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„Triptyque Ardennais“: Radrennen auch durch Monschau

Von: mon
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Im Beisein von Bürgermeisterin Margareta Ritter gab der ehemalige Rennradfahrer Karl-Heinz Kunde (li.), Spitzname „der Bergfloh“, den Startschuss zur zweiten Etappe der Triptyque Ardennais. Foto: V. Monterey

Monschau. „Es ist fast wie früher“, bekundete der ehemalige deutsche Radrennfahrer Karl-Heinz Kunde, der Kletterspezialist und „Bergfloh“, der eigens zur Triptyque Ardennais aus Köln angereist war, um den Startschuss zur zweiten Etappe in Monschau zu geben. Wie einst, sei immer noch „Lampenfieber dabei“, so Kunde, „auch bei mir“.

Das Radrennen Triptyque Ardennais, an dem dieses Mal insgesamt 27 Fahrerteams mit 187 Fahrern aus acht Nationen teilnahmen, gilt als das schwerste Radrennen Belgiens der Amateure. Die diesjährige 47. Auflage des Radrennens wurde am Freitag in Raeren gestartet. Die erste Etappe führte von Raeren über La Calamine nach Büllingen, die Dylan Teuns (Ventilair Sterie) gewann. Die zweite Etappe über 146,1 Kilometer startete dann am Samstag in der Altstadt Monschau und führte über Bütgenbach nach Eupen; die dritte und letzte Etappe schließlich startete und endete in der belgischen Gemeinde Soumagne.

Die Aktiven trafen sich frühzeitig in der Vereinshalle Höfen und fuhren sich warm, um dann um 12.20 Uhr im geschlossenen Verbund zum Startpunkt am Monschauer Rathaus zu fahren. Zeitgleich lud Bürgermeisterin Margareta Ritter die Organisatoren, Vorsitzenden der Sportvereine und Freunde des Radsports zu einem Umtrunk in den großen Sitzungssaal ein und erwartete mit Spannung die Ankunft der Fahrer und den Topfavoriten mit der Startnummer 148, Jérôme Baugnies aus dem Rennstall „To win - Josan“.

„Das sei „ein Bergmann, kein Sprinter“, begründete Henri Beckers, Organisator der Triptyque Ardennais im 42. Jahr, seine Vermutung. Am vergangenen Tag seien sechs Fahrer als Erste durch die Ziellinie gefahren, 60 Fahrer folgten 60 Sekunden später. „Insgesamt 23 Fahrer haben wir verloren“, berichtete Beckers, davon seien „vier bis fünf gestürzt“. Aus sicherheitstechnischen Gründen nehme die Polizei diese Fahrer aus dem Rennen. „Raus ist raus“, resümierte der langjährige Organisator und der Präsident der Triptyque Ardennais und Christian Le Beau, letzterer von der Geburtsstunde der Triptyque Ardennais an dabei.

Viele bunte Trikots

Zum Dank für die Bereitschaft, eigens zum Startschuss nach Monschau gekommen zu sein, wurde dem „Bergfloh“ ein schwarzes Trikot als Geschenk überreicht, über das er sich sichtlich freute. Die Vergabe der sechs Trikots aber für die beste Bewertung in den verschiedenen Kategorien – das Gelbe (Gesamtwertung), das Grüne (Punktwertung), das Weiße (Bergwertung), und das Schwarze Trikot (Zwischenspurt) sowie das Blaue Trikot (bester Nachwuchsfahrer) und das Rote (bester Belgier) für die Amateure – stand noch aus.

Kurz vor Ankunft postierten sich die Gäste am abgesperrten Straßenrand und begrüßten die Vorhut. Dann endlich in Sicht, das Teilnehmerfeld, darunter auch der Vorjahressieger Tom David mit der Startnummer eins. Kaum angekommen, gab der „Bergfloh“ auch schon den Startschuss. „So ein Start sei Adrenalin mal 200“, so Beckers und Ritter bestätigte: „Das ist immer wieder ein tolles Gefühl“.

Kaum angekommen, waren die Rennradfahrer auch schon wieder weg, über den Burgring ging es nach Kalterherberg, durch das Hohe Venn und gen Eupen, wo der Freundschaftspokal an den besten Sprinter übergeben wurde, überreicht durch den Vorstand des Monschauer Sportausschusses, Norbert Rader. Vorher aber waren auf der sogenannten „Königsetappe“ mit allein zwölf Bergwertungen, darunter der berüchtigte „Esel“ mit 18 Prozent, die Steigung in Nispert und die Frankendelle zu bewältigen.

Nächstes Jahr wird Monschau eventuell wieder Zielort sein. Die Stadt Monschau, Bütgenbach und Eupen wechseln sich reihum ab, wer jeweils Start-, Durchfahrts- oder Zielort ist, je nach dem „wie es passt“, so die Bürgermeisterin, da durch Straßenbau die eine oder andere Route vielleicht nicht möglich sei. Den „größten Aufwand“ allerdings habe der Zielort.

„Wir freuen uns, dass so ein bekanntes Radrennen bei uns stattfindet“, meinte Alexander Lenders im Namen der Monschau Touristik. Und Karl-Heinz Kunde freute sich nach der Aufregung über einen geruhsamen Spaziergang durch die Altstadt in Begleitung von Bürgermeisterin Ritter.

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