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Städtebauförderung ist für Monschau ein Dauerprojekt

Von: P. St.
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Die Interessen der Stadt Monschau im Blick: Grünen-Bundestagsabgeordnete Bettina Herlitzius (li.) und Bürgermeisterin Margareta Ritter wie auch Grünen-Ratsherr Werner Krickel (re.) und Hermann Mertens, Allgemeiner Vertreter der Bürgermeisterin. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Ohne öffentliche Förderung ist es nicht möglich, das historische Bild der Altstadt Monschau dauerhaft zu erhalten. So ist die Städtebauförderung von Bund und Land auch seit Jahrzehnten ein feste finanzielle Größe, auf die sich die Stadt verlassen kann.

Derzeit ist es aber Wunsch der Stadt Monschau, die Städtebauförderung neu zu strukturieren: Statt der Projektbezogenen Förderung sollte für den zahlreichen denkmalgeschützten Bauten ein Sockelbetrag zur Verfügung. Mit diesem Anliegen stieß Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter auch bei Bettina Herlitzius, seit 2007 Bundestagsabgeordnete der Grünen in Berlin, auf offene Ohren. Die 50-jährige Aachenerin gehört den Ausschüssen für Stadtentwicklung und Bauen sowie dem Tourismusausschuss an, und besuchte am Donnerstag die Stadt Monschau.

Dass die Altstadt Monschau im Hinblick auf die Städtebauförderung einer besonderer Zuwendung bedarf, stand für die Beteiligten eines Arbeitsgespräches im Rathaus außer Zweifel. Margareta Ritter: Das zuletzt Förderprogramm „Marke Monschau” sei sehr gut akzeptiert, aber nach dem „Windhund-Prinzip” seien die Mittel von den Bürgern abgerufen worden.

Damit seien zwar kurzfristig eine Vielzahl von Maßnahmen finanziert worden, doch derzeit stünden keine Mittel zur Verfügung, obschon weitere Anträge vorliegen. Daher sei für Monschau eine kontinuierliche Städtebauförderung „gesunder und fairer” als sich in den ständigen Wettbewerb zu begeben, denn: „Monschau ist ein Dauerprojekt.”

Bettina Herlitzius notiert sich das Monschauer Anliegen, dem sie viele Vorteile abgewinnen kann. die Städtebauförderung und die energetische Gebäudesanierung seien belebende Elemente auch für die Wirtschaftsförderung, denn diese Förderung sei ein Vielfaches an Investionen nach sich, was sich Bund und Land durch steigende Mehrwertsteuereinnahmen rasch amortisiere.

Großprojekt Gemeindehaus

Aber abseits von flächendeckenden Aufgabe der Sanierung und Instandhaltung von rund 250 denkmalgeschützten Häusern in der Altstadt geht es in Monschau auch um Einzel-Projekte. Insgesamt umfassen die Förderanträge aus Monschau derzeit ein Volumen von 26,8 Millionen Euro, wovon 10,8 Millionen Euro als förderfähig gelten. 10 Prozent dieser Summe muss die Stadt aus Eigenmittel aufbringen.

Eine Riesen-Aufgabe steht im Stadtzentrum mit der Sanierung der evangelischen Kirche und des benachbarten evangelischen Gemeindehauses an.

Wegen des nicht mehr garantierten sicheren Haltes des Stuckdecke, ist das Gotteshaus bereits seit längerer Zeit geschlossen. Rund 800.000 Euro würde eine Sanierung kosten, jedoch Städtebauförderungsmittel wird es nicht geben, da der Regionalrat diese Maßnahme als nicht förderungswürdig anerkannt hat. Die Stadt will die Kirchengemeinde nun bei dem Bemühen unterstützen, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz für die Sanierung zu sensibilisieren.

Einfacher erscheint der Finanzierungsweg beim benachbarten evangelischen Gemeindehaus., dessen Renovierung mit 4,3 Millionen Euro veranschlagt ist. Die Förderung ist anerkannt worden, wenn auch, was die Trägerschaft des künftigen Begegnungshauses betrifft, noch Klärungsbedarf herrscht.

Für Werner Krickel, Ratsherr der Grünen aus Monschau, geht es beim Ensemble evangelische Kirche und Gemeindehaus „nicht allein um die Erhaltung eines Sakralbaus, sondern um ein für das Stadtbild prägendes Ensemble an exponierter Stelle”.

Ein weiteres Städtebauförderungsprojekt, die Neugestaltung der Burg, verbunden mit einem barrierefreien Zugang sowie die Neustrukturierung des ÖPNV im Stadtgebiet waren weitere Themen beim Gespräch mit Bettina Herlitzius, über die wir noch berichten werden.
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