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St. Brigida baut Behandlungsspektrum weiter aus

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Dr. med. Karin Vogt leitet das neue Zentrum für Venen und Haut an der Eifelklinik St. Brigida in Simmerath.

Simmerath. Wie von Artemed bereits bei der Übernahme des Simmerather Krankenhauses angekündigt, werden in der Eifelklinik St. Brigida nun die ersten Spezialisierungen vorgenommen. So konnte jetzt das Zentrum für Venen und Haut eröffnet werden.

Das Zentrum ist eine Einrichtung, die der Bevölkerung ein umfangreiches Diagnostik- und Therapieangebot zur Volkskrankheit Krampfadern sowie weiteren Venenleiden zur Verfügung stellt. Die ärztliche Leitung hat Dr. med. Karin Vogt.

Die Fachärztin für Dermatologie und Venerologie, Allergologie und Phlebologie fand sofort Gefallen am Aufbau des Zentrums in der Eifelklinik, nicht zuletzt, weil sie seit Jahren mit ihrer Familie in Aachen sesshaft ist. Nun kann sie auch beruflich ganz in der Region aufgehen.

Dabei baut sie auf langjährigen Erfahrungen im Bereich operative und ästhetische Dermatologie und Phlebologie auf, die sie unter anderem in der Artemed-Fachklinik München sowie in der Klinik für Dermatologie und Venerologie des Vivantes-Klinikums Neukölln (Lehrkrankenhaus der Charité Berlin) sammeln konnte.

Seit 2008 leitet sie zudem das Institut für klinisch-phlebologische Forschung der Artemed-Fachklinik München. Dort und in weiteren Häusern der Artemed Gruppe spezialisiert man sich seit Jahren auf die Diagnose und Behandlung von Venenleiden, insbesondere von Krampfadern. Von diesem gesammelten Fachwissen kann nun das neu eingerichtete Zentrum für Venen und Haut an der Eifelklinik profitieren, so eine Mitteilung der Artemed-Gruppe.

Hoher Therapiebedarf

Der Bedarf an Diagnostik und Therapie ist hoch, so die Einschätzung der Expertin. Denn die Hälfte aller Deutschen leidet an einer Venenschwäche bzw. an Krampfadern - und Frauen sogar dreimal öfter als Männer. Werden Krampfadern nicht behandelt, können sie zu Komplikationen, wie zum Beispiel Venenentzündungen, führen. Auch kann eine chronische Venenschwäche Stauungsekzeme und im schlimmsten Fall sogar ein Unterschenkelgeschwür, das „offene Bein”, zur Folge haben.

„Je früher die Patienten sich mit Krampfadern an einen Arzt wenden, um so besser”, weiß deshalb Dr. Karin Vogt, die im Zentrum für Venen und Haut ein großes Spektrum an Diagnose- und Therapiemethoden anbietet, u.a. Verödungstherapien. Hierbei handelt es sich um die Verödung (Sklerosierung) von klein- oder großkalibrigen Krampfadern oder den kosmetisch störenden Besenreisern. Im Zentrum für Venen und Haut wird mit Flüssigsklerosierung, Schaumsklerosierung und endoluminaler, ultraschallgestützter Sklerosierung gearbeitet.

Krampfaderoperation: Bereits heute werden in der chirurgischen Abteilung der Eifelklinik unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Hinkel schonende, minimalinvasive Varizenoperationen vorgenommen. Dieses Angebot wird nun noch weiter ausgebaut.

Vor allem die Einführung der Tumeszenzlokalanästhesie stellt hier eine Neuerung dar. Dabei handelt es sich um eine spezielle örtliche Betäubung, bei der das Lokalanästhetikum in das Unterhaut-Fettgewebe eingebracht wird. So kann eine schonende, schmerzfreie Operation ermöglicht und eine Vollnarkose vermieden werden.

Offenes Bein: In Kooperation mit der bereits bestehenden Wundsprechstunde der Eifelklinik wird das Zentrum für Venen und Haut auch zur Anlaufstelle für Patienten mit dem Krankheitsbild „offenes Bein” (Ulcus cruris venosum). Unter dem Leitgedanken „Interdisziplinäre Ulkustherapie” werden offene Beingeschwüre durch die konstruktive Zusammenarbeit von Phlebologie, Dermatologie und Chirurgie diagnostiziert und behandelt.

Ästhetische Venenchirurgie: Hier kommen minimalinvasive Miniphlebotomien zum Einsatz, auch Häkelmethode genannt, da die zu entfernenden Venen mit einem speziellen kleinen Häkchen herausgezogen werden.

Aufklärung tut Not

„Zum Thema Venenerkrankungen kann gar nicht genug Aufklärung betrieben werden. Denn eine rechtzeitige Diagnostik und Therapie kann Komplikationen vermeiden”, weiß Dr. Karin Vogt. „Deshalb haben wir beim Aufbau des Zentrums für Venen und Haut auch einen Schwerpunkt im diagnostischen Bereich gesetzt. Dank der Anschaffung hochmoderner Ultraschallgeräte können wir den Gefäßstatus mittels Doppler- und farbkodierter Duplexsonographie ermitteln und darauf aufbauend die beste Therapie wählen. So stellen wir der Eifelbevölkerung direkt vor Ort ein optimales medizinisches Angebot zur Volkskrankheit Krampfadern bereit und planen sogar, das operative Spektrum bald noch weiter auszubauen.”

Ab sofort bietet Dr. Karin Vogt zunächst immer dienstags eine wöchentliche Sprechstunde an. Die Ausweitung des Angebots auf weitere Wochentage ist in Planung. Die weitere Behandlung etwaiger Krankheitsbilder erfolgt nach Absprache mit dem Patienten und dem Hausarzt.
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