Überfüllte Busse: Schüler ärgern sich

Von: P. St.
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Besonders am Bushof in Simmerath kann es beim Ein- und Umsteigen für die Schüler eng werden. Foto: Archiv/P. Stollenwerk

Nordeifel. Überfüllte Schulbusse gehören wie Klassenarbeiten und Silentium zum Schulalltag. Das Problem des Schülertransports aber stellt sich nicht immer gleich intensiv dar. So sehen es zumindest die Schüler und Schülerinnen der Klasse 10 B1 der Hauptschule Monschau-Roetgen-Simmerath, die der Meinung sind, dass das Problem der überfüllten Busse nicht weiter auf die lange Bank geschoben werden darf.

In einem offenen Brief sprechen die Schüler, die im Schulgebäude auf der Haag in Monschau gemeinsam unterrichtet werden, „die vielen Busprobleme morgens vor der Schule sowie mittags nach der Schule“ an. Die Busse seien teilweise so überfüllt, dass es vor einigen Wochen bereits zu einem Unfall in Imgenbroich gekommen sei, bei dem einige Schüler der Hauptschule Monschau-Roetgen-Simmerath und des St.-Michael-Gymnasiums zu Schaden kamen.

„Das Hauptproblem besteht darin, dass es zu wenig Busse für zu viele Schüler gibt.“ So passiere es, „dass die meisten Schüler stehen müssen und sich teilweise nicht richtig festhalten können“. Am gravierendsten sei das Problem bei jenen Bussen, die vom Simmerather Bushof nach Monschau fahren würden. „Die Busse sind nachmittags zu voll, da sich die Schüler vom Monschauer Gymnasium und die Schüler von der GHS Monschau alle in einen bis zwei Busse quetschen müssen“, lautet die Feststellung der Schüler. So schafften es die Kinder oft nicht, in die ersten beiden Busse einzusteigen. Dies habe zur Folge, „dass sie auf einen späteren Bus warten müssen und so ihren Anschlussbus am Simmerather Bushof verpassen“.

Obwohl sich viele Eltern schon über dieses Problem beschwert hätten, mahnen die Schüler in ihrem Brief an, „wird nichts dagegen unternommen“. Hinzu komme, „dass fast jeden Tag die Busse so überfüllt sind, dass die Busfahrer einige Haltestellen auslassen“. Dadurch hätten die Kinder, die nicht mitgenommen würden, keine andere Möglichkeit zur Schule zu kommen, als sich von ihren Eltern fahren zu lassen. Dies wiederum schaffe neue Probleme, „da die meisten Eltern berufstätig sind und ihre Kinder nicht zur Schule bringen können“. Diese Kinder hätten dann oft keine andere Möglichkeit, als an diesem Tag zu Hause zu bleiben, „wodurch sie eine Menge Schulstoff verpassen. Dies wird auf Dauer zum Nachteil für einige Schüler.“

Als Fazit halten die Schüler fest, dass es aus ihrer Sicht erforderlich sei, einen weiteren Bus für die Simmerather Schüler einzusetzen.

Man würde sich „sehr darüber freuen“, wenn die zuständigen Kommunen sich des Problems annehmen wurden.

Die Problematik der nicht immer zufriedenstellenden Qualität bei der Schülerbeförderung ist der Stadt Monschau wohl bekannt. Aus diesem Grunde soll auch der Aachener Verkehrsverbund demnächst in die Verbandsversammlung des neugegründeten Schulverbandes Nordeifel eingeladen werden.

Zur von den Schülern und Eltern geäußerten Kritik meint Bürgermeisterin Margareta Ritter, dass diese Einwände ihre Berechtigung hätten, wenngleich es auch ein Problem sei, wenn Schüler sich auf den letzten Bus konzentrierten, dennoch sei zur Entlastung inzwischen ein Verstärkerbus eingesetzt worden. Im Gegensatz zu anderen Ländern gebe es in Deutschland bei der Schülerbeförderung keine Sitzplatzgarantie. Auch der RVE selbst, der zu rund 70 Prozent Subunternehmer einsetze, habe Mängel eingeräumt.

Die Eltern seien darüber informiert worden, dass sie gravierende Mängel bei der Schülerbeförderung bei der Polizei zur Anzeige bringen sollen. Dies sei auch in einigen Fällen geschehen und habe Ermittlungen nach sich gezogen.

Margareta Ritter hält fest: „Auch jeder einzelne Busfahrer unterliegt einer Verantwortung. Wir gehen jeder Beschwerde nach.“

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