Kesternich - TSV Kesternich: Weniger Fußball und deutlich mehr Breitensport

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TSV Kesternich: Weniger Fußball und deutlich mehr Breitensport

Von: Max Stollenwerk
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Ein Geehrter sowie Neugewählte und bestätigte Abteilungsleiter bei der Jahreshauptversammlung des TSV Kesternich (v. r.): Ralf Stollenwerk (1. Vorsitzender), Manfred Nießen (Abteilungsleiter Tischtennis), Dieter Henn (Geschäftsführer), Christian Hürtgen (Kassierer u. 2. Vorsitzender), Hubert Keischgens (Beisitzer), Arno Keischgens (Beisitzer) sowie Paul-Heinz Krüttgen (50 Jahre Mitgliedschaft). Foto: Max Stollenwerk

Kesternich. Das neue Sport- und Kulturzentrum auf der Kesternicher Höhe biegt auf die Zielgerade ein, das Maifest am 30. April, die Kirmes im Juni sowie die Open-Air-Fete am 18. August werden bereits im gerade entstehenden Dorfgemeinschaftshaus stattfinden: Die Jahreshauptversammlung des TSV Kesternich stand ganz im Zeichen des neuen Zentrums.

Zu dieser konnte der 1. Vorsitzende, Ralf Stollenwerk, rund 25 Mitglieder in der Gaststätte Jousten begrüßen.

„Beim Neubau des Sportzentrums gibt es auch einen Umbau des Vereins – weg vom Fußball und hin zum Schwerpunkt des Breitensports“, erklärte Stollenwerk. In diesem „TSV der Zukunft“ solle es mehr Sport für Alle geben, die bestehenden Angebote sollen ausgebaut und gestärkt werden. Die Einweihung des für den SV Nordeifel gedachten Kunstrasenplatzes sowie der Umkleiden in der Sporthalle soll voraussichtlich im September erfolgen.

Man sei zwar bereits weit vorangeschritten und liege gut im Zeitplan, doch nun folge die wichtige Phase der Eigenleistung für die Vereinsmitglieder. „Voraussichtlich werden wir noch vor der Mainacht mit dem Innenausbau im neuen Sportzentrum starten“, verriet der 1. Vorsitzende. Dabei werde jede helfende Hand benötigt, egal in welchem Bereich oder auch einfach nur zum gelegentlichen Brötchen schmieren oder zur Getränkeversorgung.

Auf dem Weg zur neuen Heimat sei es ein Meilenstein gewesen, das alte Sportheim zu vermarkten, das zukünftig zu einer Oldtimer-Garage umfunktioniert werden soll. In diesem Zusammenhang wollte Stollenwerk es nicht versäumen, sich besonders bei Helmut Hoß für sein großes Engagement als Hausmeister des alten Sportheims sowie bei Rolf Cremer, der bei der Vermietung des Sportheims mitgeholfen hat, sowie bei Theo Kreitz für seine Arbeit zu bedanken. „Ihr seid über viele Jahre immer zur Stelle gewesen, ob bei Reparaturarbeiten oder sonstigen Kleinigkeiten“, so Stollenwerk, der als Dank ein kleines Präsent überreichte.

„Nach der intensiven Phase der Planung und des Baus wird es dann in 2019 Zeit, sich wieder mehr auf die Weiterentwicklung des Sports zu konzentrieren“, sagte Stollenwerk.

Auch Geschäftsführer Dieter Henn ging in seinem Bericht zunächst auf das Sportzentrum ein: „Alle Genehmigungen zum Bau der Turnhalle, des Dorfgemeinschaftshauses und des Kunstrasenplatzes wurden erlangt, die Finanzierung wurde abgeschlossen und die Vermarktung des alten Sportplatzes mit Verkauf des Sportheimes wurden umgesetzt.“ Nach dem Spatenstich, zusammen mit der Dorfgemeinschafshaus-GmbH, dem SV Nordeifel sowie der Gemeinde Simmerath sei der Komplex auf der Kesternicher Höhe heute nicht mehr zu übersehen.

