Roetgen/Stolberg - Sprengten „Panzerknacker” von Roetgen auch in Stolberg die Bank?

Sprengten „Panzerknacker” von Roetgen auch in Stolberg die Bank?

Von: ess
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Spurensicherung in der Bank: Zwei maskierte Täter haben einen Geldautomat in Stolberg-Atsch gesprengt. Foto: Jürgen Lange

Roetgen/Stolberg. Unbekannte haben in der Nacht zu Mittwoch den Geldautomaten der Volksbank-Filiale im Stolberger Stadtteil Atsch gesprengt. Die Tat weckt Erinnerungen an zwei Sprengstoffanschläge auf Sparkassen-Filialen an der Haupt- und der Bundesstraße in Roetgen innerhalb einer Woche im Frühjahr 2009.

Dort hatten ebenfalls bisher unbekannte Täter die Geldautomaten gesprengt und waren bei Nacht und Nebel mit der Beute geflüchtet. Die „Masche” war dieselbe wie jetzt in Stolberg, und die Polizei schließt nicht aus, dass es sich um dieselben Täter handelt.

Anwohner in Stolberg hatten laut Polizeibericht um 3.40 Uhr einen lauten Knall gehört, zwei maskierte Männer weglaufen sehen und die Polizei alarmiert. Die fahndete bereits bei der Anfahrt nach einem vermutlich schwarzen BMW. Streifenwagen aus allen Bezirken wurden zusammengezogen und beteiligten sich an der Fahndung. Mit eingebunden waren auch die Bundespolizei, die belgischen und die niederländischen Behörden, jedoch ohne Erfolg.

Bei Anschlägen im Dezember in Würselen und zuvor im Frühjahr in der Eifel seien Profis am Werk gewesen, hieß es seinerzeit aus Kreisen der Ermittler. Diese Einschätzung gab es auch diesmal. Die Ganoven zogen sich vor Jahresfrist aus dem Grenzgebiet zurück, waren aber in anderen Teilen des Landes, beispielsweise in Oberhausen, aktiv. Zur besonderen Spurensicherung in Stolberg wurde noch in der Nacht das Landeskriminalamt angefordert.

Vor wenigen Wochen vermeldete die Polizei stolz einen Fahndungserfolg. Ganoven, die mit der Flex an Geldautomaten Bares „zogen”, konnten dingfest gemacht und dem Staatsanwalt übergeben werden.

Die „Panzerknacker” mit den Dynamitstangen waren nicht dabei. Mit dem Ende des Tiefkühlwinters und dem ersten Frühlingshauch erwachen auch sie augenscheinlich im Grenzland zu neuem Leben.
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