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Stillstand: Himo-Windrad will nicht mehr

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:
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Das Windrad am Himo in Imgenbroich dreht sich nicht mehr: In knapp 60 Meter Arbeitshöhe standen bereits im Juli umfangreiche Reparaturarbeiten an, die aber nicht zum Erfolg geführt hatten. Foto: P. Stollenwerk

Imgenbroich. Ständiger Gast in der Eifel ist die Firma Enercon aus dem ostfriesischen Aurich. Das Unternehmen hat in der Region Dutzende von Windkraftanlagen zu warten. Im Sommer war das Windrad am Himo in Imgenbroich an der Reihe. In knapp 60 Meter Arbeitshöhe standen umfangreiche Reparaturarbeiten an, da Verschleißteile im Rotor die Flügel zum Stillstand gebracht hatten.

Es wurden neue Kunststoff-Ersatzteile eingebaut mit dem Ziel, dass die Anlage wieder läuft. Doch das Himo-Windrad will nicht mehr. Seit dem 1. August steht die Anlage still und der Eifeler Herbstwind fegt vorbei an den Rotorblättern.

Die Problematik des technischen Versagens war größer als zunächst angenommen, so dass bei der Firma Enercon Überlegungen einsetzten, wie man in Zukunft mit der Anlage verfahren soll, zumal die 200 KW-Anlage vom Typ E 30 nach heutigen Gesichtspunkten eine Kleinstanlage darstellt. Das Windrad war im Jahr 1998 errichtet und in Betrieb genommen worden. Die erste größere Reparatur war bereits im Jahr 2009 fällig geworden, als die Rotorblätter ausgetauscht wurden.

Am 23. Juli abgeschaltet

Bereits am 23. Juli 2013 war das Imgenbroicher Windrad wegen auffallend lauter Schlaggeräusche abgeschaltet worden, so dass heute auf den Tag genau die Anlage seit drei Monaten still steht.

Die Firma Enercon aber war in dieser Zeit keineswegs untätig, sondern hat den Schaden näher betrachtet und in ihre „Update-Planung“ eingebunden. Demnach muss die komplette Gondel erneuert werden, was einer recht aufwändigen Reparatur entspricht.

Die Stadt Monschau hat sich zwischenzeitlich mit dem Unternehmen in Ostfriesland verständigt, wie weiter verfahren werden soll, berichtet Bauamtsleiter Stephan Dicks auf Anfrage. Demnach soll in der nächsten Woche das Ersatzteil geliefert werden. Danach soll dann ein konkreter Reparaturtermin genannt werden. Ein Rückbau des Windrades oder ein Repowering (also eine höhere Leistung) stehen nicht zur Diskussion.

Ein größeres Windrad hätte ein neues Bebauungsplanverfahren zur Folge gehabt, was im inzwischen dicht bebauten Bereich des Gewerbegebietes Imgenbroich ohnehin schwierig wäre. Beim damaligen Aufstellungsbeschluss wurde festgelegt, dass Betriebswohnungen im Gewerbegebiet mindestens 100 Meter Abstand zum Windrad einhalten müssen.

Das Windrad wird von der Himo-Vermögensgesellschaft betrieben, die durch den mehrmonatigen Ausfall der Anlage natürlich beträchtliche Einnahmeverluste erleidet, da kein Strom ins Netz eingespeist werden kann. Für diesen Fall wird jedoch eine so genannte Verfügbarkeitsgarantie wirksam, die dem Betreiber eine 97-prozentige Einnahmegarantie zusichert. Durch den mehrmonatigen Stillstand entstehen der Himo-Gesellschaft also keine Ertragsausfälle.

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