Spurensuche: „Walderlebnistage” in der Gemeinde Simmerath

Von: ale
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Teils kreativ, teils forschend
Teils kreativ, teils forschend erfahren die Kindern bei den „Walderlebnistagen” viel Neues und Wissenswertes über den heimischen Wald. Foto: Anneliese Lauscher

Lammersdorf. Im Wald ist es nicht gefährlicher als anderswo, hier gibt es keine Hexen und keine kinderfressenden Wölfe - allerdings viele abenteuerliche Entdeckungen. Jörg Melchior muss es wissen, er leitet die „Walderlebnistage 2012”.

Das Regionalforstamt Rureifel-Jülicher Börde des Landesbetriebs Wald und Holz NRW bietet wieder in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Simmerath eine Ferienmaßnahme an.

Während der Walderlebnistage wird den Kindern in spielerischer Form viel Wissenswertes über den Wald vermittelt. Teils kreativ, teils forschend erfahren sie Neues über Tiere und Pflanzen. Der Erfolg der vergangenen Jahre gibt den Veranstaltern Recht: 465 Teilnehmer wurden im Sommer 2011 gezählt.

Die Kinder kommen stets in Begleitung, das Programm spricht Fünf- bis Zwölfjährige an. Am Samstag waren beispielsweise die Fünf- bis Achtjährigen eingeladen, „Teufel, Wichtel, Zauberer” im Wald zu entdecken. „Um die Natur zu verstehen, braucht man ein wenig Fantasie”, sagt Jörg Melchior.

Die Kinder sollen sich in eine flinke kleine Maus hineindenken oder in ein scheues Reh. Im „dunklen Wald” die Wege zu verlassen, sich auf eine Geschichte einlassen, die auch ein bisschen gruselig ist, das hat Spaß gemacht. Und vielleicht kann man ein wenig die Ängste nehmen, die die Gebrüder Grimm produziert haben.

„Der Wald birgt Geheimnisse, er ist eine Schatzkiste, man muss gucken, sie finden und sie aufmachen”, so Jörg Melchior. Das ist zum Beispiel beim Ausflug „Wald querbeet” gelungen, als man gemeinsam aufspürte, welche Vielfalt der Wald zu bieten hat. Und die Eltern bestätigen, dass dieser Ausflug noch lange Nachhall gefunden hat.

Am Dienstag war „Schnitzen für Jung und Alt” angesagt; die Kinder sollten schon ein wenig mit dem Messer umgehen können. Für einen Wanderstock, einen Grillstab oder einen Zauberstab benötigt man nicht viel Holz.

Der Förster erklärte, wie man es aussucht, und vermittelte gleich die Erkenntnis, dass man die Natur nutzen kann, ohne sie zu verbrauchen.

„Dich hau ich in die Pfanne” lautet ein weiteres Motto. Man findet viel Essbares im Wald, kann einen Tee kochen. Manche Pflanzen haben heilende Wirkung. Ein anderer Ausflug bewegt sich auf den Spuren der Tiere; der Förster öffnet den Kindern die Augen für die Fährten, für Haare und Federn und für die kleinen Tiere, die man oft übersieht.

Am Freitag steht eine ganztätige Erlebniswanderung auf dem Programm: Es geht in die Kalltalsperre, unter fachkundiger Führung kann man in die Tiefe des Staudammes steigen. Anmeldungen telefonisch unter 02473/607169.

Das ganze Programm wird in der letzten Ferienwoche, also vom 13. bis 19. August, wiederholt. Auch hierfür werden noch Anmeldungen angenommen. Und es ist kostenlos!
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