Insgesamt sei das Jubiläumsjahr, in dem der TSV Kesternich sein 70-Jähriges Bestehen feiern konnte, ein sehr arbeitsintensives Jahr für den Vorstand gewesen, sodass das angekündigte TSV-Sportwochenende leider nicht umgesetzt werden konnte. Aufgrund des hohen Arbeitsaufkommens für das neue Sportzentrum sei es in 2017 auch nicht gelungen, eine ausführliche Ausgabe des TSV-Echos herauszubringen. Dieses soll znde 2018 wieder erscheinen.

Die Weihnachtsfeier der Senioren sei sehr gut besucht worden, und auch der Neujahrsempfang für Betreuer, Trainer und ehrenamtliche Mitglieder wurde vom Vorstand veranstaltet. Zudem habe man sich vorstandsseitig an den Veranstaltungen der Dorfgemeinschaftshaus-GmbH, wie dem Maifest oder der Kirmes, beteiligt und die Organisation der Open-Air-Fete in die Hand genommen, die aufgrund des schlechten Wetters buchstäblich ins Wasser fiel. Weiterhin betonte Henn die gute Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Städteregion Aachen in Bezug auf die Kinderfilmveranstaltungen im Sportheim, die nun im Pfarrheim stattfinden.

Abschließend ging Henn noch auf die rückläufige Entwicklung der Mitgliederzahlen seit 2010 ein (2010: 583, Ende 2017: 441). Im Vergleich zu 2016 sei die Zahl der Mitglieder jedoch lediglich um zwei gesunken, so dass man hoffe, den rückläufigen Trend gestoppt zu haben. „Die sehr gute Entwicklung im der Tischtennisabteilung und beim Kinderturnen sowie der Fortschritt beim Sportzentrum stimmen uns optimistisch, in den kommende Jahren wieder über steigende Mitgliederzahlen berichten zu können.

Im Kassenbericht berichtete Kassierer Christian Hürtgen über Einnahmen und Ausgaben der Abteilungen und über die Entwicklung in Bezug auf das neue Sportzentrum. Auch wenn in diesem zwangsläufig etwas trockenen Zahlenwerk die nette weibliche Stimme einer Sprachsteuerungs-App plötzlich und unüberhörbar sagte „Das verstehe ich nicht“ und damit beim Handybesitzer und auch allen Anwesenden für einen großen Lacher sorgte, war der Bericht strukturiert und in allen Punkten gut nachvollziehbar.

Die beiden Kassenprüfer, Peter Wagemann und Frank Steffens, bescheinigten ihm eine ordnungsgemäße Kassenführung. Die daraufhin beantragte Entlastung des Vorstandes erfolgte einstimmig.

Ralf Stollenwerk ehrte dann langjährige Mitglieder. So wurden Markus Groten, Robert Haas, Peter Henn und André Schröder für 20-Jährige Mitgliedschaften geehrt, Ingrid Stollenwerk für 35-Jährige Mitgliedschaft sowie Paul-Hein-Krüttgen mit der Ehrennadel in Gold für seine 50-Jährige Mitgliedschaft.

Ralf Stollenwerk wiedergewählt

Bei den Vorstandswahlen bat Versammlungsleiter Manfred Hoch alle Mitglieder um Mithilfe in dieser für den Verein so wichtigen Phase und dankte dem Vorstand für die geleistete Arbeit. Sein Vorschlag, Ralf Stollenwerk für zwei weitere Jahre zum 1. Vorsitzenden zu wählen, wurde einstimmig angenommen. Ebenfalls wurden Christian Hürtgen als Kassierer und Arno Keischgens als 1. Beisitzer einstimmig für zwei weitere Jahre wiedergewählt. Berthold Wilden bleibt Kassenprüfer.

Abschließend wurden Manfred Nießen als Abteilungsleiter der Tischtennisabteilung und Christian Henn als Abteilungsleiter Fußball beziehungsweise Vertreter des TSV Kesternich im SV Nordeifel bestätigt. Zu guter Letzt teilte Ralf Stollenwerk noch mit, dass der TSV Kesternich in Kürze ein neues Vereinslogo erhalten wird, und schloss nach rund zwei Stunden die harmonische Versammlung.

 

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