Sportzentrum Kesternich: Keine Einwände gegen die Planung

Von: P. St.
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Auf der grünen Wiese gegenüber dem Friedhof soll das neuen Sport und Kulturzentrum am Ortsrand von Kesternich entstehen. Foto: P. Stollenwerk

Kesternich. Das neue Sportzentrum Kesternich am Ortsrand nimmt konkrete Formen an. Ein großzügige Sportanlage mit einem Gebäudekomplex, der eine Turnhalle, Umkleiden und einen großen Veranstaltungsraum vereinigt, soll gegenüber dem Friedhof entstehen. Bauherr des Projektes sind der TSV Kesternich und der die Dorfgemeinschaftshaus GmbH.

Der TSV sitzt praktisch schon auf gepackten Koffern, und bereits im Herbst könnte der erste Spatenstich erfolgen; dies auch vor dem Hintergrund, dass die Zuweisung von Sportfördermitteln an einen Baubeginn im Jahr 2010 geknüpft ist.

Zur Beschleunigung des Projektes mit einem Gesamtvolumen von schätzungsweise 1,5 Millionen Euro trug auch das Ergebnis der frühzeitigen Behördenbeteiligung bei, das jetzt dem Simmerather Planungsausschuss vorgelegt wurde. „Das gibt ja weniger Probleme als gedacht,” stellte CDU-Sprecher Bruno Löhrer mit leichter Überraschung fest. Man sei erfreut über die positiven Stellungnahmen der Behörden.

Unter dem Strich gab es keine gravierenden Einwände, auch nicht bei der Erschließung des Geländes, was bisher stets als kritischer Punkt galt. „Wir haben das Glück, dass wir von der B266 aus die Erschließung vornehmen können”, freut sich auch Ortsvorsteher Ulrich Offermann, dass eine wichtige Hürde für das Projekt genommen wurde.

Aus Richtung Strauch kommend soll der rechts vor dem Ortseingang liegende Wirtschaftsweg als Zufahrt ausgebaut werden. Im gleichen Zuge werden dann Maarstraße und Schulstraße so mit Pollern abgesperrt, dass sich ein Schleichweg als „kleine Ortsumgehung” erst gar nicht einspielen kann.

Im Ausschuss stellte das Planungsbüro Becker die überarbeitete Planung vor, die auch bereits Gegenstand einer Bürgerinformation in der vorigen Woche in Kesternich war. Neben dem Sportplatz wird nun auch noch ein Kleinspielfeld (55x35 Meter) angelegt. Das Volleyballfeld wird entsprechend verschoben.

Neuer Blickfang aber dürfte das Dorfgemeinschaftshaus werden. Hier werden Umkleiden, Sanitär- und Nebenräumen und eine kleine Turnhalle (vergleichbar mit Steckenborn) entstehen. Ein abtrennbarer Veranstaltungsraum wird rund 300 Sitzplätze enthalten. Derzeit laufen die Überlegungen für ein Nutzungskonzept auf Hochtouren. Im Obergeschoss, wo auch Gastronomie zur Verfügung steht, will die Schützenbruderschaft ein neues Domizil finden.

„Die Ortsvereine und ganz Kesternich müssen enorme Eigenleistung erbringen”, sieht Ulrich Offermann eine wichtige Voraussetzung für das Projekt. Zur weiteren Finanzierung möchte man ein Sponsering entwickeln und den Kontakt mit der Planungswerkstatt bei der Städteregion Aachen suchen.

Die neuen Sportflächen möchte die Gemeinde Simmerath aus dem Verkauf der bisherigen Plätze an der Straucher Straße finanzieren. Hier soll laut Ortsvorsteher Offermann „eine aufgelockerte Bebauung” entstehen. Zur Veräußerungsmasse gehört auch das Sportheim. Ob es abgerissen wird oder eine neuen Nutzung zugeführt wird, ist noch offen.
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