschau. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Das ebenso politisch wie auch pädagogisch in den zurückliegenden Wochen heftig diskutierte Thema einer Gemeinschaftsschule Nordeifel kann in wesentlichen Punkten abgehakt werden.

Eine in der vorigen Woche vorgenommene Elternbefragung ergibt ein klares Votum für die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule. Seitens der Stadt Monschau soll nun umgehend die Teilnahme am NRW-Schulversuch ab dem Schuljahr 2012/13 bei der Bezirksregierung beantragt werden.

Die Befragung ergab noch einem anderen Punkt Klarheit: Lässt man die Fragebögen ohne Votum außen vor, dann sprachen sich mehr als zwei Drittel für einen alleinigen Standort der Gemeinschaftsschule in Monschau aus. 391 Eltern (71,2 Prozent) favorisierten diesen Schulstandort, während 158 (28,8 Prozent) sich für einen geteilten Standort der Gemeinschaftsschule in Simmerath (5. und 6. Klasse) bzw. Monschau (Klasse 7-10) aussprechen.

Die drei Nordeifeler Bürgermeister, Margareta Ritter aus Monschau, Karl-Heinz Hermanns (Simmerath) und Manfred Eis (Roetgen) präsentierten am Montag in Monschauer Rathaus im Beisein der Arbeitsgruppe aus Vertretern der weiterführenden Schulen das Ergebnis der Elternbefragung, das die Monschauer Schulverwaltung in Rekordzeit ausgewertet und grafisch dargestellt hatte.

Margareta Ritter freute sich über das deutliche Votum der Eltern, die die Gemeinschaftsschule und deren pädagogisches Konzept als Alternative anerkannt hätten, dies auch vor dem Hintergrund dass die drei Eifelkommunen bis 2017 rund 700 Schüler verlieren werde. Das Interesse an der künftigen Gestaltung der Schullandschaft werde auch dadurch bestätigt, dass fast 90 Prozent der Fragebögen ausgefüllt zurückkamen. Befragt worden waren Eltern, deren Kinder jetzt das zweit und dritte Grundschuljahr besuchen.

So sprachen sich von den insgesamt 611 Beteiligten an der Aktion fast 55 Prozent für eine Gemeinschaftsschule aus, knapp 43 Prozent sprach sich dagegen aus.

Noch differenzierter sollen in den nächsten Tage die Nein-Stimmen betrachtet werden, denn das Eltern-Votum für den Wechsel ihrer Kinder zum Gymnasium wirkte sich im Ergebnis als Votum gegen eine Gesamtschule aus.

Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns meinte, man müsse nun abwarten, wie viele Anmeldungen tatsächlich zum übernächsten Schuljahr an einer Gemeinschaftsschule erfolgen würden, „aber die Zahlen sprechen für eine Akzeptanz.” Differenzierter sah er die Standortfrage, da sich von 273 Befragten in der Gemeinde Simmerath 137 für zwei Schulstandorte und 104 für einen Standort ausgesprochen hätten (im Stadtgebiet Monschau waren 195 für einen Standort, 9 für zwei Standorte und in Roetgen 92 für einen und 12 für zwei Standorte).
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