Theater: Heimatverein mit lebender Leiche im Keller

Von: ani
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Probe mit Gerd Skropke (3. v.li.) als putzmuntere Leiche: Der Regisseur der Theatergruppe des Heimatvereins probt mit seinem Ensemble derzeit für die neue Aufführung. „Chaos im Bestattungshaus“. Foto: A. Hoffmann

Lammersdorf. Dass im Keller beziehungsweise Untergeschoss des evangelischen Pfarrheims eine Leiche zu vermelden ist, geschieht nicht alle Tage. Trotzdem liegt sie da, Woche für Woche und das seit Ende Februar.

Jeden Dienstagabend wird sie aufgebart und um sie herum versammeln sich wenigstens neun weitere Personen, die sich immer wieder gut gelaunt über den Anlass ihres Zusammenseins und die Leiche totlachen.

Bei der Leiche handelt es sich um Gerd Skropke, Chef und Regisseur der Theatergruppe des Heimatvereins Lammersdorf, der aber zur Beruhigung der örtlichen Kulturszene nicht das Zeitliche gesegnet hat. Skopke spielt eine lebende Leiche, die in der neuen Inszenierung der Theatergruppe des Heimatvereins eine entscheidende Rolle spielt.

Seit Ende Februar probt die putzmuntere Laienspielschar im evangelischen Pfarrheim für die Premiere der schwarzen Komödie „Chaos im Bestattungshaus“ (von Winnie Abel) am 1. Juni. Für die Premiere und die drei folgenden Aufführungen werden dann die Räumlichkeiten gewechselt.

Der turbulente Dreiakter mit 120 Minuten Spiel- und Vergnügungsdauer wird wie immer im katholischen Pfarrheim aufgeführt. „Nach dem letztjährigen Erfolg des Stückes Rabbatz im Altenheim folgt nun die logische Fortsetzung“ stellt Gerd Skropke zum Titel der neuen Aufführung fest.

Darin geht es um das finanziell klamme Bestattungshaus Speck, dessen Inhaber sich auf ein unmoralisches Angebot des ortsansässigen Fabrikanten Udo Kemp einlässt. Dieser wünscht die Inszenierung seiner Beerdigung, um auf diese ungewöhnliche Weise von seiner reichen und verbitterten Frau los zu kommen. Dass er dabei in sein neues Leben noch eine Menge Geld mitnehmen will, versteht sich von selbst.

Drunter und drüber geht es dann im Bestattungsunternehmen zu, als zu der im Tiefschlaf aufgebarten „Leiche“ des Fabrikanten zahlreiche Ex-Geliebte zum Abschiednehmen erscheinen. Als dann noch ein Mitarbeiter des Fabrikanten mit dessen auserwählter Geliebten durchbrennt und die lebende Leiche verschwindet, droht der unmoralische Plan vollends im Chaos zu versinken.

Schon bei den Proben wird deutlich, dass sich die Besucher auf eine rasante Komödie mit urkomischen Charakteren freuen können. Aufführungen sind am Samstag, 1. Juni, (20 Uhr) und am Sonntag, 2. Juni, um 18 Uhr. Am darauf folgenden Wochenende (8. und 9. Juni) stehen zu den gleichen Zeiten weitere Vorführungen an. Der Kartenpreis beträgt acht Euro, Kartenvorbestellungen können ab sofort unter Telefon 02473/938891 erfolgen.

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