Monschau/Simmerath - Streit um Gemeinschaftsschule beschäftigt viele Bürger

Streit um Gemeinschaftsschule beschäftigt viele Bürger

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:

Monschau/Simmerath. Nicht immer interessiert und fasziniert die Bürger das kommunalpolitische Tagesgeschäft in der Nordeifel. Die Standort-Diskussion zwischen den Kommunen Monschau und Simmerath um die künftige Gemeinschaftsschule ist derzeit aber das Thema Nummer eins in der Region.

Auch in den Diskussionsforen der Online-Seiten unserer Zeitung spiegelt sich die derzeitige Emotionslage wieder. Der Streit zwischen Monschau und Simmerath reißt alte Gräben wieder auf und schafft neue Barrieren einer künftigen Zusammenarbeit. Dass dabei das eigentliche Thema, nämlich die Schullandschaft in der Nordeifel im Sinne der Kinder und Eltern neu zu gestalten, fast in den Hintergrund tritt, ärgert auch viele Bürger.

„Ich hab schon lange resigniert. Es geht überall in der Politik nur noch um Image, Prestige und das Ego der einzelnen Politiker und schon lange nicht mehr um das Volk”, kann man da lesen oder auch: „Wichtig ist, unserem künftigen Kapital - und das sind unsere Kinder - die beste Ausbildungsmöglichkeit zu geben. Wenn diese Parteisoldaten aus Simmerath nicht verstehen (ich bin aus Simmerath), dass es jetzt besser ist, das Geld im Sinne unserer Kinder umzuleiten, sollten wir sie mit Schimpf und Schande aus der Eifel jagen,” ärgert sich ein Bürger.

„Fangt endlich an zu sparen! Fangt endlich an normalen Menschenverstand zu benutzen!”, ärgert sich ein anderer Bürger. Die Anregung der Monschauer Bürgermeisterin, zu prüfen, ob eine Umwidmung der Fördermittel für die Hauptschule Simmerath nach Monschau möglich sei, ist nicht für alle ein Grund, die Fassung zu verlieren. „Ich fass´ es nicht. Was poltern die denn rum? Frau Ritter hat doch lediglich im Interesse unserer Kinder angefragt, ob Mittel, die nicht im Kranzbruch benötigt werden, für die gemeinsame neue Gemeinschaftsschule genutzt werden können, und das freiwillig. Was hat das mit dem Tourismus zu tun. Ohne Frau Ritter wäre manches am Rursee so nicht entwickelt worden?”

Dazu heißt es an derer Stelle: „Gehe davon aus, dass Monschau endlich mal Geld aus der Simmerather Ecke dafür sehen will, dass die Simmerather Schüler seit Jahrzehnten auf Kosten von Monschau zu den Monschauer Schulen gekarrt worden sind!”

Immer wieder flammt der Ärger der Bürger über die Kommunalpolitiker auf: „Wacht endlich auf! Ihr erhöht unsere Steuern und verramscht den Sportplatz, um Schule, Schwimmhalle und Turnhalle zu bauen, obwohl nichts davon nötig ist!? Warum das Gezänk mit Monschau? Vertragt Euch endlich mit Monschau!”

Auch von Roetgener Bürgern gibt es Äußerungen zum Thema: „Der Unterschied ist, dass Monschau bereit war, den Elternwillen in jedem Fall zu akzeptieren. Simmerath nur wenn er positiv für Simmerath ausfällt.”

Viele, die sich an der Diskussion glauben, dass der Elternwille nicht ausreichend Berücksichtigung findet: „Warum habt Ihr dann uns Eltern überhaupt gefragt? Wird bei der ganzen Diskussion auch mal an die Kinder gedacht, die ständig die Schule wechseln sollen oder geht es nur um Geld, Gebäude und Prestige?”, heißt es.

„Was soll das ganze Geschwafel?”, heißt es an anderer Stelle: „Fakt ist doch bei dem ganzen Gezänk, dass die Simmerather Ratsvertreter noch nicht damit zurecht kommen, dass die ehemalige Mitarbeiterin Magga Ritter jetzt in Monschau Bürgermeisterin ist. Es entstehen jetzt Machtkämpfe zwischen Hermanns und Ritter.”

Andere Bürger können die Diskussion nur unter dem Gesichtspunkt bitter Ironie betrachten: „Heute morgen haben Bausoldaten am Gericht mit dem Bau einer Mauer begonnen, Visa für die Reise ins gegnerische Gebiet werden weder in Monschau noch in Simmerath erteilt!”
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