Radarfallen Blitzen Freisteller

Städteregion baut Streetwork in der Nordeifel aus

Letzte Aktualisierung:

Nordeifel. In der Nordeifel soll die mobile Jugendarbeit um eine halbe Stelle ausgebaut werden. Das hat nun der Städteregionstag beschlossen. Die Erweiterung des „Streetworks” um 19,5 Wochenstunden soll - zunächst auf zwei Jahre befristet - die im Mai eingestellte Jugendarbeit des Bischof-Vogt-Hauses kompensieren.

Besonders ist vor allem die neue Ausrichtung des Streetworks. Nach der Analyse des Amtes für Kinder, Jugend und Familienberatung der Städteregion spielt die vereinsgebundene Jugendarbeit im Südkreis eine besonders wichtige Rolle. „Hier wird in den Vereinen mit großem Einsatz eine für die Kinder und Jugendlichen unverzichtbare Arbeit geleistet”, so Städteregionsrat Helmut Etschenberg. Die besonders ausgeprägte Vereinslandschaft der Nordeifel (die meisten Orte haben mehr Vereinsmitglieder als Einwohner) soll jetzt auch bei der mobilen Jugendarbeit genutzt werden.

Denn auch die vereinsgebundenen Jugendlichen haben zunehmend persönliche Probleme, die einer weitergehenden und professionelleren Unterstützung bedürfen. Das können auch die Jugendbetreuer der Vereine manchmal nicht mehr leisten. Hier kann durch die Anbindung des Streetworks auch eine Entlastung für die Vereine erreicht werden. Schon früh, wenn sich in der Vereinsarbeit Probleme mit Jugendlichen andeuten, ist das Hilfsangebot direkt greifbar und man muss nicht zum Jugendamt gehen, sondern dieses kommt in Form des Streetworkers direkt in die Vereine.

Andererseits gibt es aber auch vereinsungebundene Jugendliche, die in engem Kontakt zum Streetworker stehen. Für sie könnte es sehr hilfreich sein, Zugang zu einer Vereinsmitgliedschaft zu erhalten und im sozialen Netz eines Vereines - auch mit Streetwork-Unterstützung - eingebunden zu werden. „Für beide Seiten kann so Positives erreicht werden”, ist der Leiter des Amtes für Kinder, Jugend und Familienberatung der Städteregion Aachen, Adolf Mainz, überzeugt.

Das Ganze wird aber nicht von oben verordnet, sondern diese Art der Zusammenarbeit ist ein Angebot, das jeder Verein annehmen, ablehnen oder zusammen mit dem Streetwork nach seinem konkreten Bedarf modifizieren kann.

Die Städteregion wird das Konzept mit Beteiligung der drei betroffenen Jugendamtskommunen in einer Infoveranstaltung allen Sportverbänden und den Vereinen im Südkreis vorstellen. Anschließend wird der Streetworker die Jugendleiter der Vereine kontaktieren und abklären, inwieweit eine Zusammenarbeit in Frage kommt.

In der ersten Sitzung des Jahres 2012 soll dem Ausschuss ein Erfahrungsbericht vorgelegt werden. Danach kann dann auch über eine mögliche Fortsetzung des Projektes entschieden werden.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert