Tollrock-Festival: Alles, was Rockfans lieben

Von: ale
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„Dookie” begeisterte beim Tollrock-Festival die zahlreichen Besucher n Schmidt mit perfekt gecoverten „Green Day”-Stücken. Foto: Anneliese Lauscher
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Fabio Krämer und Daniel Scheen überraschten mit guter Musik in den Pausen.

Schmidt. Die zwölfte Auflage des Tollrock-Festivals in Schmidt wurde zu einem furiosen Erfolg: Weit über 2000 Rockfans bevölkerten am Wochenende die „Schöne Aussicht“ und ließen sich an zwei Tagen ganz nach ihrem Geschmack unterhalten. Die Mischung macht’s auch hier. Mit der Auswahl der Gruppen machen sich die Organisatoren im Vorfeld eine Menge Arbeit.

Man will den Geschmack der Stammkunden treffen, aber auch immer wieder neue Fans anziehen. Dies ist auch diesmal voll und ganz gelungen.

Am Freitag kam „Black Blitz“ aus München; mal rockig und rau, mal bluesig boten die Drei ihre eigenen Songs. Zu ihren Vorbildern gehören AC/DC, das merkte man deutlich. Sie kamen sehr gut beim Publikum an, und ihrerseits lobten sie „den guten Geschmack“ der Leute; zweifellos seien sie kurz vor dem großen internationalen Durchbruch, und Schmidt sei eine wichtige Station!

Perfekt gecovert

Inzwischen hatte sich der große Platz mehr und mehr gefüllt. „Green Day“ ist in aller Munde, die Band schwimmt auf einer Erfolgswelle. Da kam „Dookie“, die Green Day-Tribute Band aus Mailand, gerade recht; die Formation aus Mailand hat sich nach dem dritten Album von „Green Day“ benannt und covert meisterlich die Stücke ihrer Idole. Ihr Sänger sieht nicht nur so aus wie der Frontman von Green Day, er singt auch so. Im Nu zog Dookie die Besucher in ihren Bann; ob beim traurig-melancholischen „When September Ends“ oder dem rhythmisch-wilden „Basket Case“ – die Fans gingen mit und hatten ihre helle Freude. „Dookie“ war dann der Schlusstitel, wobei alle vergnügt hüpften.

Mit dem Tollrockerz-Bandcontest bietet der Veranstalter den Neulingen in der Szene die Möglichkeit, sich auf einer großen Bühne und mit professioneller Technik zu präsentieren. Es war noch recht ruhig auf der Schönen Aussicht, als der Contest gegen 13 Uhr begann. Doch das änderte sich rasch: „Saddiscore“ aus Köln ließ metallischen Sound ertönen; „Bad Attitude“ kamen punkig daher, und „Bullfrocks“ coverten viele rockige Sachen. Zum Sieger kürte die Jury „Saddiscore“, die „Metal-Band aus Köln mit modernen Einflüssen“ bekam stürmischen Applaus. Ihr Sänger, Chris, bedankte sich bei den Jungs vom Tollrock-Team, „die das hier alles ermöglicht und aufgebaut haben“.

Mehr als ein Pausenfüller waren Daniel Scheen aus Strauch und Fabio Krämer aus Imgenbroich: Zwei Gitarren und zwei junge Stimmen machten auf sich aufmerksam. Mit „Wonderwall“ von Oasis, „One“ von U2 oder beispielsweise Adèles „Rolling in the Deep“ und „Applaus, Applaus“ von Sportfreunde Stiller zogen sie das Publikum immer näher zur Bühne heran. Der Auftritt machte ihnen und den Besuchern viel Spaß.

„Der Hammer“ zum Schluss

„The Black Sheep“ nennen sich vier Rockladies aus Köln; sie überzeugten mit starkem Gesang, powervollen Drums und eigenwilligem Gitarrensound. Katja Stoffels, die bereits vor ein paar Jahren mit „Splendid“ in Schmidt aufgetreten ist, war erneut begeistert von der schönen Atmosphäre.

Der Auftritt von „Coldplace“ aus Liverpool musste um einige Minuten verschoben werden, denn nun strömten derart viele Fans zum Platz, dass die Mannschaft am Einlass Verstärkung benötigte. Was dann kam, war „einfach der Hammer“, wie es viele Rockfans ausdrückten: Enthusiastisch wurden „Coldplay“-Titel wie „Yellow“, „Paradise“ und „Fix You“ mit gesungen; da wurde getanzt, dass der Staub aufwirbelte!

Zu steigern war die Begeisterung eigentlich nicht mehr, doch „Scenery“ konnte mit einer mitreißenden Bühnen- und Lightshow den glänzenden Schlusspunkt setzen. Alles, was Rockfans lieben, wurde geboten, Songs von Metallica, Iron Maiden, Volbeat. Strahlende Gesichter bei den Jungs vom Tollrock: „Unsere Erwartungen wurden übertroffen!“

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