„Sturm der Gedanken” begrüßt die Gäste

Von: hes
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„Sturm der Gedanken” heißt das großflächige Triptychon (dreiteiliges Kunstwerk), welches seit Donnerstag die Wartezone der Verwaltungsspitze im Monschauer Rathaus angenehm dominiert. Geschaffen hat dieses eindrucksvolle Kunstwerk der angesehene Bildhauer, Maler und Professor für bildende Kunst, Benno Werth aus Aachen (80). Foto: Heiner Schepp

Monschau. Wer die „Bürgermeister-Etage” des Monschauer Rathauses betritt, wird sogleich gefangen von warmen Farben, von einem kraftvollen künstlerischen Feuerwerk: „Sturm der Gedanken” heißt das großflächige Triptychon, welches seit Donnerstag die Wartezone der Verwaltungsspitze im Rathaus angenehm dominiert.

Geschaffen hat dieses eindrucksvolle Kunstwerk der angesehene Bildhauer, Maler und Professor für bildende Kunst, Benno Werth aus Aachen (80).

Der im sächsischen Riesa geborene Künstler hat das aufwändige Werk der Stadt geschenkt, „weil wir Monschau lieben und bei jeder Gelegenheit mit unseren Gästen gerne nach hier kommen”, gab Professor Werths Lebensgefährtin Gisela Engeln-Müllges eine Liebeserklärung an die Stadt im Tal ab.

Diese Zuneigung und die großzügige Schenkung löste bei Bürgermeisterin Margareta Ritter am Donnerstagmorgen sichtbare Begeisterung aus, als sie Professor Werth anlässlich der Schenkung begrüßte. „Das ist eine wunderbare Sache für die Stadt; wir haben uns auf den heutigen Tag sehr lange gefreut”, sagte Ritter.

Benno Werth hatte die Schenkung noch zur Amtszeit von Ritters Vorgänger Theo Steinröx angekündigt, „Übergabe und Anbringung des dreiteiligen Kunstwerks haben wir aber bewusst auf die Zeit nach Fertigstellung der Renovierungsarbeiten gelegt”, so die Bürgermeisterin.

Der „Sturm der Gedanken” reihe sich nahtlos ein in die Reihe wertvoller Bilder, die die Stadt besitze, und die nach Abschluss der Renovierungsarbeiten alle wieder ihren Platz im Rathaus finden würden, so Ritter.

Nicht ohne Grund hängt das neueste Kunstwerk der Stadt in der Wartezone der Verwaltungsleitung. „Hier können Gäste der Stadt, Besucher des Sitzungssaals und vor allem alle Bürger, die die Samstags-Sprechstunde der Bürgermeisterin nutzen - letzten Samstag immerhin 19 Monschauer Bürger mit ihren kleinen und großen Anliegen -, das große Bild auf sich wirken lassen und so die Wartezeit verkürzen”, meinte Margareta Ritter.

Was der Betrachter im Bild „lesen” mag, möchte der Künstler diesem selbst überlassen, „es ist non-verbale Kunst”, meinte Professor Werth augenzwinkernd, um dann aber doch einen kleinen Einblick in seine Gedankenspiele beim Malen des „Strums der Gedanken” zu gewähren.

Zusammenspiel warmer Farben

Das dreiteilige Werk zeigt ein Zusammenspiel warmer Farben des Rot-Spektrums, die jeweils nach innen hin lichter werden, jedoch unterschiedlich hell wirken. Das Triptychon trägt den Untertitel „Prinzip Hoffnung”, das laut Professor Werth „in uns angelegt ist, für das wir uns aber öffnen müssen”. Diese Öffnung soll das Feuer der drei Bilder bewirken, „ein positives Feuer”, so der Künstler, „das Pessimismus und schlechte Nachrichten überdeckt und beseitigt”. Denn Hoffnung bedeute Zukunft, „und nur wenn ich Hoffnung habe, kann ich noch etwas vom Leben erwarten”, erlaubte der angesehene Künstler auch „Seeleneinblicke”.

Letztlich aber bleibt jedem Betrachter sein eigener „Sturm der Gedanken” beim Anblick des Kunstwerks überlassen, das für die Bürgermeisterin „Wärme, Sonne und Hoffnung” ausdrückt und „sicher eines der beeindruckendsten Kunstwerke in fast 50 Jahren Rathausgeschichte” sei.
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