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Sternstunden für alle Buch- und Lesefans in der Region

Von: aj
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Monschau. Lese- und Literaturfreunde können sich freuen: Im April startet das 9. Eifel-Literatur-Festival. Vom 23. April bis zum 6. November wird es wöchentlich eine Veranstaltung geben.

„Mit hochkarätigen Autorinnen und Autoren und einem wunderbar vielfältigen Programm, mit dem eingefleischte Literaturkenner genauso auf ihre Kosten kommen, wie diejenigen, die die Gegenwartsliteratur erst noch für sich entdecken wollen”, freut sich Doris Ahnen, Kulturministerin und Schirmherrin des Projekts. Allein drei Veranstaltungen finden im Monschauer St. Michael-Gymnasium statt.

„Über Grenzen”

Das laut Veranstalter „größte und bedeutendste Literatur-Festival des Landes” findet im Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz 2010 statt, der das Motto „Über Grenzen” trägt. Zu der engen Zusammenarbeit der beiden Veranstaltungen erklärt Initiator und Organisator Dr. Josef Zierden: „Grenzgänger sind unterwegs, literarisch, philosophisch, medizinisch, theologisch, kriminologisch: um Grenzen auszuloten, um Grenzen zu überschreiten, um ans Limit zu gehen und auch, um Grenzen zu setzen oder anzumahnen. Auch die Leser und Besucher des Festivals können immer neu in andere Welten eintauchen, können selber zu Grenzgängern werden.”

Regionalrat Helmut Etschenberg ist ebenfalls begeistert von diesem Kulturevent, „weil Literatur Freude bereitet und ein Medium ist, das wieder mehr in den Mittelpunkt unserer Gesellschaft rücken sollte.” Um diesen Wunsch wirklichen zu können, stehen 80000 Euro aus Landesmitteln zur Verfügung.

Damit Lust auf Lesen und auf Literatur geweckt wird, werden sich ab dem „Welttag des Buches” im April viele prominente Autorinnen und Autoren, von Katja Riemann bis Martin Walser, von Richard David Precht bis Frank Schätzing und Judith Hermann, in der Eifel zwischen Bitburg und Heimbach präsentieren.

Den Auftakt des Festivals bilden Katja Riemann und Arne Jansen in Wittlich mit der musikalischen Revue „Doitschland - ein Friedensreich”. Enden wird das Event schließlich in Bitburg mit dem Vortrag „Ou Topos. Auf der Suche nach einer besseren Welt”, der von Heiner Geißler vorgetragen wird.

Aber die Literaten werden nicht nur in der Südeifel zu sehen und zu hören sein, drei von ihnen stellen sich und ihre Bücher auch den Monschauer Lese- und Literaturfans vor.

„Mängelexemplar”

Den Anfang in Monschau macht Sarah Kuttner am 14. Mai mit ihrem Roman „Mängelexemplar”. Die schon aus Fernsehsendungen bekannte Autorin wurde 1979 in Berlin geboren. „Mängelexemplar” ist ihr erster Roman und hält sich schon seit mehr als 40 Wochen auf den obersten Plätzen der Bestsellerlisten, damit ist er der erfolgreichste Roman einer deutschsprachigen Autorin im Jahr 2009.

Er handelt vom Wahnwitz unserer Gegewart. Teils lustig, teils tieftraurig, aber immer mit dem nötigen Ernst, erzählt Sarah Kuttner von einer Karrierefrau, die lernen muss, dass nicht immer alles perfekt sein und schnell gehen kann. Die Autorin schneidet gekonnt das tabuisierte Thema „Depression” an.

„Vater der Eifelkrimis”

Wer mehr Spaß an Kriminalgeschichten hat, findet an dem „Vater der Eifelkrimis”, Jacques Berndorf, und seinen Büchern Gefallen. Der 1936 in Duisburg geborene Schriftsteller und Journalist arbeite unter anderem für „Spiegel” und „Stern” und reiste für diese Arbeit in verschiedene Krisengebiete der Welt.

Vor gut 20 Jahren brachte der „Guru” dann seinen ersten Eifelkrimi heraus, deren Anzahl mittlerweile auf beachtliche 19 Bände gestiegen ist. Aktuell recherchiert und schriebt er an seinem neusten Siggi-Baumeister-Krimi, der sich mit der Finanzaffäre rund um den Nürburgring beschäftigt. Die Geschichte, die Berndorf aus dem Skandal gezaubert hat, werden seine Fans am 1. Juni im Monschauer Gymnasium oder schon im Mai kennen lernen können, denn dann wird der neue Krimi erscheinen.

„Die Chemie des Todes”

Aber nicht nur bei Jacques Berndorf ist spannender Krimispaß garantiert, auch sein britischer Kollege Simon Beckett weiß, wie man Bestseller schreibt. 1968 in Sheffield, England, geboren, arbeitete er als Hausmeister, Lehrer und Schlagzeuger, bis er freier Journalist wurde. Ab 1992 schrieb Beckett für bedeutende englische Zeitungen wie die „Times”. Während seiner Arbeit spezialisierte er sich immer mehr auf kriminalistische Themen.

Sein Debüt als Buchautor gab er 2006 mit dem Thriller „Die Chemie des Todes” - und schlug ein wie eine Bombe: Eine Frauenleiche mit Schwanenflügeln wird entdeckt. Das bringt David Hunters friedliches Leben in einem kleinen Dorf auf dem Lande komplett durcheinander, denn die Spezialität des früher sehr berühmten Rechtsmediziners ist es, Verwesungsprozesse zu untersuchen und daraus den Todeszeitpunkt zu bestimmen.

Seit über 80 Wochen steht das Buch auf den Bestsellerlisten und wurde in rund zwei Dutzend Sprachen übersetzt. Aber damit nicht genug; die folgenden Hunter-Thriller „Kalte Asche” (2007), „Leichenblässe” (2009) und „Obsession” (2009) waren nicht weniger erfolgreich. Allein in Deutschland verkauften sie sich über zwei Millionen Mal. Trotz des großen Erfolgs bleibt Simon Beckett nahezu unsichtbar und lebt mit seiner Familie zurückgezogen in seiner Heimat Sheffield.

So bietet sich am 17. September in Monschau eine tolle Gelegenheit für alle Beckett- und Thrillerliebhaber, den berühmten Autor einmal live zu sehen. Begleitet wird er bei dem Eifelbesuch von seinem Original-Übersetzer Andree Heese.
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