Trio scheitert bei der Sprengung eines Geldautomaten

Von: red/pol/dpa
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Automatensprengung Simmerath
Unbekannte Täter haben in der Nacht auf Freitag einen Geldautomaten in Simmerath gesprengt. Foto: psm
Automatensprengung Simmerath
Unbekannte Täter haben in der Nacht auf Freitag einen Geldautomaten in Simmerath gesprengt. Foto: psm
Automatensprengung Simmerath
Unbekannte Täter haben in der Nacht auf Freitag einen Geldautomaten in Simmerath gesprengt. Foto: psm

Simmerath. Ein lauter Knall in dunkler Nacht erschütterte am Freitagmorgen das Simmerather Ortszentrum. Gegen 4.45 Uhr war es im Vorraum der am Rathausplatz befindlichen Filiale der Commerzbank zu einer Explosion gekommen. Drei bislang unbekannte Täter hatten durch eine Sprengung versucht, einen Geldautomaten, der sich im Inneren der Geschäftsräume befindet, zu öffnen.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei konnte jedoch keine Beute gemacht werden, da sich das Geldfach bei der durch ein Gasgemisch ausgelösten Sprengung nicht öffnete. Auch mehrere Zeugen im Umfeld des Rathausplatzes hatten den Knall vernommen. Nach Angaben von Zeugen flüchteten die Täter anschließend in einem dunklen Pkw.

Es gibt aber aussagekräftiges Bildmaterial über den Vorgang, da der Sicherheitsdienst den Tatablauf über die installierte Videoüberwachungsanlage mit verfolgen konnte. Demnach werden die Täter wie folgt beschrieben: Der erste Täter ist 170 bis 175 cm groß, bekleidet mit einem schwarzen Kapuzenparka mit einem kreisförmigen Zeichen auf der linken Schulter, schwarzer Hose und schwarzen Schuhen mit weißer Sohle, maskiert.

Der zweite Täter ist zwischen 170 und 180 cm groß, bekleidet mit einem dunkelblauen Kapuzenparka mit einer braunen Schulterabdeckung, schwarzer Hose, schwarzen Schuhen, orangefarbene Handschuhe, maskiert.

Der dritteTäter ist zwischen 165 und 175 cm groß, bekleidet mit einem schwarzen Kapuzenparka, schwarzer Hose und schwarzen Schuhen mit weißer Sohle, dunkle Handschuhe, maskiert.

Personen kamen durch die Explosion nicht zu Schaden. Eine großflächig eingeleitete Fahndung blieb bislang ohne Erfolg. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. In diesem Zusammenhang ruft die Polizei die Bürger auf, bei verdächtigen Beobachtungen vor Geldinstituten, vor allem zur Nachtzeit, umgehend den Notruf 110 zu wählen.

Am Bankgebäude entstand erheblicher Sachschaden. Der SB-Bereich der Filiale bleibt vermutlich bis Ende nächster Woche geschlossen. Alle weitere Bankgeschäfte können die Kunden abwickeln, wenn sie den zweiten Zugang zum Gebäude vom Rathausplatz aus nutzen.

Es ist der zweite Mal, dass in der Nordeifel ein Geldautomat attackiert wird. Im Dezember 2014 hatten mehrere Täter nachts erfolglos versucht, in der Sparkassenfiliale an der Bundesstraße 258 in Roetgen an den Geldautomaten zu gelangen.

Geldautomaten sind in der vergangenen Jahren zum bevorzugten Objekt von Straftätern geworden: Im Jahr 2016 waren in NRW fast schon doppelt so viele Geldautomaten gesprengt worden wie im Gesamtjahr 2015. Bis Ende Oktober waren in NRW 110 Geldautomaten in die Luft gesprengt worden.

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