Turn-Show: Junge und ältere Sportler zeigen ihr Können

Von: ale
Letzte Aktualisierung:
4607055.jpg
Elegante Übungen einstudiert: Die „Müll-Truppe“ spielte „Das Saubermärchen“, einstudiert von Karin und Rebecca Abel. Foto: Anneliese Lauscher

Simmerath. Einen höchst unterhaltsamen Nachmittag erlebten die Zuschauer in der Turnhalle der Hauptschule, die am Sonntag zum Schauturnen der Hansa Simmerath gekommen waren. Schlag auf Schlag ging es in einem bunten Programm voller turnerischer Höhepunkte.

Es macht offensichtlich unheimlichen Spaß, bei der Hansa zu turnen, diesen Eindruck vermittelten besonders die Kinder. Wie viel Übungsfleiß dahinter steckt, ehe man eine tolle Vorführung zu passender Musik hinbekommt, da konnte man drüber spekulieren. Jedenfalls sah alles leicht und spielerisch aus.

„Wir haben rund 150 Aktive; die Jüngsten sind zwei und die Ältesten über achtzig Jahre“, erklärte der Hansa-Vorsitzende Manfred Abel. Er begrüßte besonders herzlich Wolfgang und Lore Lützenberger, die in Simmerath den Grundstein für den Turnsport gelegt haben. Er kündigte eine „Märchen-Turn-Show“ an; an der Dekoration in der Halle hatte man bereits erkannt, dass es märchenhaft zugehen würde. Die einzelnen Gruppen wollten ihr Können zeigen und dabei Bezug nehmen auf Themen aus bekannten Märchen, auch die Musik sei aus Märchenverfilmungen.

Eine Eltern-Kind-Gruppe unter der Leitung von Ulrike Brandenburg hatte „Frau Holle“ ausgewählt; die Kinder wuselten herum, bekleidet mit Mützen und Schals, hüpften auf Matten, rutschten auf Bänken einen kleinen Hang hinunter und warfen mit Papierschneebällen – eine muntere Schar voller Bewegungsfreude. Auch die Vorschulgruppe zeigte einen schönen Tanz zu Szenen aus „Der kleine Prinz“. Dafür hatte sich Daniela Köper originelle Übungen und Formationen ausgedacht.

Mit dem „Froschkönig“ begeisterten die Turnerinnen im Alter von neun bis zwölf Jahren die Zuschauer. Besonders die grünen Frösche, die mit Schwimmflossen an den Füßen ulkig daher hüpften, bekamen viel Applaus. Klar, die Kinder beherrschen auch tolle Rollen und das Radschlagen, und beinahe hätte es auch mit dem Kuss geklappt.

Pinguine griffen nach den Sternen, das waren die jungen Turnmädchen. Fliegen können Pinguine bekanntlich nicht, aber mit ihrem wackeligen Gang ganz flink hüpfen und tanzen. Was ein „Saubermärchen“ ist, erfuhr das Publikum, als eine große Gruppe „von der Müllabfuhr“ in die Halle sauste. Sie benutzten Mülltonnen als Turngeräte, zeigten eine wunderschöne Choreographie und wirbelten radschlagend über die Diagonale, turnten Flick-Flack und Bogengang.

Auch die Damen-Gymnastikgruppe hatte rhythmische Musik gewählt, zu „Waka-Waka“ tanzte sie fröhlich und schwungvoll. Die Zwerge und Schneewittchen entpuppten sich als tolle Turner, jetzt waren die Jungen und Seniorenturner an der Reihe. Es war atemberaubend, was sie am Pferd und am Reck turnten. Sie hatten ihre Vorführung „Zwergenkampf zu Simmerath“ genannt, es wurde ein pures Vergnügen für die Zuschauer.

In der Pause stärkte man sich am Kuchenbuffet, dann ging es weiter mit märchenhaften Kür-Übungen, auch Ali Baba und die 40 Räuber hatten sich in die Turnhalle geschlichen. Blitzschnell wurde immer zwischen den einzelnen Programmpunkten umgebaut, Manfred Abel dankte herzlich allen Helfern. Wer nun gerne bei der Hansa mitturnen möchte, kann zu den Übungsstunden kommen und mal reinschnuppern.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert