Simmerath - Strom kommt vom Dach und neues Rabattmodell

Strom kommt vom Dach und neues Rabattmodell

Letzte Aktualisierung:
raiffeisenbild
Schlägt mit der Raiffeisenbank Simmerath neue Wege ein: Vorstand Olaf Jansen.

Simmerath. Die Raiffeisenbank Simmerath eG hat in ihrer Vertreterversammlung zwei Satzungsänderungen beschlossen, die weitreichende Veränderungen für die Zukunft bewirken. Die erste Satzungsänderung gibt der Raiffeisenbank eG die Möglichkeit durch erneuerbare Energien Strom zu erzeugen und gegen Vergütung ins Stromnetz einzuspeisen.

Hier beabsichtigt die Raiffeisenbank eG geeignete Dächer der Gemeinde Simmerath und Roetgen anzupachten und mit Photovoltaik-Modulen zu bestücken und den erzeugten Strom - gegen eine feste Vergütung über 20 Jahre - ins Netz einzuspeisen.

„Wir denken hier an ein Investitionsvolumen von einer Million Euro und wollen damit mehr als 300 kWp Photovoltaik auf die Dächer bringen und rund 260.000 kWatt Strom pro Jahr erzeugen”, gibt Vorstandsvorsitzender Olaf Jansen die Zielrichtung vor. „Unser Eigenverbrauch liegt bei 237.000 kWatt, so dass wir nach 20 Jahren, wenn die garantierte Einspeisevergütung ausläuft, unseren eigenen Strom produzieren können. Alles was über unserer kalkulierte Mindestrendite von fünf Prozent liegt, möchten wir den Gemeinden Roetgen und Simmerath für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung stellen, erläuterte Vorstandsmitglied Dietmar Müller die Konzeption in der Vertreterversammlung.

„Gleichzeitig tun wir etwas für den Klimaschutz, denn durch dieses Investment sparen wir in 20 Jahren 4200 Tonnen Co2 ein,” nennt Olaf Jansen noch einen weiteren Aspekt.

Für die Interessenten, die sich an einer geplanten Photovoltaik Genossenschaft beteiligen wollten, hat die Raiffeisenbank eG ein alternatives Investment gefunden. Der Fonds investiert in riesige Solarfelder in Süditalien und Südspanien und wirft laut Raiffeisenbank in den ersten 5 Jahren eine Rendite von 7,5 Prozent und ab dem 6. Jahr eine prognostizierte Rendite von 8,5 Prozent ab.

Bei der zweiten Satzungsänderung wurde dem Vorstand und dem Aufsichtsrat die Möglichkeit eingeräumt, Rabatt- bzw. Bonusmodelle einzuführen, zu verändern oder wieder einzustellen. Bei dem angedachten Rabattmodell, dem VR-Mitgliederbonus, handelt es sich um ein bundesweites Projekt der Volks- und Raiffeisenbanken. Hierbei werden die Mitglieder belohnt, die eine intensive Geschäftsbeziehung zum Institut unterhalten. Das Mitglied sammelt Punkte, die später in Euro eingelöst werden. Einzige Voraussetzung ist eine Mitgliedschaft, die bereits ab 25 Euro möglich ist.

Die Raiffeisenbank hat derzeit 14000 Kunden und wird Ende des Jahres ihr 6000. Mitglied begrüßen können, so Vorstand Olaf Jansen.

In den vergangenen Jahren hat die Bank an ihre Mitglieder eine Dividende von 5,43 Prozent auf ihre Geschäftsanteile ausgezahlt. Zukünftig wird eine Basisdividende ausgezahlt und die Mitglieder erhalten Bonuspunkte in Abhängigkeit der Intensität ihrer Geschäftsbeziehung. Diese Veränderung se „ein echter Meilenstein in der Geschichte der Raiffeisenbank”, ist der Vorstand überzeugt.

Die anwesenden Vertreter in der Tenne in Eicherscheid waren ebenso überzeugt und stimmten einstimmig für diese Satzungsänderung, die damit im Jahr 2010 zum Tragen kommt.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert