Uli Breuer: Mit „Team Deutschland“ auf Kurs

Von: ale
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Segeln auf dem Rursee ist für Uli Breuer immer noch etwas ganz Besonders. Foto: Anneliese Lauscher

Woffelsbach. Uli Breuer segelt leidenschaftlich gern; zu vielen sportlichen Erfolgen kam in diesem Frühjahr die Berufung in die deutsche Nationalmannschaft der olympischen Finn Dhingy-Klasse. Als er sechs Jahre alt war, machte er auf dem Rursee die ersten Segelversuche in einem „Optimist“, das ist das kleinste Segelboot, mit dem viele Kinder ihre ersten Erfahrungen machen.

Damals stand für Uli Breuer schon fest: Das ist mein Sport! Und los ging es in Richtung Regatta, er nahm begeistert an Rennen teil, den Rursee kennt er in- und auswendig. Mit elf Jahren wurde er Deutscher Meister im Optimist. In Woffelsbach ist er seit 15 Jahren zu Hause, und seit acht Jahren ist er Vorsitzender des Yachtclub Rursee, der „Im Steinchen“ sein Domizil direkt am Ufer des Rursees hat.

Erfolgreich segelte er zusammen mit seiner Frau einen „Star“, ein knapp sieben Meter langes Kielboot. Dann schaffte er sich vor gut zwei Jahren das Finn-Dinghy an, ein Ein-Mann-Segelboot. Er nennt es ein „Hightec-Boot, schnittig, schnell, leicht“. Es ist 4,50 m lang und hat 10 Quadratmeter Segelfläche. Hiermit wurde er im vorigen Jahr in Tutzing am Starnberger See Deutscher Meister.

Und nun die Berufung in das Finn-Nationalteam: Das ist für den 47-Jährigen eine große Herausforderung. „Wir sind acht Männer aus ganz Deutschland, und die anderen sind deutlich jünger als ich“, berichtet er. Das Training macht ihm riesigen Spaß; er hat festgestellt, „dass aus acht Einzelkämpfern ein Team wird“. Nicht zuletzt aufgrund seiner Erfahrung schätzen ihn die anderen. Uli Breuer nimmt die Vorbereitung sehr ernst. „Segeln ist die komplexeste Sportart, die es gibt“, ist er überzeugt. Viele Komponenten sind entscheidend: das Wasser, das Wetter, das Material, die körperliche Verfassung.

Schon beim Start kann viel passieren: Wenn beispielsweise wie im Mai bei den „Finn World Masters “ in La Rochelle an der französischen Atlantikküste 300 Boote sich gleichzeitig auf den Weg machen – das ist Adrenalin pur! Hier waren übrigens auch drei Segelfreunde vom Aachener Bootsclub dabei, sozusagen Nachbarn von Uli Breuer, denn ihr Steg liegt nur einen Steinwurf vom Yachtclub entfernt am Rurseeufer.

Der ABC-Segler Guido Halterbeck hat eindrucksvoll und spannend in seinem Tagebuch hierüber berichtet, da kann der Leser eintauchen in Salzwasser und Segelspaß: „Nach einer halben Stunde angekommen, bis auf die Knochen schon geduscht, sah man 300 Boote an einer Startlinie von ca. 800 m Länge.“ (Zu finden auf www.abc-segeln.eu/teams/abc-finn-dinghy-team). Nächstes Ziel für Uli Breuer sind die Europameisterschaften in Warnemünde, sie finden vom 19. bis 27. Juli statt. Bis dahin werden er und sein Team noch zwei Trainingswochen absolvieren, die berühmte Kieler Woche gehört dazu.

Intensive Vorbereitung

Wenn auch viel Disziplin und Konzentration gefragt sind, so merkt man dem erfahrenen Segler doch die Freude an diesem Sport an: „Segeln ist sehr viel Wind riechen“, erklärt er. Er bereitete sich auch durch Fitnesstraining vor, auf dem Boot sind geschmeidige Bewegungen vonnöten, eine rasche Koordination ist gefordert. Und stets hat er „eine gehörige Portion Respekt“, denn man bekommt es mit Naturgewalten zu tun. Und während er so vom Balkon des Yachtclubhauses auf den Rursee blickt, sagt er: „Ich bin durch den Segelsport wirklich in viele schöne Orten gekommen. Aber hier ist es am schönsten!“

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