Strauch/Steckenborn - Streit um Mobilfunkmast droht zu eskalieren

CHIO-Header

Streit um Mobilfunkmast droht zu eskalieren

Von: ess
Letzte Aktualisierung:
mobilfunkbild
Am ursprünglich ausgewählten Standort für einen Mobilfunkmast rechts des Weges, der am Sportplatz in Strauch vorbeiführt, hält der Mobilfunkbetreiber 02 weiterhin fest. Foto: P. Stollenwerk

Strauch/Steckenborn. Der Konflikt droht zu eskalieren. Weder die Gemeinde Simmerath noch der Kreis Aachen sind bereit, den Mobilfunkmast am geplanten Standort in Nähe es Kindergartens zu akzeptieren.

Mobilfunkbetreiber O² andererseits hat der Gemeinde jetzt definitiv mitgeteilt, dass es am Standort auf einem Privatgrundstück festhält und nicht die Absicht hat, nach alternativen Standorten Ausschau zu halten, wie Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns dem Gemeinderat am Mittwochabend berichtete.

Noch vor wenigen Tagen, so Hermanns weiter, hätten Uwe Zink, zuständiger Dezernent der Aachener Kreisverwaltung, und er selbst mit einem Vertreter von O² lange diskutiert und „sehr deutlich gemacht”, dass der geplante Standort für den Sendemast „sozial nicht verträglich” sei.

Die harte Haltung des Mobilfunkbetreibers „werden die Gemeinde Simmerath und der Kreis Aachen nicht hinnehmen” und gemeinsam das Gespräch mit der O²-Vorstandsetage suchen. Sollten Zink und Hermanns dort ins Leere laufen, dann „muss sich O² auf einen möglicherweise langen Rechtsstreit einstellen”.

Denn, so Hermanns, die Gemeinde werde ihr Einvernehmen mit diesem Standort nicht herstellen und es sei „sehr unwahrscheinlich”, dass der Landschaftsbeirat des Kreises den Standort abnicken werde.

Dezernent Uwe Zink will zunächst einmal „cool bleiben”. O² habe nach einem standardisierten Antragsverfahren die erwartete „standardisierte Haltung” eingenommen. Zink: „Sehr viel Flexibilität habe ich nicht erkennen können. Aber wir sollten jetzt in aller Ruhe unsere Möglichkeiten abchecken.”

Zink widersprach Äußerungen, wonach die Bauaufsicht und das Umweltamt des Kreises dem Mobilfunkbetreiber Zustimmung zum Standort signalisiert hätten. Natürlich habe es Kontakte gegeben, und die beiden Ämter hätten mit Blick auf die Rechtslage erklärt, dass ein Mobilfunkmast am ausgewählten Standort „grundsätzlich” möglich sei. Allerdings sei auch klar darauf hingewiesen worden, dass eine definitive Zusage erst nach Prüfung aller Details erfolgen könne. Uwe Zink: „Da ist noch überhaupt nichts zugesagt. Immer mit der Ruhe. Noch ist nichts verloren!”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert