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Thema Schulfinanzen: „Es spricht nichts dagegen, wenn alles beim Alten bleibt”

Von: P. St.
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Die städtische Elwin-Christoffel-Realschule wurde 1961 an der Schleidener Straße in Monschau gegründet und zog 1966 ans andere Ende der Altstadt, zur Wilhelm-Jansen-Straße am Burgring um. Foto: Heiner Schepp

Eicherscheid. Beim Gipfeltreffen der drei Eifeler Bürgermeister in dieser Woche wurde zwar vereinbart, dass die jüngst entfachte Diskussion um die Schulstandorte und die Schulfinanzierung nicht hochgekocht werden soll und man gemeinsame regionale Ziele nicht aus den Augen verlieren soll, aber die Thematik wird im Wahlkampf wohl nur schwer beherrschbar sein.

Auch beim Parteitag des CDU-Gemeindeverbandes Simmerath am Donnerstagabend in der Tenne in Eicherscheid griff CDU-Fraktionssprecher Bruno die Streitfrage vor den rund 100 Delegierten noch einmal auf, und stellte klar, dass die CDU Simmerath nicht gefordert habe, dass die städtische Realschule aus Monschau nach Simmerath verlegt werden soll.

Löhrer: „Wir haben nichts dagegen, wenn die bisherige Schullandschaft bei den weiterführenden Schulen so erhalten bleibt.” Auch sei es gerechtfertigt und in Ordnung wenn Monschau sich „Schulstadt” nenne.

Wohl aber habe die CDU Simmerath etwas dagegen, „wenn wir als Schmarotzer dargestellt werden, die auf Kosten anderer Gemeinden leben!”

Mit dem Vorstoß (Einrichtung eines Schulzweckverbandes) habe man nur die tatsächlichen Verhältnisse klarstellen und deutlich machen wollen, dass man nur dann bereit sei, sich freiwillig an der Schulfinanzierung zu beteiligen, „wenn wir auch an der Trägerschaft der Schulen beteiligt werden und eine der Schulen zum Standort Simmerath wechselt.” Noch einmal betonte Löhrer: „Es spricht aber nichts dagegen, wenn alles beim Alten bleibt.”

Nicht amüsiert war Löhrer über eine Reaktion des Roetgener Bürgermeisters. Es bedürfe in der Frage der Schulfinanzierung schon gar nicht „eines ironischen Kommentars des Herrn Eis, der anscheinend überhaupt nicht kapiert hat, worum es geht,” ärgerte sich Bruno Löhrer.

Wie die Schulfinanzierung in der Praxis funktioniere, zeige deutlich das neue Konjunkturprogramm II, das Mittel für die Sanierung und Ausstattung der Schulen auf der Grundlage der Schülerzahlen verteile. Hierfür erhalte Simmerath 484.000 Euro, Monschau aber 1,33 Millionen Euro, also fast das Dreifache wegen der hohen Schülerzahlen, wobei auch die Simmerather Schüler eingerechnet seien.

Dies sei auch so in Ordnung,, betonte Löhrer, da Monschau auch die entsprechenden Kosten tragen müsse; dies habe aber nichts mit „Simmerather Schmarotzertum” zu tun.
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