Monschau - Täuschend echte Babypuppe kommt für ein Wochenende ins Haus

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Täuschend echte Babypuppe kommt für ein Wochenende ins Haus

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Wenn aus Schülerinnen Eltern werden: Der Vorbereitung auf die Zeit als Eltern diente auch ein Besuch des Kreißsaals in der Eifelklinik Simmerath.

Monschau. Warum heißt der Kreißsaal eigentlich „Kreißsaal“? Wer darf mich zur Geburt begleiten? Was ist, wenn es Komplikationen gibt? Das waren nur drei von vielen Fragen, die die Mädchen der Stufe zehn der Monschauer Mädchenrealschule St. Ursula Dr. Andreas Cousin, Chefarzt der Geburthilfe, stellten.

An der Schule wurde dieses Jahr erstmalig ein Projekt ins Leben gerufen, dass die Mädchen auf ihre Zukunft, insbesondere auf die Verantwortung für ein Kind, vorbereitet. Es wird von den Schulräten der Städteregion Aachen als Kooperationsangebot von Jugendhilfe und Schule und als Kooperationsprojekt von sechs eigenständigen Jugendämtern geplant und gesteuert „Es ist wichtig auf die Zeit als Eltern vorbereitet zu sein“, sagt Diplom Sozialpädagogin Uschi Grab von der Schwangerschaftsberatung der Caritas.

Das Pilotprojekt „Vor dem Anfang starten – junge Menschen entwickeln Erziehungskompetenz“ besteht aus drei Teilen, in denen die Mädchen vieles lernen, was das Muttersein mit sich bringt. Es beinhaltet praktische Aufgaben wie Hausführung, Gestaltung einer Wohnung und den damit verbundenen Umgang mit Geld, Behördengänge oder das Zahlen von Steuern. Außerdem soll im theoretischen Teil des Projektes die Kommunikation und der sozial-emotionale Bereich gestärkt werden. Im letzten Teil müssen die Mädchen mit Situationen aus dem echten Leben zurechtkommen – ihnen wird für ein Wochenende eine täuschend echte Babypuppe überlassen, um die sie sich Tag und Nacht kümmern müssen.

Der Babysimulator speichert außerdem jede Versorgung beziehungsweise Vernachlässigung und kann nur von dem betreffenden Jugendlichen versorgt werden.

Die Mädchen sind geteilter Meinung über das Projekt. „Es bereitet mich als Frau auf meine Zukunft vor und wird mir helfen sie besser zu meistern“, sagt Felicia aus der zehnten Stufe. Andere finden das Projekt allenfalls besser als Unterricht.

Um die Mädchen auf das Wochenende mit den Babysimulator vorzubereiten, wurde der Kreißsaal des Krankenhauses besucht, wo Dr. Cousin ihnen unter anderem die Bedeutung des Namens „Kreißsaal“ erklärte, nämlich, dass „kreißen“ ein anderes Wort für kreischen ist. Außerdem wurde die Gruppe durch den Kreißsaal geführt und alle Fragen beantwortet.

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