Aachen 2025

„Stippeföttchen“ für den Präsidenten

Von: lro
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Die Jugendshowtanzgruppe legte bei der Höfener Kostümsitzung einen flotten Tanz als Schornsteinfeger hin, die den Biebessen diese Session bestimmt Glück bringen. Foto: Lisa Rombach
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Die Jugendshowtanzgruppe legte bei der Höfener Kostümsitzung einen flotten Tanz als Schornsteinfeger hin, die den Biebessen diese Session bestimmt Glück Foto: Lisa Rombach

Höfen. Bei der Kostümsitzung der KG Biebesse in der proppevollen Vereinshalle Höfen begeistern vor allem die Tanzdarbietungen. Eine restlos ausverkaufte Vereinshalle, ein buntes Programm und die ein oder andere Überraschung sorgten am Samstag für eine rundum gelungene Kostümsitzung der Höfener Biebesse.

Direkt zu Beginn der Sitzung bot sich dem Publikum ein toller Anblick: 160 blau-weiß kostümierte Karnevalisten zogen unter tosendem Applaus, gemeinsam mit ihrem diesjährigen Dreigestirn, in die Halle ein. Nachdem Sitzungspräsident Christof Rader die Menge mit einem „dreifach kräftigem Höfen Alaaf“ begrüßt hatte, wurde das Wort an die Tollitäten weiter gereicht.

Prinz Heinz Georg „Kerki“ I. mit seiner Lieblichkeit Jungfrau Gerda I. (Gerd Bongard) und der Deftigkeit Bauer Roland I. (Heinen), verkündeten nochmals ihre, auf der Proklamation vorgestellten, Gesetze. Dem Trio hatten die Salut-Schüsse der Höfener Schützen für die amtierende Schützenkönigin so gut gefallen, dass ihnen dieselbe Ehre an Rosenmontag zuteil werden soll.

Die Prinzengarde hatte das ihnen auferlegte Gesetz bereits erfüllen können: Ihre Uniformen waren passend zum Star-Wars-Motto „Die Macht ist erwacht“, durch grüne Lichter an den Gewehren erweitert worden. Anschließend performten die närrischen Herrscher ihre diesjährige Hymne, deren Text mittlerweile von allen Aktiven auf der Bühne kräftig mitgesungen werden konnte.

Nach dem feierlichen Abmarsch der „Offiziellen“ legten die Kindergarde und die Jugendshowtanzgruppe jeweils einen tollen Auftritt auf die Bühne und Christof Rader zeigte sich zuversichtlich: „Um den Nachwuchs brauchen wir uns hier keine Sorgen zu machen“, sagte er und das Publikum stimmte ihm mit tosendem Applaus zu.

Auf dieser Sitzung durften natürlich auch die Büttenredner nicht fehlen. Als erster an diesem Abend versuchte Reiner Roos als „De Polizist“ mit seinen kleinen Geschichten von inner- und außerhalb seiner Polizeiwache, das Publikum zu begeistern. Christoph Nellessen, ein alter Bekannter der Höfener und karnevalistisches Urgestein aus Rurberg, berichtete als „Ne Efelbuur” von alltäglichen Situationen aus Sicht eines Bauern. Hedwig Siberichs erzählte als „Engel Hettwich“ von ihren Problemen zwischen Himmel und Erde.

Anschließend sorgten die Tanzmariechen Nora Pontzen und Diana Roder für einen weiteren tänzerischen Höhepunkt, indem sie zeigten, was sie im vergangen Jahr mit ihren Trainerinnen einstudiert hatten. Auf beeindruckende Weise wirbelten beide im schnellen Tempo über die Bühne.

Bevor das Prinzenmariechen Diana allerdings auf ihrer Position Platz nehmen konnte, wurde eine „seltene Überraschung“ seitens der Prinzengarde angekündigt, die das Mariechen, wie immer auf die Bühne begleiteten: Frank Schmiddem, der laut den Gesetzen, nur noch in „Joda-Sprache“ (ebenfalls aus „Star Wars“) sprechen durfte, klärte das Publikum auf.

Sitzungspräsident Christof Rader hatte sich zu seinem Jubiläum den traditionellen „Stippeföttchen-Tanz“ gewünscht, der das letzte Mal zu seinem 3x11-jährigen Jubiläum aufgeführt wurde. So kommandierte Gardeführer Schmiddem seine Männer in die richtige Position, dabei musste er allerdings feststellen, dass das in der „neuen“ Sprache gar nicht so einfach ist, obwohl „tausend mal ich geübt das habe, und trotzdem in die Hose es gegangen ist.“ Und so standen sich dann die ca. 20 Männer Po an Po gegenüber und führten, zu Ehren des Jubiläums, den sehr amüsanten Tanz auf. Sie zeigten sich dann aber doch erleichtert, als sie zurück treten durften und ihrem Mariechen die Bühne wieder überlassen konnten.

Nach diesem sensationellen Auftritt – nicht nur des Mariechens – wurde die Bühne für den Zauberer Charlie Martin frei geräumt. Dieser war bereits auf der vergangenen Sitzung aufgetreten und begeisterte das Publikum zwar; allerdings hätten sich die Gäste, die auf beiden Sitzungen waren, über ein neues Programm gefreut.

Den tänzerischen Abschluss bildeten die „Twisters“ und die Showtanzgruppe. Die elf Mädels der Gardegruppe zeigten einen anspruchsvollen Tanz mit akrobatischen Höhepunkten, während die Showtanzgruppe in diesem Jahr als „Supermen“ und „Superwomen“ wortwörtlich über die Bühne flogen. Zu dem Tanz gehörten neben zahlreichen Hebungen auch Kostümwechsel und ein selbstgestaltetes Bühnenbild.

Mit dem Auftritt der Musikgruppe „Echte Fründe“ endete um Mitternacht der offizielle Teil der gelungenen Kostümsitzung, die Kreuzauer Musiker wurden aber nicht ohne zwei Zugaben ihrer kölschen Musik von der Bühne gelassen. Im Anschluss feierten die Biebesse dann noch bis in die späte Nacht mit ihren Karnevalsfreunden und ihrem Dreigestirn.

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