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Trotz Verbotes: Rotwild zu nächtlicher Stunde erlegt

Von: ess
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Nordeifel. Tierschützer echauffieren sich, Forstbeamte sind stinksauer. Kurz vor Weihnachten und kurz vor dem Jahreswechsel ist in zwei Jagdrevieren bei Dreiborn, die an den Nationalpark grenzen, Rotwild geschossen worden, und das zu nächtlicher Stunde.

Für Erregung sorgen die beiden Fälle deshalb, weil es in Nordrhein-Westfalen ein Nachtjagdverbot gibt. Dieses Verbot besagt, dass bis auf Schwarzwild und Raubwild (z.B. Füchse) eineinhalb Stunden nach Sonnenuntergang bis zum Morgengrauen kein Wild erlegt werden darf.

Im ersten Fall, am 19. Dezember, ist eine Hirschkuh, die ein Kalb mit sich führte, geschossen worden. Doch nicht der Abschuss eines Muttertieres bringt dem Schützen juristische Unannehmlichkeiten. Ärger droht, weil der Schuss zu nächtlicher Stunde gefallen ist. Mittlerweile, so Georg Breuer von der Polizeiwache in Schleiden, liegt eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Jagdgesetz vor.

Im zweiten Fall, der sich kurz vor dem Jahreswechsel ereignet haben soll, wird die Polizei „nichts unternehmen”, so Georg Breuer weiter. Denn es sei nicht nachzuweisen, ob überhaupt und gegebenfalls wo ein Stück Rotwild geschossen worden sei. Möglicherweise sei das Tier in einem Bereich erlegt worden, wo das erlaubt sei. Der Polizeihauptkommissar: „Daraus lässt sich kein Fall von Wilderei ableiten.” Darum geht es den Tierschützern auch nicht. Es geht, wie im ersten Fall, erneut um einen Verstoß gegen das Nachtjagdverbot, denn der tödliche Schuss sei um 1.10 Uhr in der Nacht gefallen. Davon war bei der Polizei Schleiden indes nicht die Rede.

Am Neujahrstag schließlich wurde bei Gemünd ein totes Reh gefunden. Breuer: „Das Tier wurde von einem Hund gerissen.”
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