Würselen - Trauer und Bestürzung: Regionaldekan Hans Rolf Krewinkel ist tot

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Trauer und Bestürzung: Regionaldekan Hans Rolf Krewinkel ist tot

Von: Beatrix Oprée
Letzte Aktualisierung:
Hans Rolf Krewinkel
Der Krebs war stärker. Regionaldekan Hans Rolf Krewinkel ist in der Nacht zum Dienstag im Alter von 63 Jahren gestorben.

Würselen. Nur „ein paar gemeinsame Jahre” hatte er sich und seiner neuen Gemeinde zu Beginn seiner Amtszeit vor mehr als zweieinhalb Jahrzehnten gegeben. Doch dann blieb er. Jetzt hat der Tod sie geschieden.

Hans Rolf Krewinkel, Pfarrer der Großgemeinde St. Sebastian in Broichweiden und Regionaldekan der Bistumsregion Aachen-Land, ist in der Nacht zum Dienstag im Alter von 63 Jahren gestorben.

Schon in der Frühe läuteten die Totenglocken - für Weggefährten und Gläubige eine traurige Gewissheit, denn zu Beginn des Jahres hatte ihr Pastor sie über sein schweres Krebsleiden informiert.

„Er ist sehr offensiv mit seiner Krankheit umgegangen”, sagt Till von Hoegen, Beigeordneter der Stadt Würselen und Vertrauter, seitdem Pastor Krewinkel ihn als 18-Jährigen getauft und seinen Glauben mit geprägt hatte. „Er hat mich sehr beeindruckt, es war eine geistige Vaterschaft. Die Taufe war ein sehr schönes Erlebnis.” Gute Freunde waren sie im Laufe der Jahre geworden, mit gemeinsamen Gesprächen, Theater- und Museumsbesuchen. „Er fehlt jetzt einfach an allen Ecken und Enden.”

Gemeinsam waren sie auch die Begründer des Krippenbauteams gewesen, der fast schon legendären Installationen in der Pfarrkirche St. Lucia, der kontrovers diskutierten Auseinandersetzung mit der Adventszeit, der Geburt Christi und der Ankunft der Drei Weisen. 25 Mal haben sie das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und der Gemeinde nahegebracht. Auch in diesem Sommer hatte Pastor „HaRo” schon wieder erste Impulse gegeben. „Es ist sein ausdrücklicher Wunsch, dass die Krippe wieder gebaut wird”, sagt von Hoegen: „Das wird für uns auch ein Stück Trauerarbeit.”

In seiner Amtszeit als Regionaldekan hat sich Hans Rolf Krewinkel stark für die Arbeitslosenarbeit und Integration, zuletzt für die Kampagne „save me - irakische Flüchtlinge finden in der Städteregion eine neue Heimat” eingesetzt.

Im Büro der Dekane wurde Hans Rolf Krewinkels „lebensbejahende Mentalität und seine kooperative Form der Zusammenarbeit” geschätzt. „Wir haben oft erfahren dürfen, welche spirituelle Tiefe sein Leben hatte, wie er dafür eine Sprache fand und wie es sich in seinem künstlerischen Schaffen ausdrückte. Sein Umgang mit seiner lebensbedrohlichen Krankheit hat uns gezeigt, wie stark er im Glauben verwurzelt war”, fasst Referent Gerd Mertens die Trauer auch seiner Kollegen in Worte.
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