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Streit um verkaufsoffenen Sonntag: „Fehler liegt nicht bei uns“

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:

Simmerath. Der Streit zwischen der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der Gemeindeverwaltung Simmerath um die Zulassung des verkaufsoffenen Sonntags beim Kraremannstag am 7. Mai ist noch nicht aus der Welt, aber man ist im Dialog.

Nach weiteren Gesprächen sehe man gute Chancen auf eine Einigung, was die verkaufsoffenen Sonntage im Jahr 2017 betreffe, teilte jetzt Gewerkschaftssekretär Mathias Dopatka mit. Wie berichtet, hatte Verdi am Dienstag Klage gegen die Ausrichtung des verkaufsoffenen Sonntags am 7. Mai erhoben mit der Begründung, dass die Gemeindeverwaltung es versäumt habe, die Gewerkschaft, wie es der Gesetzgeber verlange, in die Beurteilung mit einzubeziehen, ob der verkaufsoffene Sonntag an diesem Tag die erforderlichen Voraussetzungen erfülle.

In einem Gespräch mit dem Gewerbeverein Simmerath als Veranstalter hat Verdi noch einmal klargestellt, dass die jetzige Situation keine Gewinner habe. In einem Schreiben an die Gemeindeverwaltung hat Dopatka die wesentlichen fehlenden Fakten, die man für eine korrekte Beurteilung der anstehenden Sonntagsöffnungen benötige, noch einmal zusammengefasst.

Chancen auf Einigung

Man benötige zwingend eine Prognose der Besucher für den eigentlichen Anlass, eine genaue Anlassbeschreibung und eine nachvollziehbar Erläuterung des Anlasses sowie einen Vergleich der Quadratmeterzahlen des Anlasses in Abgrenzung zu den öffnenden Ladenlokalen und eine klare geografische Abgrenzung des Ladenöffnungsbereiches.

Verdi-Sprecher Dopatka bedauert, „dass es zu der Klageerhebung kommen musste. Aber den Fehler sehen wir eindeutig nicht bei uns, da die Gemeindeverwaltung Simmerath in insgesamt fünf Schreiben auf die neue rechtliche Grundlage hingewiesen wurde.“

Unabhängig von den „nun ernsten Schwierigkeiten bezüglich des 7. Mai sehen wir perspektivisch gute Chancen, Einigungen zu erreichen“. Ob das bereits für den Kraremannstag klappt, ist aber noch offen. Die Klageerhebung habe sich mit den Gesprächen überschnitten, heißt es weiter in dem Schreiben an die Verwaltung. Möglich sei es jetzt, eine formale korrekte Verordnung für die Sonntagsöffnungen zu erlassen. Dopatka: „Aufgrund der zeitlichen Nähe zum 7. Mai, „ist dies sicher mit großen Herausforderungen verbunden.“

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