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Theater für Grundschüler: Die Abenteuer des Ritters Trenk

Von: Heiner Schepp
Letzte Aktualisierung:
Beim Theaterstück vom kleinen
Beim Theaterstück vom kleinen Ritter Trenk durften sich die Kinder von den hellseherischen Fähigkeiten des Gauklers und seines Schweinchens überzeugen. Foto: H. Schepp

Konzen. Das Zauberwort lautet „Bildungszugabe”: Die Städteregion Aachen stellt seit Schuljahresbeginn jährlich 300.000 Euro zur Verfügung, die Schulen und Kindertagesstätten in die Lage versetzen, wesentlich mehr Kindern und Jugendlichen als bisher die Teilnahme an spannenden und interessanten außerschulischen Angeboten zu ermöglichen.

Alles, was die Verantwortlichen in den Kitas und Schulen tun mussten, war sich online für eines der vielen Angebote zu bewerben. 715 Anträge flatterten bei der Städteregion 2011 ein, und auch in Konzen war man dabei besonders schnell gewesen: So schaute nun das beliebte Aachener Das-Da-Theater binnen weniger Tage gleich zweimal im Musik- und Kulturzentrum Konzen (MuK) an der Konrad-Adenauer-Straße vorbei.

Im Januar erlebten drei Jahrgänge des Familienzentrums Konzen die traumhafte Geschichte von der kleinen Annabel, die nach dem Umzug ihrer Eltern in eine große Stadt ganz unglücklich ist, mit Hilfe ihrer Fantasie jedoch schon bald einen Freund findet und spannende Sachen erlebt.

Spannend wurde es dann auch vor wenigen Tagen, als alle 180 Kinder der Grundschule Imgenbroich/Konzen im MuK mit dem kleinen Ritter Trenk mitfieberten. Die Geschichte spielt im Mittelalter: „Leibeigen geboren, leibeigen gestorben, leibeigen ein Leben lang” - so hieß es damals, als es noch Ritter gab, die ihre eigenen Bauern besaßen.

Der Bauernjunge Trenk und seine Familie litt sehr unter dem grausamen Ritter Wertolt, dem Wüterich. Da Trenk als freier Mensch leben wollte, beschloss er eines Tages, sein Glück in der Stadt zu suchen. Doch so einfach, wie er sich das vorgestellt hatte, war es nicht mit dem Glück. Zusammen mit seinem Ferkelchen begab er sich auf eine lange und gefährliche Reise. Der mutige Trenk wurde mit Hilfe guter Freunde und einiger Tricks schließlich selbst zum Ritter. Und wer hätte gedacht, dass der kleine Ritter sogar gegen einen echten Drachen kämpfen muss? Zur Seite stand ihm das freche Mädchen Thekla. Thekla will keinesfalls darauf warten, dass ein Ritter sie heiratet. Sie kann mehr, als nur Harfe spielen und sticken: Sie ist eine der Besten an der Erbsenschleuder?

Das Kinderstück der Aachener Bühne erzählt von großen Träumen, die unerfüllbar scheinen und trotzdem in Erfüllung gehen. Und mit viel Musik, Spannung und Humor lernten die Kinder ganz nebenbei eine ganze Menge über das Leben der Menschen im Mittelalter. Dabei gingen die Grundschulkinder aus den beiden Orten gut vorbereitet in die „Bildungszugabe”, denn die ehemalige Lehrerin Ursula Evers hatte mit den Kindern im Unterricht zuvor das Buch vom kleinen Ritter Trenk gelesen und behandelt.

Die Aktion „Bildungszugabe” läuft nach einem politischen Beschluss aufgrund des großen Erfolgs noch mindestens bis 2014 weiter.

Weitere Infos im Internet: www.staedteregion-aachen.de
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